Sperrschicht bei zugemauerter Kaminöffnung?

21.10.2012 Anonymus



Hallo,

wir haben ein paar Kaminöffnungen zuzumauern, weil nicht mehr alle der alten Öfen betrieben werden sollen.
Lt. Schornsteinfeger ist mit dem Kamin ansonsten technisch alles in Ordnung.
Leider sind rund um die alten Ofenrohr-Eintrittsöffnungen stark verrußte (oder versottete?) Stellen, die durch den neu aufgetragenen Kalkputz dringen und außen für braune Flecken sorgen. Der alte Putz und Mörtel war zuvor entfernt und die Öffnung weitestmöglichst gesäubert worden, allerdings haben wir keine der alten Mauersteine rundherum entfernt.

Gibt es eine Möglichkeit, dieses "Durchsuppen" auszusperren, bzw. wie sollen wir am besten vorgehen.

Danke für Eure Antworten



Versottungen ...



bedürfen in der Regel einer besonderen Behandlung bzw. Sanierung. Mit kosmetischen Maßnahmen allein ist ihnen nicht nachhaltig beizukommen.

Es gibt mehrere Verfahren zur Sanierung; vom tiefen Griff in die Bauchemiekiste bis hin zur "naturnahen" Methode.
Es kann sich also jede(r), je nach Mentalität ein Verfahren wählen. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass sie absperrend wirken.
Sollte das Mauerwerk des Kamins hingegen durch Gipstreiben bereits zu stark geschädigt, u. U. sogar die Standfestigkeit beeinträchtigt sein, kommt man um eine grundhafte Sanierung bzw. Erneuerung des Kamins nicht herum.

Wer möchte, erfährt hierzu mehr auf unserer Website unter:
http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/71-versotteter-schornstein-ursachen-abhilfe-instandsetzen-sanieren-erneuern



das



handwerkliche Problem ist ja, daß die Fuge des Verschlußsteines nur schwer vollstängig auf der Innenseite geschlossen werden kann, da der Mörel nach innen fällt.Diese undichte Fuge isr dann Ursache, daß sich die Ablagerungen bis zum Außenputz abzeichnen können.
Man kann sich helfen, indem man eine Schalung im Kamin einbaut, die die alte Öffnung nach innen abstellt, dann vollfugig zumauert, um dann die Schalung mittels einer vorher vorbereiteten Technik (Draht, Seil) über die Schornsteinöffnung wieder entfernt. Gehört etwas Geschick und Ideenreichtum dazu.
Auch das Abstemmen der alten Ziegel rund um die Öffnung um wieder "rot" zu sehen, kann eine Verbesserung bringen, Nur Reinigung hilft da oftmals nicht.





Hallo,

vor allem sollte für eine vernünftige Innenbelüftung des Kamin gesorgt werden, dergestalt, dass ständig ein hydrostatischer Auftrieb vorhanden bleibt. Kondensat an Kamininnenwänden sollte dabei verhindert werden.
Auf keinen Fall Zuluft aus einem warmen Raum, besser über den Keller !

Grüße



Eine Kamin-Innenbelüftung ...



... halte ich für riskant, denn Fremdluft kann ein Grund für die Kondensatbildung und in der Folge die Versottung sein, weil die Rauchgase selbst bei sachgemäßer Feuerung und passendem Schornsteinquerschnitt im Schornstein zu weit herunterkühlen. - Gerade, wenn kalte Kellerluft angesaugt wird!
Außerdem wird das Entwickeln bzw. Entstehen des erforderlichen Zuges erschwert oder sogar verhindert.


in Vertretung

Dirk Meisinger



Weiterhin...



wirkt Schelllack absperrend, in 10%iger Lösung in Spiritus anzuwenden, ggf. mehrfach.

Grüße

Thomas



Der Kamin…



… ist ansonsten okay, also nicht versottet. Es betrifft nur die Öffnungen. Die chaotischen Vorbesitzer haben die Ofenrohre nur mehr oder weniger in die Richtung der Öffnung gebracht und irgendwie mit der Blechabdeckung halbwegs dicht gekriegt, von daher ist es ein lokales Problem. Man sieht jetzt durch den Putz genau die Umrandung der Öffnung.

Danke für die Tipps, wir werden die Öffnungen etwas vergrößern, alles Geschwärzte entfernen und dann noch einmal neu machen, ggf. vor dem Oberputz mit Schellack absperren.

Zum Nutzerverhalten können wir gar nicht viel sagen, außer dass die Vorbesitzer das Haus ausschließlich mit alten Kaminöfen beheizt haben, und dass diese gut gezogen haben, wie wir bei mehreren Besuchen im Winter feststellen konnten.

Auch unser Schornsteinfeger fand am Kamin nichts auszusetzen. Hydrostatischer Auftrieb? Kamin-Innenbelüftung?
Keine Ahnung. Das Einzige, was ich noch gerne machen würde, ist eine Schornstein-Abdeckung gegen Regen, aber selbst das hielt der Schornsteinfeger nicht für unbedingt notwendig.



Sott am ex-Ofenloch



Meine Erfahrung spricht für Regenschutz, nicht absolut Luftdicht,aber gegen fallende Feuchtigkeit und Laub etc.Ich habe schon Vögel gesehen die sich leere Schornsteine zum Nestbau nutzten. Unten herum großflächig spiritus verdünnbare Isolierfarbe ( AquaEx )streichen, ev.wegen der Schichtdicke 2x beschichten. Ist darnach mit allem weiter zu bearbeiten.