Sanierung von 83er OKAL Fertighaus - Ist es Geld und Gesundheit wert?

18.05.2021 plackbeter


Hallo ans Forum!
Folgender Hintergrund: wir überlegen auf ein Haus in einer Zwangsversteigerung zu bieten. Lage ist einzigartig, bei dem Haus handelt es sich um ein OKAL Fertighaus aus dem Jahre 1983. Eine Finanzierung zum Kauf für eine Ersteigerung + Abriss + Neubau ist nicht möglich.
Ich habe bereits einiges hier gelesen bzgl. Risiken (Asbest, Formaldehybelastung etc.) von OKAL Fertighäusern aus diesem Bauzeitraum. Daher stelle ich mich auf das Schlimmste ein. Aufgrund der Zwangsversteigerung ist eine Vorprüfung von einem Sachverständigen nicht möglich.

Frage: Es gibt ja mittweile umfassende Sanierungskonzepte von Häuser dieser Art & Baujahr bezogen auf Schadstoffe etc.
Bringt dies denn wirklich den gewünschten Erfolg, so dass man dann guten Gewissens da drin mit Familie über ein paar Jahrzehnte leben kann ohne sich Angst um die Gesundheit und Gerüche machen zu müssen?

Wir hätte ca. 150.000€ für eine Kernsanierung zur verfügung. Würde davon gern einiges in einen Dachbodenausbau stecken, so dass eventuell 100.000€ zur Verfügung stünden, um das Haus zu überarbeiten in Bezug auf Dämmung, Schadstoffe etc.

Aber bringt es wirklich den gewünschten Erfolg? Nach den Prospekten der Sanierungsfirmen natürlich ja, aber jetzt mal ernsthaft?

Danke für eure Einschätzung!



habe schon ein paar okal häuser live gesehen



die saniert wurden....holla die Waldfee sag ich nur..
die Eigentümer haben sich das auch alles anders vorgestellt.

alle beklagten starke Geruchsbelästigung.. hauptsächlich von den Formaldehyd Spanplatten.

Von den ganzen Schadstoffen mal abgesehen hatten alle von mir begutachteten Häuser lediglich 8cm dicke wände. die Böden ( 30mm Styropor und darauf 25mm Spanplatte ) mussten alle raus.....trotzdem konnte die Geruchsbelästigung nur minimal gesenkt werden.

Wir sollten dort Fußboden Verlegen , aber haben dankend abgelehnt.

ich persönlich würde keins dieser Fertighäuser kaufen....dann lieber ein 50-80 Jahre älteres Fachwerk oder Backsteinhaus.

da ist deutlich weniger Schadstoffbelastung zu befürchten...weil mit Materialien wie holz,Lehm,Stroh ,Ziegel und Sandstein gebaut wurde.


meine persönliche Meinung....



Einen großen Bogen drum machen



Bitte einen großen Bogen drum machen! Selbst der Gedanke daran sollte sich verbieten, wenn man die Problematik kennnt. Viele merken es leider erst, wenn es zu spät ist.



Nicht alle älteren Fertighäuser...



sind automatisch belastet, Asbestfassade ist unkritisch wenn sie nicht beschädigt ist.
Chloranisolbelastung kannst Du riechen, wenn eine Objektbesichtigung möglich ist.
Formaldehyd ist geruchsneutral ebenso wie LIndan oder PCP, hier hilft nur eine Raumluftanalyse.

Nachtrag: Natürlich ist eine Fassadensanierung erfolgreich.

Rudi



Niemals



Hallo,

Es ist sicher verlockend ein Haus günstig in einer Versteigerung zu kaufen..
Aber ich kann den beiden ersten Vorschreiben nur zustimmen.
Niemals ein OkalHaus..
Wir haben uns auch mal eins angesehen ohne zu wissen das es eins ist..
Das war auch Anfang der 80 er gebaut..
Es viel schon auf das alle Fenster offen standen..
Uns vielen aber gleich die dünnen Außenwände auf, so kam dann erst raus das es ein Okal war..
Da waren wir gleich raus..
Das Haus hatten wir vor 3 Jahren besichtigt damals stand es zum Verkauf.. Dann hat da mal 4-5 Monate jemand gewohnt, jetzt steht es seit über 2 Jahren leer, trotz Toplage, hoher Nachfrage in der Gegend und Panoramablick..
Ich glaube wenn man bei alten OkalHäuaern eine positiv negativ Liste macht ist die eine Seite sehr leer...