Kellerboden hat Risse / Kellertür soll raus...




Hallo zusammen,

ich habe in einem Kellerraum meines Anbaus aus 1967 Risse im Boden. Es handelt sich hier wohl nur um einen dünnen Estrich o.ä.. Der Raum um den es geht ist ca. 8-9qm groß.
In den restlichen Räumen gibt es keine Probleme.

Der Hauptriss verläuft relativ mittig, längs durch den Raum und hat 3-4 unregelmäßige Gabelungen in Richtung der Raumecken.

Feucht ist der Keller eigentlich soweit nicht und es dringt auf kein Wasser durch die Risse. Alledings klingt der Boden im Bereich der Kellerausgangstüre zum Garten relativ hohl und der Boden hat sich im laufe der letzte Jahre hier auch ein paar mm gehoben.

Der Riss geht auch durch die Türschwelle (auch nur Estrich??) der Kellertür und dort in einen ca. 0,5qm großen Kellertür-Vorplatz über.

Was soll ich hier am besten machen? Soll ich erst den kompletten Boden öffnen um mir das Schauspiel unter dem Boden anzuschauen oder würdet ihr mir davon abraten?

Ich will in diesem Sommer noch die Kellertüre rausmachen, die Öffnung zumauern sowie den kleinen Kellervorplatz zuschütten, da wir eine neue und höher als die Terasse liegende Terassentüre im Treppenhaus einbauen wollen.

Wir wollen nicht immer durch den Keller in den Garten und den Kellerraum endlich mal als richtigen Kellerraum nutzen. Aktuell ist es nur ein Durchgangzimmerchen in den Garten ;)

Vermutlich werde ich erstmal die Türe rausmachen und mich unter der Türschwelle umschauen. Irgendwo muss ich, wenn ich die Türe zumauern will, ja auf dem Fundamenet aufsetzen.

Hattet ihr sowas schonmal und habt ihr ein paar Tips für mich, um was es sich für einen Boden handeln kann? Der Anbau ist wie gesagt auch 1967.

Gruß
Sascha



Habt ihr...



... vor dem Haus (beim Keller) irgendwie ein Baum stehen?....
Wenn ja könnte es sein, das die Wurzel unter das Haus gewachsen sind und den Fußboden dadurch angehoben haben.

Ansonsten ist es eigentlich meistens so, das der Fußboden absackt. Wenn der Beton nicht allzu dick ist und man die Arbeit nicht scheut könne man überlegen den Fußboden raus zu kopfen und neu zu machen.

Dann könnte man sich auch wegen der Risse sicher sein....

Mfg
Rene



Bäume sind keine direkt am Keller..



... bzw. nur zwei kleine Bäume, die liegen aber Höher und die Wurzeln gehen da bestimmt nicht bis unter den Kellerboden.

Mal schauen, ob ich den Boden einmal ein wenig öffne, wenn ich sowieso die Türe zumauere. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp, wo das herkommen kann.

Gruß
Sascha



hat



denn der Keller im Winter Frost bekommen ? Die Tür von 1967 wird wohl nicht besonders dicht sein.
Das wäre eine mögliche Erklärung.



Der Keller ...



... ist eigentlich im Winter beheizt. Er liegt direkt am Treppenhaus und hat einen eigenen kleinen Heizkörper der auch immer ein wenig mitläuft, damit es nicht zu kalt wird. Über dem Raum liegt nämlich das Badezimmer.

Unter der alten Metalltüre zieht es aber schon ganz gut durch ;). Die ist ja bald zum Glück weg.... ich gehe schon fast davon aus, dass alles besser wird, wenn die Türe erstmal raus ist ...

Gruß
Sascha



Risse im Kellerboden



Solche Risse kenne ich aus Kellern, wenn die Boden- bzw. Estrichplatten durch Druckwasser von unten beaufschlagt werden. Dann bilden sich diese typischen Diagonalrisse; ein Zeichen das sich die Platte mittig nach oben wölbt.
so ein Druck muß nicht durch Grund- oder Schichtenwasser entstehen, meistens finde ich als Ursache defekte oder verstopfte Grundleitungen, z.B. eine Dachentwässerung die unter dem Haus verläuft.

Viele Grüße



Leitungen dürften es auch nicht sein.



In diesem Raum geht das Abflussrohr vom darüber liegenden Bad in ca. 1m Höhe ab Boden durch die Wand nach draußen. In diesem Bereich ist nicht nass oder sonst irgendwie defekt.

Auch gibt es nur an einer Außeneckeecke dieses Raumes ein Fallrohr, welches außen in das o.g. Abwasserohr mündet. Auch dieses geht nicht bis unter den Kellerboden.

Die Hauptwasser-Zuleitungen sind in einem anderen Kellerraum, komplett auf der anderen Seite des Hauses und fallen somit auch als Fehlerquelle weg. Auch sie kommen in ca. 50cm Höhe aus der Wand. Unter dem Boden sollte soweit also nicht sein.

Hmmmmmm ... das dürfte es also auch nicht sein.

Gruß
Sascha



Grundwasser und Schichtenwasser ....



kann ich vermutlich auch ausschließen. Ich habe im Garten gut in gut 8m Entfernung 2-2,5 Meter unter dem Niveau des Kellerbodens eine Hangstützmeuer freischachten müssen, da diese in Stand gesetzt werden mußte.

Das Haus liegt wie gesagt an einem leichten Hang und ca 8m Luftlinie vom Keller entfernt war in 2-2,5Meter tiefe noch alles trocken bzw. aus bombenfestem Lehm. Wirkliche Feuchtigkeit in Form von Grundwasser etc. war hier nich zu finden.

Gruß
Sascha



Dann würde ich kein Rätselraten machen..



.... sondern den Beton raus und neu machen...
Dann kann man sich auch sicher sein das nichts unerwartetes kommt.


Mfg
Rene



Risse im Kellerboden



Es gibt noch eine weitere Möglichkeit.
Wenn der Boden nicht nach oben gekommen ist dann eventuell eine oder zwei Wände nach unten. Auch das habe ich schon erlebt.
Vernässung der Gründung durch falsch verlegte Dachentwässerung führte zum teilweisen Grundbruch.
Eine weitere kommt bei Ihnen wohl nicht in Frage: Schüsselung. Solche Aufwölbiungen bilden sich auch im Zuge der Betonerhärtung, wenn falsch nachbehandelt wird. Aber das fällt bei Ihnen weg.

Viele Grüße



....



Alle "vier" Wände im Raum zeigen allerdings nirgendwo Risse.
Das müßte ja bedeuten, dass sich der komplette Anbau gesetzt haben sollte und die Estrichplatte hochgedrückt hat.
Kann es sowas geben ? ....

Ich denke mal, da nirgendwo direkt Wasser im Spiel zu sein scheint, werden wir den Boden hoffentlich ohne größere Probleme auf- und wieder neu machen lassen können.

Ich hoffe mal, da geht nix schief ;)

Wie sollte ich den Neuaufbau bzw. die Instandsetzung dann am besten angehen? Der Raum ist wiegesagt nur ca. 8-9qm groß.

Gruß
Sascha



da



keiner zuverlässig den Untergrund kennt, erst mal ein kleinses Loch machen und dort etwa 40 cm tief graben. Dabei erkennt man , wie tief die anderen Wände gegründet sind und ob sich dort in den nächsten Tagen Wasser sammelt. Dies am besten im bereich des Risses, so kann vielleicht noch dessen Ursache erkundet werden. Und dann überlegen, welche Forderungen seitens der künftigen Nutzung an den Boden gestellte werden. (Dämmung, Gefälle - Abfluß, Tragfähigkeit, Bodenfeuchte)