Preussische Kappendecke dämmen/Trockenestrichplatten

31.08.2014



Hallo,
wir haben uns ein Bauernhaus (Backstein) aus 1910 gekauft und wollen gerade die neue Küche renovieren. Dabei haben wir beim Boden angefangen und da stecken wir noch immer fest.
Der Raum ist unterkellert und wir stehen dort direkt auf der Preussischen Kappendecke.
Nun wurde uns gesagt, wir sollen dort Isoself aufbringen, eine Folie drüber legen, dann Styropor und anschließend kommen die Trockenestrichplatten obendrauf verschraubt und verklebt.
Nun wollten wir heute damit beginnen, habe die Perlite dort ausgeschüttet, ein Stück glatt abgezogen und uns dann gefragt, wie wir bitte die Folie anschließend darauf Verlegen sollen, ohne die abgezogene Fläche wieder platt zu treten.
Ausserdem: ist der Aufbau des Bodens überhaupt sinnvoll in der Reihenfolge? Sollte nicht erst die Folie auf die Kappendecke?
Der Keller darunter ist nicht geheizt.

Für Tipps und Hinweise wären wir sehr dankbar!
Achso: einen Randdämmstreifen haben wir natürlich auch verlegt.



Kellerdecke



Was soll für ein Fußbodenbelag auf den Trockenestrich kommen?



Fußbodenbelag



Es soll ein Vinyl-Klicksystem aufgebracht werden, welches auf einer 1cm Korkplatte aufgeklebt ist. Wird also so verlegt wie Laminat.



Fußbodenaufbau



Besser wäre eine gebundene Schüttung.
Da Sie aber die Perlite schon haben sollten Sie sich peinlich genau an die Verlegeanleitung des Trockenestrichs halten. Vor allem an den Rändern bzw. der Tür und an Rohrdurchführungen darf kein Perlite auswandern. Auf die abgezogene Schüttung werden vor Kopf zuerst die Dämmplatten (trittfestes Styrodur am besten mit Nut-Feder und zweilagig mit versetzten Stößen) verlegt. Bei einlagigen, stumpf gestoßenen Platten kann man die Stöße mit Klebestreifen gegen Verrutschen bei der Montage sichern. Arbeiten Sie immer auf einer lastverteilenden Unterlage (OSB o.ä.) Darauf dann die Estrichelemente verlegen, darauf eine Folie als Abdichtung und darauf den Belag. Eine Abdichtung halte ich nicht unbedingt für erforderlich, sie schützt aber den Fußbodenaufbau vor Planschwasser von oben.