Vorgehensweise beim Scheunenumbau zu Wohnhaus (Bamberg, Oberfranken)

08.04.2005



Hallo,

ich habe vor einiger Zeit den (ehemaligen) Bauernhof meiner Eltern überschrieben bekommen und meine Frau und ich haben uns vorgenommen die ehemalige Scheune zu einem Wohnhaus umzubauen, wobei der grundsätzliche Charakter des freistehenden Hofes und damit auch der Scheune gewahrt bleiben soll. Zunächst einige Daten zur Scheune:
- Bj. ca. 1870, Fachwerk mit Ziegelsteinen ausgemauert.
- Grundfläche ca. 15m x 10m. Gesamthöhe ca. 10m
- Dach 1985 neu
guter Geamtzustand.

Unser erster Schritt führte uns zur Bauberatung des Bauordnungsamtes Bamberg. Ergebnis: NIX außer "Hmm?" und nochmals "Hmm?". "Es ist noch kein Denkmalschutz" (Wusste ich auch, ist schließlich seit 130 Jahren in Familienbesitz!) "Kann aber jederzeit festgestellt werden!" (Aha ). Jedenfalls keine Aussage zu nix, außer dass wir die "planungsrechtliche Zulässigkeit im Rahmen einer Bauvoranfrage (Antrag auf Vorbescheid) abklären lassen sollen. Die entgültige Entscheidung darüber obliegt dem Senat für Bauwesen und Stadtentwicklung."
Nun unsere Fragen:
1. Da wir "bautechnisch" eher als Laien zu bezeichnen sind (daher auch die mangelnde Fachsprache), wollten wir bereits für die Einreichung der Bauvoranfrage einen Architekten hinzuziehen. Wer kann hier vielleicht ein paar Tipps zu, auf diesem Gebiet erfahrene, Fachleute geben, die am besten vor Ort (Bamberg) sind?
2. Wie sind die Erfolgsaussichten für einen solchen Antrag? wie gesagt: Scheune => Wohnhaus; freistehender Bauernhof in "U-Form"; die umliegenden Felder sind auch in unserem Besitz. Nach welchen Kriterien entscheidet ein "Bausenat"?

3. Kann man eine grobe Aussage über die zu erwartenden Gesamtkosten machen? Es soll eine Wohneinheit mit ca. 160m² oder auch mehr entstehen ohne Keller. Die Scheune besitzt einen glatt betonierten Fußboden, aber wohl kaum ein Fundament besitzt. Die senkrechten "Stützbalken" ruhen auf Sandsteinquadern.
Über Tipps und Anregungen (vor allem zu einem kompetenten Architekten; über weitere Vorgehensweisen (Reihenfolge) weiß dieser dann auch Bescheid?) würden wir uns sehr freuen!
Im Voraus vielen Dank für Hinweise jeglicher Art!!!

Gruß Tanja und Martin



Umnutzung einer Scheune



Hallo nach Bamberg
zu den folgenden Themen kann ich Ihnen evtl zur Seite stehen, wenn Sie das wünschen. Einige Informationen über mich und mein "Wissen" oder "Nichtwissen" können Sie neben diesem Forum / in meinem Profil, meinen Antworten ersehen.
Daneben können Sie sich über mich auf meiner Homepage www.pfk3.com näher kennenlernen.
Als finalen Schritt wäre ein erstes Gespräch am Telefon oder vor Ort eine weitere Möglichkeit.
Die von Ihnen geschilderte Sachlage ist mir noch nicht ganz schlüssig - und Aussagen über die Machbarkeit kann ich nur treffen, wenn ich das Objekt näher kenne; planungsrechtliche Vorgaben der Gemeinde?; der zuständigen Behörde etc. kennengelernt habe!
Falls Sie Interesse haben bitte ich Sie mich unter info@pfk3.com zu kontaktieren.
herzlichen Dank im Voraus

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



Als finalen Schritt ?



Bei uns ist das Finale die Abnahme gemäß VOB TeilB § 12 Nr.1!

Jedenfalls bei Zimmerer- und Holzbauarbeiten!


Kompetente Planer, für Infos und erste Kontaktaufnahme, findet man hier, auf Fachwerk.de, über den Marktplatz!



Tja ...



... über einige Beiträge sollte man doch glatt abstimmen - wie beim Lexikoneintrag.

Da ist der finale Schritt auch schon festgelegt.

;-)



Bamberger Beamte



Liebe Tanja, lieber Martin

Nach 32 Jahre Leben und Arbeiten in und um Bamberg kann ich eure Erfahrungen mit den Bamberger Bauämtern gut nachvollziehen.
Wenn ihr Interesse habt könnt ihr euch gerne mit mir in Verbindung setzen um Strategien und Möglichkeiten im weiteren Vorgehen auszuloten.

Gruß

L. Parisek



Seltsam,



daß jemand den Finalen Schritt vor dem Primären tun möchte,
ist mir neu.
Nun bin ich schon fast im 40. Lehrjahr und seit 28 Jahren
Meister.
Ach, wie oft habe ich schon versucht, über meinen eigenen
Schatten zu springen.
Die bisherigen Mißerfolge könnten damit zu begründen sein, daß ich niemals richtig Anlauf genommen habe.

- einen schönen Abend wünscht
Andreas Milling



Jetzt aber...



Der finale Schritt ist doch der ins Nirwana - oder hab ich da was falsch verstanden?

Gruß von einem mitwissenden NEB Anhängsel, das zu prozentual beschränkter Kooperationsabgabe bereit ist (Gruß an Michael)

Sorry, Martin, das sind Interna, aber eine Community ist auch für Spaß gut.

Karin



scheunenumbau



hallo,
für eine Bauvoranfrage brauchen Sie kein Architekt, falls Sie einen an der Hand haben ist es besser. Er kann vor vorne rein schon einige Probleme erörtern (Abstandsflächen, Bauen in zweiter Reihe, etc.) Die Bauvoranfrage ist formlos einzureichen, die Kopie des Lageplanes soll mit eingereicht werden, ein paar Fotos, vielleicht einige Skizzen. Die Antwort kann ich Ihnen bereits geben: "Im Prinzip ja, aber..."!!!
Im Klartext bedeutet es: Sie werden meistens eine positive Antwort erhalten, aber sie werden alle Baugesetze, Städtbauliche Gesetze, Vorschriften, Paragraphen, Normen einhalten müssen. D.h. Sie sind wieder da wo Sie schon waren. Zumindest haben Sie etwas schriftliches in der Hand und nicht mehr ein typisches Beamtengemurmel. Die Unterschrift eines Architekten ist besser, weil die Beamten dann mit ihre Antwort etwas genauer sein werden.
Was die Preisen betrifft kostet der Umbau einer Fachwerkscheune in mittlerer Zustand von 1250 bis 2000 €/m² NFl. In guter Zustand von 1150 bis 1450 € / m² NFL. (Quelle: Baukosten 2004 von Schmitz+ et al.) Sie sehen die Bandbreite ist groß. Man müsste daher noch etwas mehr über Zustand und über Art des Umbaus wissen. Auch ein Vergleich mit m³ UBR oder BRI wäre sinnvoll, und wie hoch Ihre Eigenleistungen sein werden.
Das fürs erste, mit freundlichen Grüßen,
J.E.Hamesse



Interna



Vielleicht sollte man als finalen Schritt Abkürzunsahnungslosen bautechnischen Laien nicht NEB mit UBR und BRI um die Ohren hauen.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Umbau



Liebe Tanja und Martin,
mein Büro ist in Stettfeld und damit ca. 15 Minuten von Bamberg entfernt.
Bamberg ist mir gut bekannt, da ich den Großteil meines Lebens dort verbracht habe und auch heute viel dort zu tun habe.
Falls Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben rufen Sie mich doch einfach an.
Tel.: 09522/800475 - Fax: 09522/800476 - e-mail: johann-mueller@freenet.de
Viele Grüße Johann Müller



abkürzungen



hallo,
das Rätsels Lösung: NFl (auch NF geschrieben) = Nutzfläche.
UBR = Umbauten Raum (ist eine alte Form für BRI)
BRI = Brutto Raum Inhalt.
Alles Begriffe, die man in der DIN 277 finden kann.
Diese Begriffe wird der angehende Bauherr, bzw. sein Architekt für den Bauantrag verwenden müssen. Es ist leider so dass unsere Architektur mehr und mehr von solche Begriife beherrscht wird, und dass das kreative Entwerfen mehr und mehr in den Hintergrund rückt.
m.f.g.
J.E.hamesse



Das gleiche in Grün



Hallo Tanja und Martin...

erinnert mich an unsere Scheune... 3-Seiten Hof. Im U die Scheune wollen wir zum Wohnhaus umbauen. Bauvoranfrage positiv beschieden, auch eine Baugenehmigung haben wir bereits schon. Das Denkmalamt ist bei uns erst durch den Kauf des Objektes auf den Hof aufmerksam geworden und hat dann prompt einen Teil als Kulturdenkmal deklariert...Am besten vorher beim Denkmalamt anrufen, Vororttermin machen und nachfragen, ob sie Interesse an einer "Bedenkmalung" haben... (falls Sie sich damit nicht ins eigene Fleisch schneiden) Aber dann wissen Sie's von vorderster Front.
Zuden Baukosten kann ich nur sagen.. ich bin grad an einer gewerkemäßigen Erstaufstellung und komme bei 158.000 € ohne Auststattung raus inkl. 10% Nebenkosten. Aber wir haben keinen Architekten, das Grundstück ist erschlossen und gehört uns.. also reine Baukosten...

Falls Sie möchten, rufen Sie doch einfach mal an. 0361/5617007

Liebe Grüße Kathrin