Neuaufbau Blindboden bzw. Einschubdecke

14.04.2014 kitcat81



Hallo,

es geht um die Geschoßdecke zum Dachboden. Der Vorbesitzer hat leider die Decke rausgerissen wegen einem Wasserschaden.
Ich möchte die Decke wieder instand setzen und einen Blindboden einziehen auf dem ich eine 8cm Lehmschüttung aufbringe.
Der lichte Balkenabstand beträgt 80cm. Dazu möchte ich die Schalungsbretter von unten an die Balken schrauben.
Die Rohlehmischung ist mit 1600kg/m3 angegeben. Reichen da 25mm Schalungsbretter?
Wenn die Geschoßdecke noch gedämmt werden soll, ist es besser die Dämmung unter den Rohlehm zu bringen, oder auf dem Rohlehm aufzubringen? dämmen wollte ich mit einer Holzfaserdämmplatte.
Oder ist es sinnvoller statt dem Rohlehm eine Blähschiefer - Lehmschüttung zu nehmen?

Vielen Dank für die Unterstützung bei meinem Vorhaben.



Bretter von unten zieht es raus.



Seitlich an die Balken Dachlatten dran. Entweder nageln oder schrauben. Darauf die Bretter legen, 25mm reichen, darauf den Rieselschutz und dann deine Schüttung.
Wenn du aber den Dachboden gar nicht ausbauen möchtest, dann reicht eine Wärmedämmung (am besten Holzfaser) vollkommen aus. Die Masse vom Lehm ist nur für den Trittschall notwendig.



Ich würde



bei einer Lehmdecke auch die Bretter auf seitlich an die Deckenbalken genagelte Latten setzen. Da hat Fabig recht.
Ich hatte mal einen Kunden, seines Zeichens Restaurator, der hat die Brettchen von unten gegen die Latten geschraubt.Ich würd's nicht auf meine Kappe nehmen.
Aber Fabig hat nochmal recht! Zum Dachraum ist Wärme-Dämmung wohl wichtiger als Schalldämmung. Deshalb ist Lehm in diesem Fall nicht die optimale Lösung. Selbst eine Leichtlehmmischung bringt nicht so gute Wärmedämmung wie ein leichtes Dämmmaterial.
Mein Vorschlag wäre allerdings: Cellulosedämmung. Als Schüttung oder in Plattenform(z.B: Homatherm)
Und in diesem Fall können die Bretter auch von unten an die Deckenbalken geschraubt oder genagelt werden.
25er reichen aus. Wenn die Deckenbalken, was bei Kiefernbalken oft vorkommt, im Splint von Anobien zernagt sind: Etwas längere Verbindungsmittel nehmen. z.B: anstatt 65er Nägel: 80er oder 90er.Und : Verzinkte Nägel halten besser als blanke.
Ralph schneidewind



Vielen Dank



für die schnellen und konstruktiven Antworten.

Nein, der Dachboden soll nicht ausgebaut werden.
Der Dachboden hat insgesammt eine Fläche von 70m2.
Von dem Boden bzw. Decke sind 12m2 vom Vorbesitzer "zerstört" worden.
Diese 12m2 muss ich jetzt wieder zu bekommen. Der Rest des Dachbodens bzw. der Decke besteht aus Wickelhölzern.
Neue Wickelhölzer sind preislich leider nicht drin.
Daher die Idee mit dem Einschubboden und Lehm.
Das mit den seitlichen Dachlatten habe ich verstanden.
Ich habe nur ein Problem damit, dass die Balken rund sind und die Latten relativ mittig vom Balken angebracht werden müssen. Wenn ich dann die 8cm Schüttung auf bringe komme ich über die Oberkannte der Balken.

Das mit dem Trittschall und Dämmung habe ich auch verstanden. Wenn ich nur zwischen die Balken Dämmung einbringe, wie erreiche ich dann eine gewissse Luftdichtigkeit? Eine Dampfsperre ist für mich zu Fehlerbehaftet.
Die Lehmschüttung sollte nicht unbedingt für den Trittschall dienen, sondern auch dazu dienen, dass die Decke verschlossen wird bzw. es halt nicht mehr "durch zieht".

Unter die Einschubdecke sollte mit Metallprofilen eine Gipskartondecke abgehängt werden.



Die Gipskartondecke



willst du doch nicht mit Löchern versehen? Damit sollte dann die Winddichtheit hergestellt sein.
Eine Wärmedämmung müsst sinnvollerweise oberhalb der Schüttung erfolgen. Sonst holst du dir den Taupunkt in die Decke. Besser ist es die Schüttung wegzulassen und nur die Wärmedämmung zu machen.