Platten, Trittschalldämmung, Dämmung, Platte, Fläche

02.03.2011



moin moin,
ich möchte im Dachgeschoss auf einer Holzbalkendecke als Boden Osbplattenverlegen. Diese sollen sowohl Untergrund als auch Lauffläche sein. Aus dem Forum habe ich nun gelesen, dass man OSB 4 nehmen soll, wegen der Ausdünstung.Soweit richtig? Als Stärke dachte ich 22 bzw 25mmm. Sparrenabstand ist unterschiedlich, zwischen 76 und 92 cm. 16 cm Steinwolle liegt schon drin. Jetzt lese ich hier im Forum von Trittschalldämmung. Geht das bei so einem bodenaufbau? Kommt die Trittschalldämmung dann zwischen Balken und OSB? Was würde man dann als Schalldämmung verwenden?

mfg,

chriss





Moin,

wenn Sie die OSB-Platten auch als Aussteifung der Balkenlage sehen, sie nimmt Horizontalkräfte aus den in Grenzen verschieblichen Balken auf, dann können Sie darunter keinen Schallschutz mehr unterbringen. Sie müssen ihn dann, es handelt sich im wesentlichen um Trittschallschutz, über den OSB-Platten unterbringen. Eine Lauffläche bräuchten Sie also extra. Es gibt Trockenestrichsysteme mit eingebautem Schallschutz oder Systeme von Gutex/Pavatex, die einen gewissen Trittschallschutz bieten.

Grüße vom Niederrhein



Dachboden



Was fehlt sind Angaben über die Nutzung des Bodens.
Bei einem Dachboden als Kaltraum brauchen Sie keine Trittschalldämmung.
Wenn Sie eine Lauffläche in Plattenbreite auslegen wollen ist OSB möglich. Wenn die gesamte Fläche belegt werden soll, dann nehmen Sie lieber Rauhspund.
Falls es ein Aufenthaltsraum innerhalb einer Nutzungseinheit werden soll, dann ist Trittschall zwar nicht vorgeschrieben und m.E. erforderlich, aber machbar.

Viele Grüße





Mal genaz abgesehen davon sollten Sie mal die Tauwasserproblematik beachten. Insbesondere dann, wenn der Dachboden kalt und unbewohnt bleiben soll. Rechnen Sie doch einfach mal mit http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/ durch und entscheiden Sie dann, welchen Aufbau Sie vornehmen wollen. Wichtig ist auf jeden Fall eine Dampfsperre/-bremse auf der warmen Seite der Decke (also zum Wohnraum hin). Die OSB-Platte ist zu dicht und ohne vorherige Bremse kondensiert das Wasser an der Unterseite der OSB.

MfG



Die 100%-ig ordentlich verlegte Dampfbremse im Altbau ...



... möchte ich mal sehen...

Solange ich die nicht sehen kann, würde ich auf der Kaltseite keine OSB auf die Dämmung legen - egal was da gerechnet wurde.

Dafür habe ich schon zu oft Feuchtigkeit unter den Platten feststellen müssen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Als Endfußboden würde ich OSB nicht empfehlen,



denn erstens sind die Platten recht glatt und nicht so richtig toll zu begehen, zweitens hat man selbst bei geschliffenen OSB-Platten häufig das Problem von kleinen Vertiefungen, in denen sich der Staub schön halten kann. Ich würde tatsächlich, je nach Nutzung, noch eine zusätzliche Schicht mit aufkaschierter Trittschalldämmung empfehlen. Sollte der Dachraum als Wohnung genutzt werden, würde ich hier Kork empfehlen, der ist fußwarm und wohnlich. Eine weitere Variante wären tatsächlich die von Frank vorgeschlagenen Holzdielen. Wir haben erst in der letzten Woche 40 mm starke Fichtedielen verlegt. Die sind zwar deutlich teurer als OSB-Platten, sehen dafür aber wirklich gut aus. Diese Dielen bitte einige Tage unter den Wärme- und Feuchtigkeitsbedingungen lagern, wie sie später im verlegten Zustand auch herrschen, sonst entstehen zwischen den Dielen durch Schwund deutliche Fugen.
Ich würde an Ihrer Stelle auch eine Dampfbremse mit variablen Sd-Wert unterhalb der Steinwolledämmung anbringen, d.h. Steinwolle raus, z.B. Isover Duplex rein, ordentlich an Wänden und Durchbrüchen verkleben und dann die Steinwolle wieder einbringen. Danach erst mit dem eigentlichen Bodenbelag beginnen.
Falls Sie sich doch für OSB entscheiden sollten, dann bitte die 25 mm Platte nehmen. Meistens werden die Deckenbalken noch ausgeglichen und dabei sind die Aufdopplungen nicht so breit wie die Balken selbst, d.h. Ihr lichtes Maß zwischen den Deckenbalken erhöht sich noch zusätzlich. 92 cm sind zwar im Altbau keine Seltenheit, aber doch schon ne ganz schöne Spannweite für einen Bodenbelag, v.a., wenn man noch mit zusätzlichen Verkehrslasten rechnen muß.



Der Unterschied



zwischen OSB-3 und OSB-4 besteht nur in der Tragfähigkeit und somit auch im Preis.
Mein Fußbodenaufbau würde wie folgt aussehen:
Dielung aus 25 mm rauhen Brettern.
Darüber eine Trittschalldämmung aus Holz-Weichfaserplatten.
Darauf eventuell OSB-3 Verlegeplatten 15 mm.

Viele Grüße





Herr Dominik und Herr Böttcher sehen das Problem richtig.Bleibt es ein Kaltboden dann kann ich keine OSB-Platte verlegen,da die OSB-Platte als Dampfbremse zählt(gehört in diesem Fall zur warmen Seite).Hier wäre Rauhspund die richtige Wahl,sonst bekomme ich ein Problem unter den OSB-Platten(Schimmelbildung).Isofloc,Steico,Pavatex es gibt genug Möglichkeiten und Berechnungen die im Detail funktionieren!Im übrigen achtet man heute darauf das alles diffusionsoffen aufgebaut wird,Nachweise gibt es genügend über E-U-Z.de