Feuchteschaden an neu-gemauerter Ausfachung

19.04.2010



Hallo Liebe Leute,

Letztes Jahr habe ich an meiner Fachwerkhaus Außenwand mit ein paar Ziegelsteinen eine Ausfachung neu gemauert. Leider hatte ich nicht mehr die gleichen Steine wie für die anderen Gefache. Nun ist die Mörtelfuge zwischen der von mir neu gemauerten Ausfachung und den Fachwerkbalken rundherum gerissen und Regen kann zwischen die Balken und die Ausfachung eindringen. Im Haus haben wir dadurch auch schon einige Feuchte Stellen an den Innenwänden. Was kann man dagegen tun, bzw. habt ihr eine Ahnung warum die Fugen, die ich erst letztes Jahr mit extra hartem Mörtel neu verfugt habe, jetzt schon wieder reißen?

Für hilfreiche Tipps wäre ich euch sehr dankbar.
Schöne Grüße
Euer Michel



Fachwerkausmauerung



Hallo Michel,
das kann daran liegen, das Sie einen "extra harten" Mörtel dafür genommen haben. Der Gefachmörtel sollte möglichst weich sein.
Haben Sie Dreieck- oder Trapezleisten verwendet?
Wie genau haben Sie die Steine vermauert?

Viele Grüße



Feuchteschaden an neu-gemauerter Ausfachung



Hallo Euer Michael,
kein Stopfhanf zwischen Balken und Ausfachung?Leiste am Balken Befestigt? Siehe Frage G.Böttcher.

Grüße

Mladen



Kalkmörtel



Stopfhanf zwischen Balken und Ausfachung.. Im Anschluss Luftkalkmörtel mit Dachshaarzuschlag wäre auch eine möglichkeit..

Lg:P.Schneider





Hallo Michael,

wie hier schon gesagt wurde sind für die Gefachausmauerung weiche Mörtel wie z.B. Kalk- oder Lehmmörtel zu verwenden.
Zum einen können diese, sowohl Bewegungen der Konstruktion besser mit machen, als auch das schwinden und quellen der Holzes besser ausgleichen.
Da “extra harte” Mörtel sperrend, also wenig kapillar aktiv sind, kann Feuchtigkeit die einmal in Risse zwischen Holz und Ausmauerung gelangt nicht an die Gefachausmauerung abgegeben und somit nicht ausgeglichen werden.
Das Resultat sind dann mehr oder weniger dauerfeuchte Anschlüsse zwischen Holz und Mauerwerk.
Insofern die Fassade frei bewittert ist sollten Sie die Ausmauerungen noch mal erneuern oder sie vor Bewitterung schützen.

P.S.
Stopfhanf ist hier auch keine Problemlösung.

Grüße aus Schönebeck



ich bin fies und gemein



Hallo

Leider kann ich nicht umhin auch in die Kerbe zu schlagen:
Hart ist schlecht
und warum?
Nicht die Härte - die auch - sondern der Zusatz der's hart macht ist das Unheil - ob nun der heilige Trass oder der göttliche Zement - diese Teufel in Verbindung mit Holz ist einfach tödlich.
In Verbindung mit Mauerwerk oder Natursteinen dauert der Tod meist etwas länger!

Weg mit dem Zeug und austrocken lassen - dann weich aufbauen mit Luftkalkmörtel etc.

Sie waren mit der Entscheidung nicht auf dem Holzweg sondern auf dem Betonweg.

Sorry für Sie!
Und ich achte das sehr, dass Sie zugeben einen Fehler gemacht zu haben.
Das machen die wenigsten und "glauben" immer an deren Entscheiduung bis es wirklich zu spät ist und es zu Schäden kommt.

trotzdem:
Kopf hoch und gutes Gelingen

FK