Dachboden mit Perlite dämmen?

14.02.2013



Hallo, ich bewohne eine altes Fachwerkhaus und möchte den Dachboden dämmen. Das Dach wurde im letzten Jahr erneuert allerings ohne Dämmmaßnahmen. Es handelt sich also um ein Kaltdach mit einem kalten Dachboden. Der Dachboden ist ca.120 qm groß und darunter befindet sich beheizter Wohnraum. Der aktuelle Aufbau ist unterschiedlich. Einmal kommt (von unten nach oben) erst der Putz an Brettern welche an die Sparren geschraubt/genagelt wurden,zwischen den Sparren ist im Augenblick lediglich Dreck und auf den Sparren wiederum wurden Bretter/Dielen genagelt. Ich möchte nun die alten zum Teil morschen Dielen und den Dreck zwischen den Sparren entfernen. Würde dann zwischen die Sparren das Knauf Perlite Isoself (ca.90kg/m3) schütten und darauf dann wieder Rauhspund. Wäre der Aufbau hier so in Ordnung? Einige haben mir nahe gelegt eine diffusionsoffene Folie über Balken und untere Bretter zu legen. Welchen genau Zweck erfüllt diese und ist es notwendig? Ist das von mir erwähnte Perlite genügend diffusionsoffen (=>3) und das Richtige? Preis spielt hier auch eine Rolle denn Thermofill kostet das doppelte. Der andere Teil des Dachbodens besteht aus recht stabilen Lehmgefache an welches von unten geputzt wurde. Wenn genügend Platz ist, würde ich das Perlite auf das Gefache schütten, wenn nicht genügend Platz ist, würde ich die Sparren ca.5cm (mit z.b.Dachlatten oder KVH) Aufdoppeln um Platz für das Perlite zu schaffen. Das Gefache kann ich nicht rausnehmen da darunter die Renovierungen abgeschlossen sind. Wäre schön wenn ich mir meine Fragen beantworten könntet. Hier nochmal kurz und knapp:
- Knauf Perlite Isoself - die richtige Wahl auch in Bezug auf Preis?
- ist gewähltes Produkt also ausreichend diffusionsoffen?
- Welchen Zweck hat die Dampfbremse unter der Schüttung?
- Ist der gewählte Aufbau generell bei beiden Böden so
in Ordnung?

Vielen Dank und Grüße



Ist ja anscheinend ziemlich komplex ...



... das Vorhaben und insoweit hier im Forum mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht abzuarbeiten.

Meines Erachtens sollte insbesondere auch das nicht unberücksichtigt bleiben, was sich darüber, d. h. im kalten Dachraum abspielt.
Näheres hierzu findet sich im Übrigen auf unserer Website unter dem Titel "Dämmung oberster Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume" unter der Rubrik "Bauberatung".

i. V.

Dirk Meisinger



Moin Rene,



preislich wäre Zellulose (z.B. Climacell/Isoflock) noch im Rennen - ist aber nicht feuerfest.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle einen möglichst homogenen, zeitgemässen Dämmaufbau anstreben. 5cm sind eher Kosmetik.

Problem ist bei den Ecken zwischen "stark gedämmt" und "ungedämmt/schwach gedämmt":

Wo genau sich da der neue Taupunkt befindet und dir evtl. die Balken über die Jahrzehnte wegfaulen, lässt sich kaum berechnen. Das gilt besonders für die Hausecken und die Übergänge zur (ungedämmten?) Aussenwand.

Gruss, Boris

Gruss, Boris