Dämmung : Sand raus, Tonne frei. Was nun ?

11.06.2008



Hallo.

Ich habe in meinem zukünftigen Bad die Dielen entfernt und nun alles bis zum Tonnengewölbe freigelegt (3 Tonnen Sand raus...). Jetzt kommen die neuen Balken rein, die Rohre (Zu- und Abwasser) werden verlegt und ich muß noch eine Schüttdämmung einbringen. Aber was macht Sinn ? Es soll ein Natürlicher Baustoff sein und ein gutes Preis/Leistungsverhältniss haben.

Perlite ?
...

Wer kann mir was vorschlagen und hat auch ca.-Preise und Bezugsquellen ?



Vorsicht....



bei all zu großzügigem Freischachten von Gewölben!
Die Masse über dem Gewölbe stabilisiert dieses, bei unsachgemäßer Ausschachtung, Veränderung der Druckverhältnisse ist schon so manches Gewölbe eingestürzt. Warum haben Sie den Sand nicht einfach gelassen wo er war?

Viele Grüße



Der Sand mußte raus...



... weil die Sanitärrohre verlegt werden müssen.



Sandmann



Hallo Herr Lange,

das mit dem Sand rausnehmen war vielleicht nicht die Beste Idee. Es ist wie Herr Joseph sagt, dass man nicht einfach das Gewölbe entlasten/Belasten kann wie man möchte. Eine asymetrische Belastung/Entlastung kann tatsächlich zum Einsturz führen. Der eingebrachte Sand (Masse) diente im Übrigen dazu die im Ergeschoss auftretenden Lasten - oft Punktlasten wie Gußherde o.ä. - zu verteilen. Drin geblieben wäre besser gewesen. Die alten Balken lagen höchstwahrscheinlich im Sandbett auf. Eine diffusionsoffene Schüttung dazwischen wäre wohl ausreichend gewesen.

Sand wieder rein und das System wieder herstellen? Wäre wohl sehr ärgerlich aber nicht abwegig. Beim Wiedereinbau ist auf gleichmäßige Belastung zu achten. Vielleicht lassen Sie vorher mal einen Fachmann über das Gewölbe schauen.

Zur Perlite: 3 to Sand entsprechen etwa 4,5 cbm Volumen
=> das sind 45 Säcke Perlite á 100 Liter, also knapp 2 Palletten.

Überschlägig kostet der cbm 140 € brutto (je nach Hersteller), also etwa 630 € zzgl. der Lieferung

Wie werden die neuen Balken befestigt? Ist der Keller Trocken oder feucht?


Sandige Grüße aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Bei der Gelegenheit kann man statt vegetationsfähigem Boden aus der Streusandbüchse für den eigenen Kartoffelanbau ja mal geglühten Sand nehmen (fast keimfrei).Den gibt es als Sackware in geschlossenen Plastiksäcken.
Dadrüber dann das teurere Perlit aufgebracht werden.

Für den Fall daß es was anderes werden soll als ein Dielenboden empfehle ich meistens Dämmung als Plattenware + Estrich + Belag nach Geschmack.

Grüße



Hallo Herr Kornmeyer



Der Keller ist trocken. Die Balken waren alt und morsch. Die Balken liegen auf den Eisenträgern des Tonnengewölbes auf. Da diese an den Tiefpunkten der Tonnen sind, ist es zwingend nötig gewesen, den Sand zu entfernen. Sand rieselt ja bedauerlicherweise auch nach unten. Gewichtsmäßig wird der neue Boden durch Fußbodenheizung und Terracottafliesen in etwa das gleiche Gewicht haben wie der bisherige Sand. Die Verteilung des Gewichtes wird nur etwas stärker auf den Eisenträgern liegen. Perlite ist nur eine Möglichkeit. Ich habe ja die Frage gestellt, ob es noch eine andere Alternative gibt. Sand rein ist natürlich auch immer möglich.

Gruß
Lange



Deckenaufbau



Langsam dämmert es mir, das es sich hier nicht um ein Tonnengewölbe, sondern eine preußische Kappendecke handeln könnte!
An den Aussagen zum neuen Deckenaufbau ändert sich deshalb nichts.

Viele Grüße



Herr Böttcher hat recht...



... es handelt sich um eine preußische Kappendecke.



Na dann...



lässt der Schreck auch bei mir so langsam nach :-)
Möglich und eine sehr schöne Lösung währe hier z.B. auch die Verlegung von DHD Holzweichfaserplatten mit Stufenfalz und integrierter Montageleiste für z.B. Dielen. Darunter eine tragfähige Ausgleichschüttung z.B. von Fermacell. Die Hauptlast muss natürlich über die Eisenträger abgeleitet werden.
Viele Grüße vom Edersee



Herr Böttcher hat recht...



... es handelt sich um eine preußische Kappendecke.