Natursteinsockel verputzen

15.05.2017 Lx1991



Hallo, ich habe zwar kein Fachwerkhaus aber ich denke ich bin hier gut aufgehoben.

Es handelt sich um um Freistehendes selbsttragendes Stampflehmhaus komplett unterkellert mit Bruchsteinsockel. Der Vorbesitzer hat die Fassade von außen gedämmt und mit riemchen versehen.

Nun zu meiner Frage:
Der Teils freilegende Bruchsteinsockel soll (bzw muss) verputzt werden. Mit welchen Putz erreicht man das beste Ergebnis.
Sockel grenzt großteils direkt an Pflasterflächen. Eine Abdichtung zum Erdreich besteht nicht. Haus steht in Hanglage. Keller ist für einen Bruchsteinsockel relativ trocken

Welchen Putz sollte man verwenden Kalk / Kalkzement / Sanier oder gar Zementputz?

Schon mal besten Dank für Tipps und Meinungen



Es gibt hier mehrere Dinge



zu beachten. Traditionelle war es schon immer wichtig, dass das Stampflehmhaus trocknen Füße und einen großen Dachüberstand hatte.

Warum soll/ muss der Sockel geputzt werden?

Grüße aus Koblenz
Gerd



Sockel



Verputzt werden soll der Sockel da er sehr ungleichmäßig ist. Kellerfenster geklinkert und die Steine sehr klein und teils brüchig sind.

Haus ist ca von 1750



Können Sie



bitte mal ein paar Bilder einstellen.

MfG
C. Heise



Foto



Hier mal ein Foto vom Sockel.

Sockel war schon mal verputzt (originalputz?)
War wohl irgendwas auf Kalkbasis



Sockel putzen



Zuerst lockere Steine ausbauen,
größere Fehlstellen und lose Steine auszwicken (ausmauern),
dann Unebenheiten mit einem Vor- bzw. Ausgleichsmörtel NM 5 auswerfen, abgleichen,
Unterputz PII CSII aufbringen,
Oberputz PII CS II aufbringen.
Putz- und Mauermörtel entsprechen einem Kalkzement- bzw. hydraulischem Kalkmörtel.



Putz



Kalkzementputz dichtet mir den Sockel doch wieder so ab das er die aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr abgeben kann.

Oder stehe ich jetzt aufn Schlauch?



Sockelputz



Das ist schon ein Feuerwehrschlauch auf dem Sie stehen.
Kapillare Bodenfeuchte spielt bei Vollziegeln ("Backsteinen") eine gewisse Rolle, nicht bei Natursteinen die viel geringere Porenräume bzw. Kapillarporen haben.
Der Hauptwassereintrag erfolgt von der Seite im Spritzwasserbereich oder von oben wenn der Sockel etwas vorspringt. Um Spritzwasser abzuhalten muß das Sockelputzsystem wasserabweisend, mindestens wasserhemmend und natürlich frostsicher sein.
Der von mir vorgeschlagene Aufbau erfüllt diese Voraussetzungen.
Vorsicht bei versiegelnden Anstrichen und Hydrophobierungen auf dem Putz!
Da können Sie sich mit diffusionsoffenen Anstrichsystemen austoben.