Isolation / Wärmedämmung Steinhaus

29.05.2005



Wir besitzen im Piemont ein Renovations Objekt das wir voraussichtlich im 2006 umbauen lassen werden (Totalsanierung für Dauerwohnsitz). Es ist ein kleineres ca. 100 jähriges Bruchstein Bauernhaus mit 40-60cm dicken Steinmauern. Daher suchen wir Informationen, speziell im Bereich Isolation eines Steinhauses (Wärmedämmung)

Kann jemand weiterhelfen ?

Freundliche Grüsse
Rolf Maier



Renovation



Hallo in die Schweiz
die dicken steinmauern würde ich nicht dämmen, nur mit geeigneten Materialien ausbessern und mir über geeignete Heizungen Gedanken machen: Wandheizung, Temperierung, Grundofen!!??
Oftmals ist schnell zu viel gemacht bei den alten Häusern und der Vorsatz gutes zu tun wird sich dann ins Gegenteil verkehren und man hat danach weniger als vorher.
Die Wände von zementären Produkten freihalten und mit Lehm und "reinen" Kalkputzen arbeiten!
Fesnter möglichts nicht ersetzen - eher "renoverien"!

Noch eine Frage zum Schluss: Wo im Piemont? Ich war in der Gegend um Cravanzana - südlich von Alba schon einige Male unterwegs.

Alles Gute weiterhin

Florian Kurz



Kalzium-Silikatplatten vs. Holzfaserdämmung



Hallo ich besitze auch ein Bruchsteinhaus und habe die gleiche frage.

Allerdings wurden in unserem Haus von dem Vorbesitzer schon neue Isolierfenster und eine neue Heizung (normale Heizkörper) eingebaut.

Ich würde gerne 2 bestimmte Wände bei mir außen dämmen. West und Nord bestehen von Innen nach Aussen aus 3cm Putz - 60cm Kalksandstein - 2 cm Putz. Es sollen also nur die bereits verputzten Seiten ausgeglichen und Gedämmt werden.
An die Südseite wurde ein Anbau gebaut, der die Sonne nimmt. Bei der Ostseite ist der Kalksandstein sichtbar und dass möchte ich auch erhalten.

Sind Kalzium-Silikatplatten (Mineralschaumplatten Mineraldämmplatten)eine Alternative zu Holzfaserdämmung?
Wo liegen die vor und Nachteile?



Von jeglicher Leichtstoff-Dämmung ist abzuraten.



1. In Wahrheit keine vernünftige Dämmwirkung, man verbraucht danach sogar mehr Energie.
2. Die Bude wird naß.
3. Massivdämmungen auf funktionierenden Wänden (Ausnahme: Ausbau Kaltdach) sind ebenalls Quatsch.

Weitere Detailinfo und ausführliche Belegführung und Begründung auf Links:


Dämmstoff dämmt nicht und bringt Schäden



Dämmstoff dämmt nie - die Praxis beweist es



Wärmedämmputz für Steinhaus



Zuerst einmal ein grosses "Dankeschön" an alle die sich an diesem Thema beteiligen. Hier ist noch ein Vorschlag den ich in den Raum stellen möchte: Von der Firma "Haga" www.haganatur.ch wird ein Wärmedämmputz für Innenwände angeboten. Dieser ist atmungsaktiv.
Werbung der Firma: "HAGATHERM, der einzige seit Jahrzehnten bewährte Wärmedämmputz mit derart hohem Isolierwert, Wärmeleitzahl = 0,054 W/mK. Je nach Mauerwerk wird schon bei 2 cm HAGATHERM-Auftragsstärke der K-Wert (Isolierwert) bis 50 % verbessert.Anwendung für alle Neu- und Altbauten, aussen und innen, als Vollwärmeschutz und zusätzliche integrierte Riss-Sanierung im Altbau."

--> Hat jemand Erfahrung mit diesem Produkt ?

Freundliche Grüsse
Rolf Maier



Was soll das sein, atmungsaktiv?



Eingebaute Lungenpumpe? Es ist - und Sie haben es so schön benannt - pure "Werbung". Wenn Sie mein Linkangebot genutzt hätten, wäre diese Frage uns erspart geblieben. Auch Dämmputze sind sinnloses Geldherausschmeiße. Nicht "seit Jahrzehnten", sondern seit Jahrhunderten wirklich bewährt sind nur reine Luftkalkmörtel. Die sind zwar nicht "atmungsaktiv", bringen Sie aber auch nicht zum Keuchen und asthmatischen Röcheln. Wenn Sie die schönen Zutaten der Dämmputze auf Nebenwirkungen und Risiken abklopfen, geht es Ihnen wie mit den typischen Medikamenten.

Nutzen Sie auch folgenden Link:


Geheimnisse rund um Putz und Mörtel



Isolation / Wärmedämmung Steinhaus



Sehr geehrter Herr Maier,

ich stimme nicht mit allen Punkten von Konrad überein. Das ist bezogen auf eine gezielte nachträgliche Dämmung auf Wandflächen wo kein bzw. nur sehr geringer Solareffekt erzielt werden kann. Das Problem hat aber Herr Fischer schon genannt. An einem funktionsfähigen Haus sollte man nicht herum bauen. Wichtig ist die Temperierung der Wandoberfläche innen.
Nun kann man hier im Forum nicht alle Details ansprechen. Ich möchte aber auf einige Beiträge Verweisen.
www.ib-rauch.de/bauphysik/daemmung.html Dämmen wir die Häuser oder die Dämmung? von mir in der Bauzeitung (Als Anregung gegen das Dämmstoffgeschäft.)
www.ib-rauch.de/bauphysik/energie.html Hier können Sie eine online-Berechnung des effektiven- und Transmissionswärmeverlustes an einer Außenwand vornehmen. Geben Sie einfach verschiedene Wandstärken und Baustoffe ein.
www.ib-rauch.de/bauphysik/waermsp.html Eingespeicherte Solarenergie bei einer Außenwand - praktische Versuchsdurchführung Das war ein Versuch, der noch einmal wiederholt wurde. Jedoch ist eine Messung sehr kompliziert und zeitaufwändig. Von der Sache eigentlich die Aufgabe des Fraunhofer Institutes, (welches aus öffentlichen Mitteln finanziert wird). Ergänzend wird dies noch von
www.ib-rauch.de/bauphysik/waerm_feucht.html Die Rolle der Feuchtigkeit in der Außenwand in Bezug auf den Wärmehaushalt eines Gebäudes. Hier wird deutlich, dass nicht nur der u-Wert allein eine Rolle für den Wärmehaushalt eines Gebäudes verantwortlich ist.

Mit freundlichen Grüßen



ja



machen Sie Ihr Haus nicht kaputt, lassen Sie die Dämmung sein.
Holen Sie sich auch sonst keinen Sondermüll (Kunststoffe, Schäume usw.) ins Haus (Fußboden, Küche, Ausbau), sondern versuchen Sie, den natürlichen Charakter von Ihrem Haus mit seiner Geschichte und seiner Umgebung zu bewahren. Es wird es Ihnen mit einem gesunden Klima danken.
Gutes Gelingen!



EnEV



Ich habe mehrer Risse in der Fassade. Ich dachte daran einen neuen Putz aufzubringen. Das sind doch dann arbeiten an der Fassade, bei denen ich die EnEv Werte einhalten muss.

Oder Zählt Verputzen nicht dazu?

Wer kontrolliert eigentlich, ob das Haus richtig nach EnEV gedämmt ist. Wie hoch ist die Strafe bei nicht beachten.



Um die EnEV einzuhalten,



müssen Sie §§ 16, 17 einhalten und wirtschaftlich Energie sparen. Das geht nicht mit Fassadendämmung. Deswegen nehmen Sie die Ausnahme/Befreiung in Anspruch! Es ist Ihr gutes Recht und ein Planer, der Sie hier wirtschaftlich und technisch falsch berät, macht sich regreßpflichtig (BGH-Urteil 1998).
Dipl.-Ing. Konrad Fischer
Architekt BYAK
verantw. Sachverständiger gem § 2 ZVEnEV



Zur Ordnungsstrafe bei Bauwerkserhaltung (EnVO)



Bei größeren Baumaßnahmen sollte man auf die Ausnahmegenehmigung von Konrad Fischer zurückgreifen. Bei kleinen Objekten, es ist immer abhängig von der Lage und Standort, wird immer eine Fassadenseite erneuert. Wenn die Herrn von der Baubehörde privat den zusätzlichen Aufwand, der über den der Erhaltungsmaßnahmen liegt, bezahlen, dann dürfen die sich gern beteiligen. Einfache Rechnung: Nutzungsdauer für ein Massivgebäude 80-100 Jahre. Außenputz hält in der Regel 60 Jahre. Also man muss zwischendurch den Außenputz sanieren. (Ob das Gebäude dann etwas länger steht, ist dann eine andere Frage.) Ich wüsste auch nicht, auf welcher Grundlage man den guten Willen zur Erhaltung eines Gebäudes bestrafen will. (Gut die Handlungsweise der Behörden ist nicht immer nachvollziehbar.) Bei möglicher Androhung einer Ordnungsstrafe kann man ja rechnen und eventuell den neuen Kalkputz (lässt sich besser entfernen) wieder abhacken, wenn das billiger ist. Zur Beweissicherung immer schön Fotos machen, damit man immer beweisen kann, dass man auf Anweisung der Behörden das Ortsbild verunstalten musste.



Hanf-Dämmwolle , hält Jahrhunderte, überall anwendbar



Für alle Einsatzbereiche im Haus kann Hanf-Dämmwolle von www.bauhanf.de verwendet werden. Der Dämmstoff wird gestopft(kinderleicht), kein Zuschnitt, keine Kältebrücken, keine Baustoffreste. Entsprechende Dämmstärken kann ich über eine U-Wert-Berechnung ermitteln. Konstruktions- und verarbeitungshinweise per e-mail info@bauhanf.de oder telefonisch unter 039862/64842 abfragen. Im übigen wird in Deutschland Hanf-Dämmwolle bis 31.12.2006 mit 25,00€/kbm gefördert .Jörg Wagner



Wenn es gefördert wird,



muß doch was Faul dran sein. Siehe Ökoenergie und unwirtschaftlichste (trotz Förderung) KfW-Pakete. Hanf ist gut für Mäusenester, aber doch nicht für Steinhäuser!



Fördern ist doch immer gut …



… das sieht man doch an der EG mit ihren Landwirtschaftssubventionen …
da kommt man bis heute ... denen, die sie bekommen hilft das - wenigstens finanziell …
allerdings werden die Fördermittel für Hanf, Flachs selten an Bauherren aus der Schweiz vergeben, die sich ein Haus in dem Piemont sanieren wollen ...
ein Tip:
Frage lesen!

der Grundtenor bleibt:
- keine Dämmung bitte
- Strahlungsheizung als Kachelofen / Hüllflächentemperierung / Wandheiz.
- kein Plastik, Zement etc.
- viel Holz, Kalk, Lehm

bauen Sie richtig, nachhaltig und gut

Viel Erfolg im Piemont!!

Vergessen Sie mir nicht den Maurizio zu grüßen - Danke!!

alles Gute

Florian Kurz



Mäuse im Hanf



Herr Fischer, Sie verwechseln Stroh mit Hanf.
Mäuse zerkleinern ihre Nestbaustoffe. Dafür ist selbst ihnen die Hanffaser zu reissfest. Es gab im letzten Jahr eine Versuchsreihe in der Hanffaserfabrik Prenzlau in der Mäusen die verschiedensten Dämmstoffe zum Nestbau angeboten wurden. Hanffasern aus der Dämmwolle wurden ausgerechnet nicht angenommen. Vor dem Nestbau innerhalb der Dämmung ist kein Dämmstoff sicher. Hier helfen nur konstruktive Lösungen.
Jörg Wagner, www.bauhanf.de



Zu Baustoffeigenschaften Isolation / Wärmedämmung Steinhaus



Ich habe extra auf meiner Website (www.ib-rauch.de) rechts unter Übersichten, Formelsammlung,... den Link Baustoffwerte (ökolog.) gesetzt. In dieser Liste kann man die wichtigsten Baustoffeigenschaften entnehmen. Es ist auch eine Suche über das Suchfeld Baustoffkennwerte möglich. Weitere Eigenschaften über Baulexikon oder direkt über die Beiträge. Danach kann man sich den geeignetsten Baustoff auswählen. Unklar was Hanf an einer Innenwand einer Natursteinwand sucht. Da gehören grundsätzlich mineralische Baustoffe!



Die konstruktive Lösung:



Keine nie funktionierende Dämmung aus U-wertigen Leichtbaustoffen, Schäumen und Gespinsten.