Natursteinwand Lehm gemauert neigt sich




Liebe Community,
ich bin schon seit einigen Jahren Leser dieses Forums, dies ist aber meine erste Frage.

Wir haben eine Natursteinscheune, die in Lehm gemauert und an den L?ngsseiten ca. 6m hoch und ca. 16m lang ist. Die Mauerwerksst?rke betr?gt ca. 0,5m.
L?ngs zum Giebel befindet sich auf der einen Seite eine halb in den Boden eingelassene Gew?lbetonne.
2013 stand diese Scheune f?r ca. 14 Tage bis zu 1,5m im Hochwasser.
In der Folge des Hochwassers neigt sich nun eine der L?ngsw?nde leicht nach au?en. Der Spalt an der einen Giebelseite (siehe Foto) beginnt oben mit ca. 5cm und endet unten im Gew?lbekeller als Riss. An der anderen Giebelseite gab es an der gleichen L?ngswand auch Bewegungen. Diese ?u?ern sich jedoch nur in kleinen Rissen.

Bisher habe ich nur Sanierungsvorschl?ge dahingehend erhalten, die Wand vollst?ndig abzurei?en und eine neue Wand (neu gegr?ndet) zu errichten (Aufwand ca. 85 TEUR). W?nde dieser Bauart k?nne man nicht retten.

Nun meine Frage:
Gibt es Ideen oder Erfahrungen, eine solche Wand auch auf anderem Wege zu retten/ert?chtigen? Ich w?rde einen erhalten Altbau einem Neubau vorziehen. Er sollte nur stabil genug sein, dauerhaft und gefahrlos das Geb?ude weiter nutzen zu k?nnen. Weitere Hochwasser sollten das Geb?ude zuk?nftig nicht mehr treffen, es soll irgendwann einen Deich geben. Sprich die Extrembelastung aus 2013 wiederholt sich voraussichtlich nicht.

Hier meine Ideen als Baulaie:
- Setzen von 1 oder 2 St?tzpfeilern von au?en dagegen (habe ich an Burgen, Stadtmauern etc. gesehen, k?nnten wir gut mit leben)
- das Fundament mit Beton ert?chtigen
- die Wand neu verfugen (mit einem "weichen" Kalkm?rtel), um die Festigkeit der Wand zu erh?hen und damit ggf. etwaige St?tzma?nahmen zu unterst?tzen
- die Wand am Giebel verankern (wenn ja, wie?)



Wie sieht es



denn mit der Dachkonstruktion aus, ist die Balkenlage mit dem Mauerwerk verbunden?
Weitere Fotos wären hilfreich.

Grüsse, Gerhard



Eure Scheune erhalten



Lieber Holger,
auch weiterhin habe ich zahlreiche Kontakte seit meinem (bundesweiten) Engagement in der IG Bauernhaus e.V. Mit welchen Planern und Baufachleuten aus der Region hast Du zwischenzeitlich gesprochen. ? Wären Dir noch weitere Meinungen hilfreich. ?
Ich kenne jetzt die konkrete Situation nicht. Ein Paar vorgesetzte Stützpfeiler und Anker halte ich auch für eine hilfreiche Lösung zur Stabilisierung.

Herzliche Grüße
Dietmar



Welch Zufall!



Exakt 85T€ (renommierter Baubetrieb und Architekt) sollte auch die Sanierung eines Stallgewölbes in meinem Hof kosten, dessen einer Pfeiler sich Richtung Jauchengrube neigte. Einschl. Kartierung, Totalab - und wiederaufbau.

Tatsächliche Sanierungskosten fielen dann in Höhe von rund 5T€ an: Ertüchtigung Pfeilerfundament, Gewölbe von oben freilegen, Steine hochdrücken, Fugen von oben ausmörteln.

Sowas passiert, wenn man einen erfahrenen Praktiker in's Boot holt. Seit 10 Jahren steht das Gewölbe nun rissfrei und unbeweglich...

Gutes Gelingen

Thomas