Kosten für Sanierung...

24.04.2003



Hallo, wir beabsichtigen ein altes, unter Denkmalschutz stehendes Bauernhaus zu kaufen. Es wurde schon seit Jahrzehnten nicht mehr bewohnt und müßte total saniert werden. Mit welcher Summe müßten wir kalkulieren ? Oder wer kann da Auskunft geben? Bj. ist ca .1880 und seitdem ist auch nichts mehr gemacht worden. Danke für jede Antwort



Sachverständiger



Hallo Frau Schlingmann,

am besten, Sie suchen sich einen, der sich damit auskennt. Es kommt drauf an, was alles kaputt ist und wie groß das Haus ist. Einerseits toll, dass nichts saniert wurde, denn dann wurde auch nicht noch was zusätzlich kaputt gemacht. Das Haus könnte Tier- oder Pilzbefall haben, die Schwellen, Riegel und Ständer könnten ausgetauscht werden müssen, sind die Fenster/Türen/Haustür noch in Ordnung? Bodenbelag? Die komplette Strominstallation/Sanitär/Heizung käme hinzu. Wie siehts mit dem Dach aus? Nur neue Eindeckung? Oder gar der ganze Dachstuhl? ... Eine Ferndiagnose ist leider nicht möglich, aber investieren Sie lieber vorher 1000 - 1500 Euro in einen Sachverständigen und lassen Sie alles prüfen, bevor Sie nachher unglücklich sind. Adressen bekommen Sie sicher beim Denkmalamt, die sind immer sehr nett, wenn jemand kommt und sich "freiwillig" einem Fachwerkhaus annimmt. Grüße Annette



sanierung



hallo dagmar, verlässliche angaben werden sie nur nach der begehung mit einem fachkundigen architekten bekommen oder im falle eines fachwerkhauses zumindest von einem erfahrenen zimmermann. dann haben sie einen groben rahmen für den "rohbau". für den endpreis entscheidend ist dann die frage der eigenleistungen und des ausbaustandards - wenn sie jede Wand im haus um 1o cm verschieben und jedes Fenster 3 cm größer machen und 500 steckdosen installieren wollen, dann wachsen die kosten ins unermessliche - wenn sie zufrieden sind mit dem alten haus so wie es ist und sich gedanklich auf die erbauungszeit einstellen, ohne auf modernen wohnkomfort zu verzichten, wird das ganze leicht erschwinglich.
Glück auf! Günter Flegel



finger weg von pi x daumen zahlen



hallo frau schlingmann,
wie oben schon zitiert würden wir ihnen raten, die finger von ca. kosten pro m² oder m³, die ihnen von kollegen, etc. empfohlen werden zu lassen; ///
wir können ihnen nur empfehlen, dass sie sich ihr objekt mit einem erfahrenen fachmann oder kollegen -referenzen nennen lassen- begutachten, von diesem eine grobbestandsaufnahme und -dokumentation mit allen möglichen schäden ausarbeiten lassen mit der entsprechenden kostenberechnung, diese zu beseitigen; nun haben sie die kosten für das instandsetzen des gebäudes; als zweiten schritt müssten die kosten bezgl. ihre Umbau oder umnutzungsvorstellungen mit eingearbeitet werden; ///
also die bitte, ihre entscheidung nicht so einfach an ein paar pauschal-zahlen festmachen, sondern, wenn möglich, sich mit dem objekt beschäftigen und die daraus resultierenden zahlen verwenden; ///
hoffe ihnen etwas weitergeholfen zu haben;
grüsse aus franken



Sachverständiger



...immer mit einem Architekten oder Bausachverständigen vor Ort gehen, gut und genau zuhören, viele Fragen stellen und etwas Geld investieren- wenn man dann noch andere Gebäude gesehen hat, braucht man keinen Preis, den man sowieso nicht aus dem Ärmel, sondern nur aus einem Projekt schütteln kann und es bleibt das Gespür für den Vergleich...