Sandsteinwand verputzen

25.06.2015 Jürgen



Hallo Zusammen,
ich habe in meiner Scheune eine Wand gezogen und eine Decke (Rigips, Dampfsperre, Mineralwolle zwischen Holzkonstruktion) angebracht, sodass ein neuer , heizbarer Raum entstanden ist. Der Raum soll für Feierlichkeiten im Winter genutzt werden. Die Außenwand ist aus Sandstein.

Ich möchte den Raum verputzen.
Wie kann ich nun die Innenseite der (trockenenen) Sandsteinaußenwand verputzen. Die Wand ist sehr uneben, sodass mindestens 5 cm Putz aufgetragen werden müsste. Ist das Ratsam? Welcher Putz?

Wie sieht es damit aus die gesamte Wand erst mit Streckmetall oder Rigips zu verblenden um dann nur noch dünn Putz aufzutragen. Bereitet die Luftschicht zwichen Putz/Rigips und Außenwand Probleme?

Vielen Dank



Dämmputz als Kondensationsschutz bei temporärer Nutzung - nur Anregung zur Recherche, kein Vorschlag



Der Anschluß der Decke an die Wand ist wohl das grundsätzliche Problem, was aber genauso wie die Wandverkleidung kaum ein Problem sein wird, wenn nicht jeden Tag gefeiert wird und ein Eintrag von Feuchtigkeit erfolgt, die kondensiert.

Bei relativ gleicher Temperatur innen und außen in der meisten Zeit sollte Diffusion beherrschbar sein.

Wahrscheinlich wird nicht dauernd geheizt (Gas-/Elektrostrahler?), aber gelüftet und da kommt es darauf an, die Austrocknung zu gewährleisten, was einen Kalkputz mit Dämmmaterial wie HP 9 SL von Hessler-Kalkwerk etc. oder eigene Mischung mit Luftkalk aus dem Baufachhandel, Hanfschäben/Perlit/Liadrain vielleicht mit Hanffasern oder Stückkalk vom Kalkladen in Frauenzimmern als untere Schicht und dazu dann noch eine Deckschicht suggeriert.

Wenn das eine alte Scheune aus Sandstein ist, dann wird wahrscheinlich auch Kalkmörtel in den Fugen sein und so erhält man einen weitgehend einheitlichen Wandaufbau, wenn man nicht Spritzbewurf aus Zement nimmt ... der zudem noch elastisch ist.

Wenn man auf die Erfahrungen aus Restaurierungen vertrauen will, dann gibt es ja solche volldeklarierten Produkte der oben genannten Firmen mit Chef-Beratung statt sogenannte (Als-ob-)Kalkputze von großen Firmen ... wenn man abenteuerlustig ist, dann mischt man ganz selbst ...

Doch natürlich ist dies nicht mit Trockenbau vergleichbar, weil man egal wie Zeit, Aufmerksamkeit und mehr als eine Bohrmaschine braucht ... doch http://www.hanffaser.de/uckermark/index.php/bauschaeden/billiges-haus





Ok, vielen Dank. Das hört sich ja dann erstmal gar nicht so dramatisch an.

Und ja, geheizt wird an nicht mehr wie 10 Tagen im Jahr mit Heizstrahlern.

Ob das Kalkmörtel ist, weiß ich nicht. Ich stell mal ein Foto während der Bauarbeiten ein. Vielleicht kann man es erkennen.

Das Anbringen von Streckmetal oder Rigips, damit die Putzschicht dünn gehalten wird ist keine praktikable Lösung?



Putzschicht ganz dünn ... wozu?



10 mal im Jahr wird der Raum genutzt und wenn man den Bildern glaubt, dann sind die Feiern nicht so groß ... da ist es wohl billiger, wenn man 5 oder 10 Heizpilze aufstellt ... und sonst nichts macht.

Es gibt soviele 'Scheunenfeste' ... wo man durch die Dachziegel schauen kann ...

Aber es ist mir zu blöd ohne weitere Information (Hersteller etc.) Stellung zu nehmen zur Frage, ob es Kalkputz ist ... doch da 'Kalkputz' nicht geschützt ist, wird seltsames Zeug angeboten ...

Doch da die Mauern sicher mit Zementmörtel gemacht werden, was im Innenraum kein Problem ist... sollte zuerst gedacht werden.

... aber ich habe heute keine Lust mehr ...





Ok, trotzdem vielen Dank.
Allein die Ausage, dass aufgrund der wenigen Nutzung das Ganze zwecks Feuchtigkeit nicht so schlimm ist, hat mir geholfen.
Der Raum ist im übrigen 4,5 x 6m groß. Das Foto zeigt den Abstellraum daneben. (Es ging ja nur um Wandbeschaffenheit...)