Dachinnendämmung mit Schilfrohr

06.05.2012 D.Selle



Hallo,

das einsäulige Kehlbalkendach mit Aufschieblingen eines FW-Lehmhauses soll gedämmt und zu Wohnzwecken ausgebaut werden. Feuchträume sind nicht vorgesehen. Die Dämmung soll möglichst diffusionsoffen ausgeführt werden. Die Dämmung erfolgt bis zum Kehlbalken, Der darüber befindliche Spitzboden bleibt bis auf die Decke ungedämmt.

Eckdaten:
Sparren, gerade gewachsene Nadelholz-Baumstämme (ca. 8m Länge), Durchmesser von ca. 140mm
Kehlbalken in ca. 250cm Raumhöhe, Dachneigung ca. 45 °
Reihenbauweise mit Traufe zur Straße, Häuser stehen Giebel an Giebel.
Unterspannbahn nicht vorhanden, Lattung und Konterlattung, darauf verstrichene Dachziegel von ca. 1988.
Soweit statisch nötig werden die Sparren aufgebohlt.

Aufbau:
Dachunterseitig auf die Konterlattung wird eine Windbremse (SD-Wert 0,01)genagelt.
Unter die Sparren wird eine Querlattung geschraubt. An die Querlattung (40/60) wird eine ca.140mm dicke Lage Schilfrohr gebunden. Das Schilfrohr füllt den Raum zwischen den Sparren, der Windbremse und der inneren Querlattung aus. Zwischen die Querlatten wird eine 40mm dicke stumpfe Holzfaserdämmplatte gelegt. Unter die Querlatten wird von innen eine 60mm putzbare großformatige Holzfaserdämmplatte N+F geschraubt. Die Platte wird raumseitig mit ca.5mm Lehm und Armierungsgewebe verputzt.

Ist dieser Aufbau vertretbar?

Gruß
Selle



Ist



der Aufbau schon ausgeführt wurden oder ist er geplant?

Ich denke es gibt einfacherer Aufbauten als den angedachten.

Grüße



Ausbau ist nur in Planung



Es kann auch evt. eine Dampfsperrpappe verbaut werden. Nur halte ich den Versuch dampfdicht zu bauen für unmöglich unter dem Aspekt der Dauerhaftigkeit (Ich kenne keinen Kleber der in der Praxis tatsächlich 10 oder mehr Jahre nachgewiesen hält).Deshalb soll der Aufbau so gewählt werden, das Probleme durch Flankendiffusion, Folienrisse usw. gar nicht erst entstehen.

Gruß
Detlef



Es gibt eien Unterschied



zwischen dampfdicht und winddicht, letzeres sollt die Konstruktion unbedingt sein.

Für mich hat Schilfrohr, das ich sehr schätze den Nachteil, dass es mit diesem Material schwer ist der Hohlraum komplett zu verfüllen da das genaue anpassen sehr schwer ist. Auch ist die Diffusion begrenzt und die Wärmeleitung mäßig.

Für den handwerklich begabten Selbstbauer der viel Eigenlleistung integrieren möchte würde ich z. B Stopfhanf wählen.

Grüße aus Koblenz