Schallschutz & Dämmung für Holzbalkendecke

22.03.2006


Hallo! Wir sind gerade bei der Rebovierung des Dachgeschosses eines 1960 erbauten Mehrfamilienhauses. Da wir einen ebenen Boden schaffen müssen, haben wir bereits die alten Bodenbeläge rausgerissen. Jetzt ist nur noch die Konstruktion der Holzbalkendecke (Zwischendecke OG & DG) zu sehen. Wir sind jetzt am überlegen wie wir die Hohlräume am besten füllen könnten. Ziel ist es einen optimalen Schallschutz herzustellen. Ist Blähton dafür geeignet? Und wie wird dieser aufgetragen? An der Holzbalckenkonstruktion ist jetzt nur noch die Lattung der Decke im OG zu sehen. Besten Dank im Voraus für die Unterstützung!





Schallschutz bei einer Holzbalken erhält man mit 2 Massnahmen:
1. zwischen oder auf die Holzbalken viel Gewicht aufbringen (z.B. gewaschener Kies etc.). Hierbei muss auf die Statik geachtet werden.
2. schalltechnische Entkoppelung des Oberbelags, z.B. Kreuzlattenkonstruktion mit Kokosfaserstreifen von Holzbalken trennen, mit Zellulose auffüllen und darauf ein Holz-Dielen-Belag.

Grüße

Jochen Engelhardt





Hallo Herr Engelhardt,
mit der Statik an dem Haus gibt es leider sowieso schon Probleme, d.h. von viel Gewicht sollten wir eigentlich absehen. Gewaschener Kies klingt sehr schwer für mich als Laien. Was schlagen Sie sonst zur Auffüllung der Hohlräume vor?

Da wir im DG in einem Zimmer auch Probleme mit der Zimmerhöhe bekommen, können wir nicht viel auf die vorhandenen Holzbalken als Untergrund für den Bodenbelag aufdoppeln. Wir dachten nur an Holzplatten, Trittschall und Parkett.... Wie dick sind denn die Kokosfaserstreifen? Können wird ie auch einfach zwischen Holzbalken und den Holzplatten anbringen?

Viele Grüße
Susanne Retter





dann müssen Sie beim Schallschutz Einschränkungen in Kauf nehmen. Sie sollten dann wie im Punkt 2 beschrieben und denn ersten Punkt weg lassen. Die Kokosfaserstreifen sind 1 cm dick.

Grüße

Jochen Engelhardt



Zwischenfrage



Trennt diese Decke die Wohnräume von 2 verschiedenen Wohnungeinheiten?

Ich bin der Meinung, dass die Balkenlage direkt mit einer Beplankung versehen werden muss, um wieder eine aussteifende Wirkung der Decke zu erreichen. Dann kann man, je nach erforderlichem Schallschutz, hierauf einen neuen Boden aufbauen. z.B. Holzweichfaserplatten mit Zwischenleisten und darauf einen Dielenboden. Die Schall entkopplung wird dadurch erreicht, das die Zwischenleisten nicht aufliegen.
Den Hohlraum der Decke würde ich bei Gewichtsproblemen mit Zellulose auffüllen.



alten Dielenboden hochnehmen?



kurze Zwischenfrage zum Thema.

wenn man einen alten Dielenboden erhalten möchte aber trotzdem Schallschutz braucht

- müsste man den Boden hochnehmen und darunter den Schallschutz aufbauen?
- oder ist das evtl. von unten (Zimmerdecke des darunter liegenden Geschosses) möglich?

Ich hoffe es ist i.O., dass ich hier so quer frage!?



Es ist möglich



den Schallschutz durch eine abgehängte Decke zu verbessern. Einen guten Trittschallschutz erreicht man aber am festen durch einen schwimmenden Fussbodenaufbau. Muss man die Schallschutzwerte für eine Decke zwischen 2 Wohneinheiten einhalten, sind beide Massnahmen erforderlich.



Und wenn man



in den übereinander liegenden Räumen gleichzeitig musizieren will - ohne sich gegenseitig zu stören? Da müsste ja wahrscheinlich mehr getan werden als Schutz vor Trittschall anzubringen!?
Müsste man sich nicht auch um die Wände kümmern, die doch sicherlich den Schall auch vertikal transportieren ...




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