Platte, innen, Dämmung, dämmt, außen

12.11.2006


hallo zusammen,

ich saniere eine 300 jahre alte scheune. da mir die grundfläche zu klein war habe ich mir von einer zimmermannsfirma eine Anbau aus Fachwerk bauen lassen.
der anbau besteht aus 15er Balken und er ist ca 65 qm groß. es gibt 2 große Fenster und eine Eingangstür an der wetter seite. so nun zu meiner frage:wie soll ich die außendemmänung gestalten? ich wollte eine Konterlattung aufbringen, darauf Unterspannbahn und darauf lerche deckelschalung. macht das sinn?



Da fehlt noch die Dämmung!



Mit Unterspannbahn und Lärchenbrettern ist noch nichts gedämmt. Gut wäre z.B. eine Holzweichfaserplatte von Doser, der Udo vom LehmHandWerk informiert Dich da gern.

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Grüße

Thomas W. Böhme





hallo thomas,

danke für die schnelle antwort.
ich dachte ich habe mich angemeldet, aber irgendwie habe ich was vermasselt.
also ich soll noch eine dammung aufbringen, dass habe ich soweit verstanden.
jetzt habe ich mich mit den ausfachen der felder mal beschäftigt.
ich bin zu dem schluss gekommen, meiner 15er balken mit einer Mineralwolle auszukleinen und innen eine fermacelplatte in die fächer zu schrauben. dadaurch bringe ich keine nässe in das fachwerk und ich bekomme einen besseren k wert als mit Lehm oder portonsteinen.
ist meine überlegung richtig?



Tu's nicht...



... wenn Dir aus irgendwelchen Gründen Wasser in die Wolle kommt (Schlagregen, Kondenswasser...) wird das nur sehr schwer wieder trocken und führt zu Schäden am Holz. Im Forum finden sich viele gute Gründe von Dämmspezialisten, warum Mineralwolle nicht gut ist. Rein rechnerisch hast Du hinsichtlich des K-Wertes recht, aber nur, solange nichts schief geht. Nasse Wolle dämmt nicht und transportiert Nässe auch kaum weiter.

Ferner ist die Masse in der Ausfachung wichtig für ein gutes Klima z.B. im Sommer, um Wärme draußen zu lassen, für die Feuchtigkeitsregulierung etc. Lehm pur dämmt nicht sonderlich gut, aber Leichtlehmprodukte um so besser (z.B. www.Haacke-cellco.de). Innen dann ein Lehmputz statt Platte (gibt es auch in vielen Farbtönen und spart das Pinseln). Wichtig für eine gute Ausfachung sind Materialien die die Feuchtigkeit transportieren können. Da schneidet wohl auch Poroton nicht so gut ab.

Blätter mal ein bisschen im Forum, da sollte eigentlich alles schon zu finden sein.

Grüße

Thomas W. Böhme



Wandaufbau



(An dieser Stelle würde der Poroton wohl keine Schwierigkeiten machen.)
Ich schlage vor, dass die Gefache mit Lehmsteinen ausgemauert und von innen verputzt werden. Von außen eine Dampfbremse aufbringen (Luftdichtigkeit). Dann z.B. Holzweichfaserplatten als Dämmung (preiswerter: Kanthölzer mit Zellulosedämmung) außen eine Latex-vergütete Holzweichfaserplatte, Konterlattung Lattung Schalung. Dämmstoffstärke gem EnEV-Nachweis.




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