Sanierung eines Wohngebäudes mit Bruchsteinmauerwerk

16.08.2005



Im Rahmen einer Analysearbeit während meines Bauingenieurstudiums habe ich folgendes Problem.Es soll ein Wohnhaus(gebaut im 18.Jh.)saniert werden.Außenwände(etwa 60 cm dick)und Innenwände im EG sind aus Bruchstein und zum Teil stark durchfeuchtet.Das Haus hat eine Teilunterkellerung und Streifenfundamente(tiefer als 1,50m gegründet).Haben vor eine horizontale Abdichtung vorzunehmen.Ist ein Verlegen einer Drainage anzuraten? Ist es sinnvoll die Außenwände zu dämmen und wenn ja mit welchem Dämmstoff? Sollten diffusionsoffene Dämmstoffe zur Anwendung kommen?Bin für jede Antwort dankbar.



Sanierung eines Bruchsteinmauerwerkes



Guten Tag Susanne Dunger
dass sie das Fundament aus Bruchsteinen sanieren wollen ist grundsätzlich richtig
eine horizontale Abdichtung ist meist nur unter großem Aufwand möglich (Abdichtungstechnik horizontale Bleche einbearbeiten oder Oder oder) hier bedarf es einer Bau spezifische Analyse und einen gut durchdachten Sanierungsvorschlag denn nicht jedes Projekt ist gleich.
Eine Drainage würde ich persönlich auch einbauen aber nur wenn es möglich ist
zu der Wahl des Dämmstoffes kann ich Ihnen auch nur raten einen Dampffusion offenen Brennstoff zu wählen damit das noch vorhandene Wasser in der Konstruktion auch ausdiffudiren kann bzw. verdunsten kann


sie sehen aus meinen Antworten das bei jedem Projekt einer Planung gemacht werden sollte damit hier nicht größere Fehler eingebaut werden

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Halt nicht einfach drauflos - tja, ist dies überhaupt sanieren?



Der Herr Vollack ist Zimmerermeister, aber ob er auch der Spezialist bei einer Instandsetzung mit durch Feuchte und Salz geschädigten Wänden der richtige Berater ist bleiben bei mir Zweifel. Ich hoffe er ist mir deswegen nicht gleich böse.
Das was er jedoch ausgedrückt hat, sollte selbstverständlich sein, nämlich eine genaue Bestandsaufnahme und Sanierungsplanung.
Z.B. würde ich das Fundament nicht anrühren!
Lassen Sie dies doch feucht.
Ob eine Drainanlage nicht noch mehr befeuchtet, sollten Sie doch während Ihres Studiums doch gelernt haben.
Leider unterrichten viele Professoren immer noch falsch.
Warum sich Gedanken darüber machen - wohin mit dem eingeleiteten Wasser, wenn es besser wäre erst garnicht einzuleiten. Kiesgraben ums Haus ??? für was??
Ich möchte auf meine Homepageseiten aufmerksam machen - hier gibt es zum Thema Instandsetzung jede Menge Erfahrungsberichte aus meiner Praxis seit 1970 nachzulesen.



Richtigstellung



Ich möchte noch was zu meinen Beitrag hinzufügen bzw. richtigstellen

Dass dieses kein Sanierungsvorschlag für das Projekt ist sondern nur eine Anregung damit der Bauherr sensibilisiert wird um sich mehr Gedanken über das Problem zu machen


Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden

PS.
Es sollten den Dämmstoff und Nicht Brennstoff heißen
manchmal ist die Spracherkennungssoftware doch nicht so gut



Gebäudesanierung



Dachog. Wenn das Gebäude im 18.Jh. gebaut wurde, muß es 200 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben. Ohne ins Detail zu gehen, würde ich mich ersteinmal nach dem kulturhistorischen Status erkundigen, sprich Kontakt mit dem Denkmalamt o.ä. aufnehmen. Mfg. ut de ole Mark



Vielen Dank



Möchte mich nochmal für die Antworten bedanken.Haben mir viel in meiner Arbeit weiter geholfen.Habe auch mal auf der Homepage von Isar Bautenschutz nachgelesen und dort einige interessante Hinweise bekommen.Möchte nur noch mal fragen, ob mir jemand einen Rat geben könnte, welche Außenwärmedämmung sich für Bruchsteinmauerwerk eignet, wenn aus Denkmalschutzgründen nichts dagegen spricht und diese benötigt wird.