"Pufferspeicher" im Erdreich?

26.02.2008



Hallo zusammen.
Mir ist heute eine etwas abgefahrene Idee gekommen, und ich möchte gerne ein paar Meinungen dazu hören.
Ausgangslage: an unserem denkmalgeschützten Haus ist ein Anbau angebaut, der nicht unter Schutz steht. Der Boden dieses Anbaus besteht nach unserer Sanierung ab 50 cm unter Fußboden aus Lehm. In diesem Anbau ist ca. 20 cm unter Fußboden eine gewölbeartige Fäkaliengrube, die Maße weiß ich nicht aus dem Kopf, aber der Landwirt, der die Überreste abgesaugt hat, hat über 3.000 Liter im Güllefass gehabt, und die Grube war nicht ganz voll. Die Grube ist koplett geklinkert und mit irgendwas abgedichtet, läuft aber durch drückendes Grundwasser ja nach Höhe des Grundwassers nach und nach von alleine wieder voll, bis Oberkante. sie ist also nicht ganz dicht, aber es läuft nur rein, versickert aber nicht wieder, warum auch immer..
Könnten wir nicht mittels zweier Kollektoren auf dem Dach diese Grube als großen Pufferspeicher nutzen, der sich im Sommer aufheizt, und uns dann "in den Winter begleitet"? Oder mit diesem Wasser den Pufferspeicher der Wärmepumpe unterstützen?
Abdichtung der Grube sollte mit Teichfolie gehen, und wenn innen Wasser drin ist, kann von außen nichts mehr drücken.
Was meint Ihr, ist das Blödsinn, oder lohnt es sich, das mal weiter zu zu überlegen?
Danke und Grüße,
Mario Albrecht



Ohne Isolierung und nur zwischen 3000 und 5000 l?



Also ich bin jetzt nicht der Pufferspeicherprofi, aber generell sprechen aus meiner Sicht ein paar Dinge dagegen:
- wie willst du die Jauchegrube isolieren? Nur dicht bringt ja nix gegen den Wärmeverlust.
- ein Speicher, der Sommerliche Wärme speichern soll, muß wohl etwas größer sein.
Ein Liter Heizöl hat einen Energiegehalt von 10,8 kWh. Wenn ich mich nun nicht verechnet habe, entspricht das 38880 KJ. Wieder vorausgesetzt, das ich richtig rechne, braucht man um 5000l Wasser um ein Grad zu erhitzen 21000 KJ. Könntest du nun 5000l im Sommer auf 80° C erwärmen und irgendwie davon durch Benutzung 40° "abzapfen", entspricht das dem Energieinhalt von 21-22 l Heizöl (wieder vorausgesetzt, ich habe nix übersehen).
Also, ich glaube nicht, daß sich das wirklich lohnt...Damit fängt ja nicht mal ein Passivhaus wirklich was an...

Gruß Patrick.



Pufferspeicher



lohnen sich ab 20 m³ Rauminhalt unter der Voraussetzung, daß die Wärme sich nicht irgendwie verflüchtigt, am schlimmsten durch Grundwassertransporte.
Die Rechnungen von Patrick Neika zeigen, in welche Richtung es geht.

Grüße