muffiger Geruch im Holzhaus mit Ammoniak/Urinnote

21.10.2019 der Däne


muffiger Geruch im Holzhaus mit Ammoniak/Urinnote

Wir besitzen ein dänisches Blockbohlenhaus an der Nordseeküste. Das Haus ist Baujahr `84 und ist ein mit Blockbohlen verkleideter Holzrahmenbau auf Bodenplatte mit Kaltdach. Isolierung in den Gefachen und auf der Decke mit Mineralwolle. Der Boden ist mit isolierter Balkenlage (ebenfalls Mineralwolle) darüber eine Spanplatte und dann mit Nadelholzdielen belegt. Zur Geruchsbildung kommt es in der Regel bei kühlerer feuchter Witterung in den weitgehend unbeheizten Schlafräumen mit Nordausrichtung. Auch wenn es schwierig zu beurteilen ist scheint der Geruchsursprung in den Außenecken zu liegen. Beheizung und der Einsatz eines Luftentfeuchters lösen bzw minimieren das Problem. Im Sommer verschwindet es gänzlich.
Hat jemand eine Idee bezüglich der Ursache? Ich habe exemplarisch ein Bild eines Schlafraumes hochgeladen. Danke



Könnte ein Marder sein....



vielleicht zwischen den Unterböden? Oft hausen dort Ratten, Mäuse, Marder, Waschbären.....



Tiere eher unwahrscheinlich, oder?



Da es in mehrern Räumen ist, und vermutlich aus dem Fußboden under der unteren Außenwand kommt, glaube ich nicht unbedingt an Tiere, da diese durch die Konstruktion ja eigentlich nur zwischen zwei Balken "wohnen" könnten und da ja nicht weiter kommen können. Einen Eingang kann ich auch nicht ausmachen, drei noch weniger. Ich vermute, dass sich durch Feuchtigkeit bzw Kondensation irgenein Geruch bildet (feuchte Dämmung oder Holzrahmenkonstruktion?), oder ist das bei dem Baujahr eher unwahrscheinlich



Holzschutzmittel?



In Holz- und Fertighäusern etwas älterer Baujahre kann man mit geruchsträchtigen, mikobiellen Abbauprodukten von chlororganischen Verbindungen aus Holzschutzmitteln konfrontiert werden, sogenannte Chloranisole.

Der mögliche Zusammenhang mit saisonaler Feuchte kann zum einen aus einer Intensivierung des Befalls oder dran hängen das der Geruchstransport zumeist an Wasserdampf gebunden ist.



Problemlösung



Gibt es den jemanden der Erfahrung mit möglichen Sanierungen hat? Ich würde nur sehr ungern die Wände öffnen, weder von innen, noch vo ausßen.



Ursache erforschen



Wenn man die Ursache kennt oder zumindest eingrenzen kann sollte es einfacher sein etwas zu empfehlen.

Dringt irgendwo Feuchte ein? Ggf. Messgerät einsetzen.

Ansonsten muss man das von der Belastung und wirtschaftlichen Bedeutung abhängig machen.

Geringinvestive Maßnahmen wären beispielsweise

Lüftung verbessern. Eventuell ist so ein autarker Solarlüfter- Wärmetauscher zur Sicherstellung von regelmäßigen Luftaustausch und Entfeuchtung sinnvoll.

Belastete Baustoffe könnten ausgetauscht, getrocknet oder mit Maskierungsanstrich versehen werden.



Auch mal



an den Steckdosen riechen.



Zunächst doch Mitbewohner ausschließen



... scheint eine gute Idee zu sein. Der Geruch von Tetrachloranisol soll ja eher ein muffiger Geruch sein. So nach altem Schrank... bei uns riecht es aber ziemlich eindeutig nach Exkrementen . also werde ich mal in einem Raum einige Dielen möglichst Beschädigungsfrei entfernen um nach möglichen Hinterlassenschaften zu suchen.