Lehm-Feinputz als Endoberfläche

25.11.2012



Hallo alle zusammen,

Ich möchte 2 Wände mit Lehmputz verputzen.
Meine Frage ist nun Kann ich Lehmfeinputz als endoberfläche lassen oder sollte noch ein Lehm-Farbputz darauf?
Es soll nachher natürlich aber nicht unfertig aussehen.
Zweite Frage wie ist die oberfläche von dem Feinputz später? schon glatt oder?
Und zu guter Letzt kann man was über die Farbe sagen? den manchmal sieht man Bilder bei denen der Lehm braun oder Grau aussieht bei anderen wider eher gelb orange.

Bitte helft mir, sorry für meine unwissenheit aber irgendwie muss man ja mal Anfangen

Danke schon mal für eure Antworten



Moin Sebastian,



ich bin zwar kein Lehmputzer, aber wir habens grad machen lassen:

- Kannst du als Oberfläche lassen oder später bei Nichtgefallen z.B. mit Lehmstreichputz oder -farbe anders gestalten.

- Die Putzoberfläche hängt von deiner Endbearbeitung ab.

- Putz' doch eine kleine Probefläche (Plattenrest) und halt das an deine Wand und guck' ob dir der Farbton und die Gewählte Oberflächenstruktur gefällt.

Gruss, Boris



Lehmputz



Moogeeenn,

ich würde mich meinem Vorschreiber anschließen.
Ich habe eine Wand mit Feinputz aus Viersen verputzt.
Die Oberfläche kannst Du wunderbar verdichten, wenn Du kurz
nach dem Aufbringen noch einmal mit einer Glättkelle drüber gehst.
Ob das in deinen Augen unfertig aussieht kann ich nicht sagen,
ich hätte es auch so lassen können, war aber zu dunkel für den Raum.
Hab dann noch ne Kalkfarbe drübergepinselt,
die kannst Du auch mit Pigmenten abtönen.
Lehmfarbe habe ich nicht genommen, da mir die alle zu
schmuddelig wirkten und den Raum auch nicht wirklich heller gemacht hätten.

freundlich grüßend
Daniel



Lehmputz pur



Lehmfein- bzw. Lehmoberputz besteht normalerweise aus einem Quarzsand-Lehm-Gemisch, das 2 bis 5 mm dick aufgetragen werden sollte.
Daneben gibt es aber auch Oberputz mit Stroh, sogenannten Struktur-Oberputz.

Nach der Trocknung absandende Oberflächen sollten abgefegt oder abgebürstet werden. Sichtig bleibende Flächen sind dabei mit Vorsicht zu behandeln, um durch zu hohen Anpressdruck und / oder zu harte Borsten entstehende Spuren zu vermeiden.


Naturfarbig belassene Lehmputze können bei Bedarf verfestigt werden. Allerdings kann dies zu einer Veränderung des Farbtones führen. Arbeitsproben sind insoweit dringend zu empfehlen.

Beispiele:
Kaliumwasserglas kann verdünnt zur festlegenden Tränkung verwendet werden.
Kieselsäureester können zur Putzfestigung eingesetzt werden; in Putzhohlräumen bildet sich Siliciumdioxid.

Achtung!
Die Auswirkungen von Verfestigungen können gravierend sein, da sie in der Regel vollflächig auf allen Wänden und / oder Decken aufgebracht werden und somit durch die unvermeidbare Ausgasung für die Schadstoffbelastung in der Raumluft bedeutsam sind.


Durch Wasserspritzer bzw. Berührungen mit nassen Händen auf unbehandelten Feinputzoberflächen entstandene dunkle Flecken lassen sich durch Abbürsten oder Abreiben mit einem trockenen feinporigen Schwamm spurlos beseitigen.

Quelle:
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/64-lehmputz-im-innenbereich



Oder alternativ direkt ein farbigen Lehmfeinputz verwenden der nicht mehr gestrichen werden muss.



Grüße