Passende Dämmlösung für Dach gesucht

07.02.2020 Theo89



Hallo, mein Name ist Mathias.
Ich besitze zwar kein Fachwerkhaus, aber ich denke, hier im Forum sind viele Experten, was das dämmen eines Daches angeht.
Mein Haus ist aus den 50er Jahren und ist bis unter des Dach ausgebaut. Genutzt wird jedoch momentan nur das EG und das 1.OG, was jedoch auch schon Dachschräge hat. Im 1.OG sind die Dachschrägen mit Heraklith-Platten verkleidet und mit weißer (Glas)-wolle "gedämmt". Im DG sind die Schrägen mit 3cm Styroporplatten in Verbindung mit Gipskartonplatten verkleidet. Zwischen den Sparren befindet sich dann nichts mehr, da kommen dann nur noch direkt die Dachziegeln.Sparrenhöhe sind ca. 10cm, Abstand der Sparren beträgt 550mm. Da ich das DG jedoch gerne nutzen möchte, muss es natürlich richtig gedämmt werden.
Meine Überlegung wäre, da die Dacheindeckung sowieso neu gemacht werden soll (keine Unterspannbahn vorhanden), eine Aufsparrendämmung machen zu lassen. So etwas wird gerade auch in der näheren Nachbarschaft mit einer Bauder-Dämmung gemacht.
Was haltet ihr denn davon, oder wie könnte man das ganze eventuell besser aufbauen? Ich hab hier mal den original Plan des Hauses mit angehängt.



Dachdämmung ohne PUR/PIR



Solche Materialien würde ich nicht verwenden, da sehr schlechter Schallschutz, geringer Hitzeschutz, Undichtigkeiten und Wärmebrücken im Randbereich, Entsorgung teuer bzw ungeklärt, zu inflexibel, keine Dampfdurchlässigkeit etc.
Der fast einzige Vorteil ist der gute Lambda-Wert, der sich allerdings im Laufe der Zeit verschlechtert.

Diese Nachteile haben Holzfaserunterdachplatten, Zelluloseeinblasdämmung, Holzfaserdämmplatten und Hanfdämmungen nicht.

Ob Aufdachdämmung gestalterisch eine gute Lösung sind müßte ermittelt werden-
auf jeden Fall verändert es die Dachstärke und die Ortgangverkleidungen erheblich.

Zumindest dünnere Unterdachplatten aus zugelassenen Holzfaserplatten verwenden.

Innen könnten unterseitig auf die Heraklithplatten, Lehmbauplatten oder Holzfaserplatten zB mit Lehmputz oder Gipsfaserplattenverkleidungen montiert werden, was bessere Dämmung und besseren Hitzeschutz gewährleistet.

Wenn Randbereiche und Durchdringungen abgedichtet sind könnten Dampbremsen entfallen oder auf den Heraklithplatten verlegt werden.



Vielen Dank



Vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort.
Das mit den PU-Platten schließ ich schonmal aus, da diese nicht wirklich diffusionsoffen sind, und ich weiß, aus welchen Produkten diese hergestellt werden.
Unterdeckplatten aus Holzfaser find ich super, sind diffusionsoffen und regendicht. Nur wie sieht es da mit dem Gewicht aus, würden das die dünnen Sparren überhaupt tragen können?
Die Heraklith-Platten würde ich komplett entfernen und dann auch durch Holzfaserplatten oder ähnlichem ersetzen. Nur was mach ich denn dann zwischen den Sparren, muss ja den U-Wert von 0,24 mindestens erreichen.
Bin Dankbar für jede Idee oder jeden Tipp, worauf ich achten muss. Es ist echt nicht leicht, bei dem Thema den Überblick zu behalten bzw. die passende Lösung zu finden.



Dach dämmen



Du könntest mit Aufdach- Unterdachdämmplatten und Sparrenvolldämmung jeden gewünschten Dämmwert erreichen.
Wenn die Sparren unterdimensioniert sind entweder Sparrenexpander verwenden oder Bohlen seitlich an die Sparren schrauben zur Verstärkung und zum gleichzeitigem Ausrichten.