Holzständerbau von 1930 empfehlenswert ?

19.02.2009



Hallo,

wir haben uns gestern ein in Holzständerbauweise gebautes Haus von 1930 besichtigt. Das Haus ist von außen verputzt(in den 50ern und in den 80ern wurde das Haus von außen neu verputzt - angeblich mit DDR Standart Putz? Kalk + Zement?)
Der Wandaufbau soll Putz, Schilf, Draht, Ständerwerk, Sauerkrautplatte und Putz sein.

Im Prinzip ist alles zu erneuern inkl. der etwa 30 Jahre alten Asbesteindeckung imoberen Bereich(Mansarddach).

Im Prinzip hat uns dieses Haus gut gefallen, jedoch würde mich mal interessieren wie alt diese Art von Häusern überhaupt werden können. Wie können die Schäden am Ständerwerk ohne abklopfen des Putzes erkannt werden?
Kann so ein Haus aufgrund des Alters und der erwarteten Propleme im Prinzip überhaupt empfohlen werden ?
Kann ein Sachverständiger 100% Feuchtigkeits/Schwammschäden ausschliessen?

Vielen Dank

Christian





Hallo,

ich glaube, daß das Haus seine beste Zeit hinter sich hat. Es wurde für schlechte Zeiten gebaut (1930), und es wundert mich, daß solche Immobilien immer noch Nachfrager finden.
Liegt es am Umfeld ?
Ein Sachverständiger wird Ihnen schon einiges sagen können.

Aber wenn alles zu erneuern und zu entsorgen ist, können Sie doch gleich neu bauen.

Grüße



Der zweite Blick



Für eine Aussage muss vor Ort gesehen und untersucht werden. Auch ohne die Wände zu obduzieren lassen sich dann Schlussfolgerungen zusammentragen, die im Zusammenspiel mit anderen, auch "soften" Faktoren sich in einer solch umfassenden Aussage wie Ablehnung oder Zustimmung würdigen lassen. Das sie solche Fragen vor dem Kauf beantwortet haben wollen, spricht schon für Sie. Viele lassen sich von Preis und Lage korrumpieren und landen mit den grossen Fragezeichen später hier im Forum...
Behalten Sie Ihr Tempo, Sie können auch mich gern kontaktieren.



Nachsatz 100%



Hatte ich vergessen: Eine Sicherheit von 100 Prozent ist natürlich von keinem Verständigen in der Frage von Schwammschäden eines Bestandhauses zu verlangen und zu erwarten.
Ich denke selbst nach Abtragen und Fraktionieren des Hauses zitterte noch die Hand beim Unterschreiben des Ausschlussgutachtens...