Bodenaufbau alte Fabrikhalle

13.05.2012



Hallo,

wir haben eine alte Fabrikhalle, in der wir den Boden neu aufbauen wollen. Es soll Laminat verlegt werden.

Das Gebäude ist nicht unterkellert, an mehreren Stellen befinden sich massive Fundamente, auf denen schere Druckmaschinen standen. Die Zwischenräume sind mit einem Dielenboden verlegt. Auch sehr tragfähig, darauf wurden mit Flurfödergeräten Paletten transportiert und gelagert.
Der Boden ist uneben, daher muss ein ebener Boden geschaffen werden. Mir schwebt vor, eine Trennschicht zu legen, z.B. eine Dampfsperrfolie, und darauf Gußasphalt. Oder ist es vielleicht ausreichend, auf die Folie OSP-Platten zu Verlegen und die Unebenheiten mit geeignetem Schüttgut unter den Platten auszugleichen?
Gibt es noch andere Ideen? Danke für jede ANtwort.



Laminat?



Was für eine seltsame Idee für eine Fabrikhalle.

Was soll denn für eine Nutzung kommen?

Die Dielung soll sicher entfernt werden? Wieviel Aufbauhöhe gibt es denn ab dem höchsten Punkt, was ja wohl die Fundamente sein werden?

Grüße

Thomas



Druckerei



bei Druckerei - vor allem alte mit Dielen - kommt mir der gedanke an Druckerschwärze und Schadstoffe. Einerseits wird gegen Laminat, PVC-Belag OSB usw. geschrieben wegen möglicher negativer Ausgasungen und dann soll d i e s e Dielung hier drin bleiben ??

Solange zum Aufbau unter den Dielen nichts bekannt ist (Erdreich, Kellergewölbe, Beton ....) ist die Aussage zum Aufbau nicht fehlerfrei zu geben.

Soll es ein Wohnraum oder ein Ausstellungsraum werden. Eigenlesitung oder Handwerkeroption ? Mehr Infos !



Druckerschwärze



Leinöl, Harz, Ruß - relativ harmlos. Jeder Laserdrucker, der mit Tonerpulver arbeitet, ist potentiell gefährlicher.

Druckerschwärze-Flecken lösen sich mit Terpentinöl/Balsamterpentin.



ich



glaube nicht, daß nur Druckerschwärze in die Dielung eingedrungen sind: Maschinenöl, Lösungsmittel, daß die Druckerschwärze nicht giftig ist, wird so geführt, aber es wurden ja auch über Jahrzehnte die Maschinen gewartet und gereingt. Und schwarze Dielen ? ....
Vielleicht kann man das ganze als Unterbau zu nutzen für neue Dielung. Die wichtige Frage von Thomas - wie hoch kann man aufbauen ?!



Die Altdielung als Unterbau...



ist wohl auszuschließen: Darunter keine oder eine unzureichende Feuchtesperre, und darüber ein dampfdichter Beleg. Das gibt guten Humus :-)

In den Dielen wird sich vorallem viel Öl finden, vermute ich.

Grüße

Thomas



Schwarze Dielen???



Abgesehen davon, dass ich auch einen neuen Bodenaufbau empfehlen würde: In einer ordentlich geführten Druckerei kommt die Schwärze aufs Papier und nicht auf den Fußboden und das Öl in die Maschinen, die im Übrigen auf den schweren Betonfundamenten stehen, .
Beim Reinigen der teuren Druckmaschinen wird nicht mit Lösungsmittel blind herumgesaut, weil das die Maschinen schädigen könnte. Das Reinigen der Druckplatten findet üblicherweise in einem extra Waschraum statt, ebenso wie die photochemischen Prozesse der Plattenentwicklung. Diese Räume sind dann allerdings oft hochbelastet. Die Ausgasungen greifen Metall an und lassen Holz verrotten.
Das Zeug geht auch in die Wände und führt zu Salzausblühungen.

Die Maschinenfundamente in Druckereien werden üblicherweise nachträglich an genau den Stellen eingebracht, wo dann bestimmte Maschinen aufgestellt werden sollen. Somit bestünde die Möglichkeit eines Rückbaus in den ursprünglichen Zustand mit gleichem Bodennivaeu um die Basis für einen kompletten Neuaufbau zu schaffen.

Mit dem Stückwerk unterschiedlicher Bodenhöhen zu arbeiten erscheint mir aufwändiger und kann längerfristig kaum zu einem vernünftigen Ergebnis führen. Auch ein Verfüllen auf gleiches Bodenniveau um Basis für … Laminat… zu schaffen, sehe ich nicht als optimale Lösung, hängt aber vom späteren Verwendungszweck der Räume ab. Dürfte aber wahrscheinlich von den Kosten her interessanter sein. Die Maschinenfundamente sind übrigens vom sonstigen Betonfundament entkoppelt und oft erheblich tiefer angelegt.
Das müsste sich eigentlich ein Baustatiker mal anschauen.



Besten Dank



...für die vielen Antworten. Die Halle soll als Loft-Büro genutzt werden. Von daher stehen dort dann Schreibtische und Regale als Raumteiler. Isolation und Optik sind also die Kriterien. In der Nebenhalle hat der Vorgänger bereits teilweise den Boden neu aufgebaut. Dort wurde mit OSP-Platten und Ausgleichsmasse gearbeitet. Diese Halle wurde mehrere Jahre als Fotostudio genutzt. Die Konstuktion scheint zu halten, außer Abnutzung auf den Laufwegen ist alles o.k.
Die Kosten sind natürlich wichtig und Rausreißen plus ein neues Fundament hört sich nach hohen Kosten an...
Ich denke es müßte ausreichen eine ebene, tragfähige Unterlage zu schaffen? Und die Frage ist welche. Was Schadstoffe betrifft, gibt es da Entwarnung. Lösungmittel sind flüchtig, Druckfarben unbedenklich (die Dielen sind nicht bunt, eher abgetreten und schmutig) und mit Problemstoffen, wie schwermetallhaltigen Flüssigkeiten oder giftigen, organischen Verbindungen wurde nie gearbeitet.
Da ist eine ehemalige chemische Reinigung, in der jetzt vielleicht eine Schnellbäckerei betrieben wird, schon eher ein Problem. Das PER dringt sogar in Mauerwerk ein.