Ziegelsteinmauerwerk entsalzen?

25.03.2009



Guten Tag an alle Fachwerk-Freunde,

nach der Entrümpelung einer ehemaligen Bestallung (Baujahr: ??) soll das dortige Mauerwerk vor dem Zerfall gerettet werden.
Es handelt sich hierbei um einen ca. 3m breiten und 10m langen Gang, welcher in einer Scheune untergebracht ist. Er soll als Maschinen- und Abstellraum Verwendung finden.

Zunächst wollte ich die "einfachere" zeitraubende (Opferputz) Innenseite angehen. Die Aussenseite erfordert aufgrund von Hochwasserbelastung (alle 5 Jahre) mehr Aufmerksamkeit.

Die zur Aussenseite weisende Wand wurde mit Sandsteinen, die zur ehemaligen Bestallung (Pferde) gerichtete mit Ziegelsteinen aufgebaut. Der Gang diente in früheren Zeiten lediglich als Aufbewahrungsort für Futter - keine direkte Viehhaltung. Tortz allem ist die Salzbelastung im Ziegelsteinmauerwerk vorhanden. Man kann den Verlauf der Salzbelastung sehr gut nachvollziehen: Bis 1,5m weißer Farbton - nach oben hin abnehmend ins braune gehend.
Optisch sind keine Feuchtigkeitsquellen ausmachbar. Bedachung, Regenrinnen sind voll intakt!

Der verwendete Mörtel scheint noch unberührt - es hatte sich glücklicherweise noch niemand mit neuartigen Sanierputzen an die Wand herangetraut.
Beide Mauernwerken weisen einen sehr bröseligen Fugenbereich auf, welchen ich ca. 2cm auskratzen werde!

Leider wurde der Raum (ich vermute in den 60er/ 70er Jahren) ein unschöner Betonboden eingesetzt. Kann dieser negative Einflüsse auf das alte Mauerwerk haben?

Die Behandlung mit reinem Luftkalkmörtel scheint mir im Innenbereich die beste Wahl??? Zunächst sollte das Salzgehalt im Ziegelmauerwerk mittels Opferputz herabgesetzt werden.

Hierzu einige Fragen:
1.) Sind diese Arbeiten einem Bauneuling in Eigenregie anzuraten?
2.) Wie lässt sich entstehender Staub aus den Fugen entfernen? Abkehren oder Druckluft scheinen mir zu unsicher.
3.) Sollte das Mauerwerk nach dem Auskratzen eine gewisse Zeit ruhen oder kann gleich mit dem Opferputz losgelegt werden?
4.) Welche äußeren Randbedingungen sollten vorherschen (Temparaturbereich, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, etc.)?
5.) Empfiehlt es sich den alten (nicht ausgekratzten) Luftkalkmörtel mittels Staubkalk anzuregen (vor Opferputzauftrag) - wird dadurch ggf. der Salztransport verbessert?
6.) Besteht ein Opferputz aus den "normalen" Arbeitsschritten bis zum Feinputz (wie auf solubel.de beschrieben)? Ist gar ein Anstreichen nötig?
7.) Durch welche Verusche kann man die Trocknungszeiten zwischen den Mörtelschichten, speziell für seine Bedingungen, herausfinden?
8.) Besteht bei meinen Randbedingungen die Gefahr des Aufbrennens durch stark saugende Untergründe?
9.) Wie verhält sich ein neu aufgetragener Luftkalkputz bei nicht korrekt abgeschätzten Randbedingungen, z.B. bei übersehener Feuchtigkeitsbelastung?
10.) Durchschnittliche Verbleibdauer des Opferputzes auf Mauerwerken?

Bilder werde ich in Kürze einstellen.

Über eure Hilfe freut sich

BRS



Ganz schön ville!



Hallo

1.) Sind diese Arbeiten einem Bauneuling in Eigenregie anzuraten?
- mit einer linken und einer rechten Hand geht das schon!
-so lange es kein Wohnzimmer wird und die Ansprüche zu hoch sind

2.) Wie lässt sich entstehender Staub aus den Fugen entfernen? Abkehren oder Druckluft scheinen mir zu unsicher.
- harter Besen, Wasser, Besen

3.) Sollte das Mauerwerk nach dem Auskratzen eine gewisse Zeit ruhen oder kann gleich mit dem Opferputz losgelegt werden?
- gleich drauf - wässern vorher
da reinschauen: http://www.solubel.de/anwendungen4.html

4.) Welche äußeren Randbedingungen sollten vorherschen (Temparaturbereich, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, etc.)?
- kein Frost, keine Hitze, keine direkte Sonne, keine Zugluft
(wenns nur ein: sekundärer Raum wird: nehmen Sie's als Versuchsraum!

5.) Empfiehlt es sich den alten (nicht ausgekratzten) Luftkalkmörtel mittels Staubkalk anzuregen (vor Opferputzauftrag) - wird dadurch ggf. der Salztransport verbessert?
- Ich denk, dass der alte voll ist und der sollte gleich weggemacht werden, runter machen und auf die Wiesen, Beete, Komposthaufen verstreuen - Öködünger!

6.) Besteht ein Opferputz aus den "normalen" Arbeitsschritten bis zum Feinputz (wie auf solubel.de beschrieben)? Ist gar ein Anstreichen nötig?
- Nein! die ersten Schritte sind gleich - dann entscheidet die Auftragsdicke, die Salzbelastung, die Schichten! Wenn man nicht weiss, wie die Wand "verseucht" ist kann man nur vage raten!
Feinputz ist wahrlich nicht notwendig!

7.) Durch welche Verusche kann man die Trocknungszeiten zwischen den Mörtelschichten, speziell für seine Bedingungen, herausfinden?
Er sollte nicht mehr weich sein - Sinterschicht berücksichtigen!
Bei Solubel anrufen!

8.) Besteht bei meinen Randbedingungen die Gefahr des Aufbrennens durch stark saugende Untergründe?
- bei stark saugenden: vornässen und gleich auftragen (kommt immer darauf an: wie stark saugt der Untergrund!

9.) Wie verhält sich ein neu aufgetragener Luftkalkputz bei nicht korrekt abgeschätzten Randbedingungen, z.B. bei übersehener Feuchtigkeitsbelastung?
-Macht Ihnen die Wand trocken - so lange keine "Zemente" etc drin sind!

10.) Durchschnittliche Verbleibdauer des Opferputzes auf Mauerwerken?
- Kommt auf die "Verseuchung" an!

Sie schreiben:
Leider wurde der Raum (ich vermute in den 60er/ 70er Jahren) ein unschöner Betonboden eingesetzt. Kann dieser negative Einflüsse auf das alte Mauerwerk haben?

Ich würde sagen: Ja!
Ich würde den rausmachen! oder wenigstens 30 cm vom Rand freimachen!

FK





Hallo Herr Kurz,

danke für die raschen Antworten. Ich hoffe es waren für den Anfang nicht zuviele Fragen!
Eigentlich hatte ich das wichtigste vergessen ... bin ich mit Luftkalkmörtel überhaupt auf dem richtigen Weg? ;-)

1.) Ist es mir möglich herauszufinden wie saugfähig der entsprechende Untergund ist?
2.) Womit lassen sich vernünftige Analysen bzg. Schadsalzbelastungen durchführen?
3.) Das besprochene Ziegelsteinmauerwerk ist leider nur einseitig zugänglich. Dahinter hatte der Besitzer (mitte der 90er) eine Garage einbauen lassen (ehemaliger Stall). Dies wurde Konstruktiv mit einer Trennwand aus Ziegelsteinen + Kunstofffolie auf salzbelastetem Untergrund gelöst. Somit wird immer ein Rest des "versalzten" Mörtels zurückbleiben, zumal ich auf der zugänglichen Seite "lediglich 2-3cm" auskratzen werde. Also doch anregen mit Staubkalk?
4.) Wie soll man(n) einen so sandigen Fugenbereich staubfrei bekommen? Ich könnte die Fugen selbst mit einem Besen auf eine Tiefe von 5-10cm auskehren ... da bröselt es nur noch.
5.) Bei genauerer Betrachtung des Mauerwerks viel folgendes auf: Stellenweise sehr harte Oberfläche erst wenn diese mühsam mit Hammer und Meisel abgetragen wurde trifft man den bröseligen Luftkalkmörtel an. Es scheint als hätte der damalige Bauherr den Werkstoff (Zement???) nicht nur auf dem Boden sondern auch an der Wand verwendet. Nun wäre auch das gewaltige Absanden erklärt? Glücklicherweise ist nach ca. 10m² der Zement ausgegangen.
6.) Gibt es schonendere Möglichkeiten als das Zementierte mit Hammer und Meisel abzutragen? Den sehr hohen Kraftaufwand beim Abschlagen quittieren die Ziegelsteine oft mit Ausbrüchen an den Kanten (sehr unschön).

Zum Bild: Ziegelsteinmauerwerk salzhaltig und zementiert - darunter absandender luftkalkmörtel

Über jede Antwort freut sich

BRS



Vergessen



Sie den Zement!
Alles weg damit!
Luftkalk ist m.E. die beste Alternative.
Die Massnahme ist eine Baustelle - Keine Apotheke und kein Labor.
Staubkalk ist evtl. da nicht schlecht!
Fürs flächige Abarbeiten gibt es Mauerfräsen!

Danken Sie an das, dass das kein Wohnzimmer werden soll!

Ihre Akribie in allen Ehren! Aber Ihr Einsatz, wenn Sie das vorgeschlagene machen, wird ein ziemlich perfektes Ergebnis ergeben.

Ihr Profil ist wirklich etwas "leer"
Offene Karten!
Hier beisst keiner!
Vielleicht ruft ein baulicher Telefonseelsorger an - auflegen!

gutes Gelingen dann!

FK



Danke



für die schnelle Unterstützung!
Ich hoffe, dass es sich tatsächlich um aufgetragenen Zement handelt. Leider gibt es keine Zeitzeugen mehr. Bestünde die Möglichkeit das sich Gipsrückstände des Mörtels so stark verfestigen?

Für meine Anforderungen würde es sogar ausreichen das Mauerwerk nach dem Entsalzen nur zu verfugen. Der Grund-/ und Feinputz wäre somit hinfällig?

Nochmals die Frage: Wie lässt sich der Salzgehalt bestimmen?
Es wäre ja schade um den Opferputz!

Bild: Sandsteinmauer zur Aussenseite.

Grüße
BRS



Den Salzgehalt können Sie .....



durch einfache Laboranalysen bestimmen. Jeder "gute" Bauchemiehersteller bietet Ihnen so etwas an. Wenn Sie dann auch noch in seine Produktpalette (Sanierputz) greifen, ist es sogar kostenlos. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie natürlich keine repräsentative Einschätzung des gesamten Mauerwerkes erhalten, sondern nur den Befund der eingereichten Probe. Klassisch werden folgende Untersuchungen dabei vorgenommen:
• Feuchtigkeitsgehalt nach DARR Methode in %,
• Wasseraufnahme i.A. DIN EN 13755 Masse in % ,
• Durchfeuchtungsgrad im %,
manchmal sogar:
hygroskopische Feuchte in % nach 1 h , 24 h, 72 h
immer jedoch wasserlösliche Schadsalze i.A. DIN 51100 Masse in % für:
• Sulfate,
• Chloride und,
• Nitrate
Zum Schluss folgt eine „Einstufung der Salzbelastung für Putzuntergründe“.

Wenn Sie das Ergebnis dann in der Hand haben und um ca. 50 Euro leichter sind, ich gehe davon aus, dass Sie das Sanierputzangebot ablehnen, sind Sie so klug wie vorher. Sie wissen, dass Sie Schadsalze in Ihrem Mauerwerk haben. Mir ging es ähnlich und klüger bis ich auch nicht geworden.
Alternativ, zumindest für die Belastung durch Nitrate und Nitrit, ist ein einfacher Test für das Aquarium oder den Gartenteich. Ist bedeutet billiger und die Aussagen sind ähnlich.
Ein hier im Forum oft zitierter Bauingenieur (Konrad Fischer) gab mir mal den Tipp. Verbunden war das Ganze mit der Empfehlung, mir einen Eimer mit Wasser und eine Handbürste zu nehmen und die Wand abzuwaschen. Da ich das ohnehin nicht durch eine Firma vergeben wollte, hat es ganz gut gepasst. Auch die Wandflächen (20 m²) hielten sich in Grenzen. Nach jedem Waschvorgang, den ich 3 mal wiederholte, habe ich, „wie mir befohlen“, die gleiche Menge Fugenmörtel ausgekratzt und in der gleichen Menge Wasser gelöst und mit o.g. Teststreifen getestet. Ergebnis, die Belastung geht zurück. Und wenn sich die Nitratbelastung reduziert, sollte doch Gleiches mit den anderen Salzen passieren. Am Ende des gesamten Waschvorganges den Opferputz als einfachen Kalkmörtel auf die gut vorgenässte Wand oder gleich die Fugen auskratzen und neu verfugen. Zu bemerken ist noch, dass Sie versuchen sollten, dass anfallen „Abwaschwasser“ nicht in den Baugrund zu leiten, sondern Folie auslegen und weit weg damit.
Ich hoffe es hilft Ihnen weiter!

Liebe Grüße Ray





Hallo,
ich würde den Zementputz erstmal entfernen und dann die Wand so stehen lassen. So kann sie am besten austrocknen. Wenn die Wand trocken ist können Dir die Salze egal sein, sie kristallisieren aus, abfegen und gut. Kritisch ist es nur wenn diese Salze durch neu anfallende Feuchtigkeit (bringen immer neue Salze mit sich) wieder in Lösung gehen. Dann werden sie sich in der Wand weiter ausbreiten, kristallisieren, sich wieder lösen usw.
Von diesem Feuchteintrag kannst Du mit Deinem Hochwasserproblem sicher ausgehen.
Wenn das Mauerwerk nur ausgefugt wird, werden die Ausblühungen überwiegend an den Fugen auftreten, also einer erheblich kleineren gesamt Fläche.
Die Salzbelastungen werden über entnommenes Bohrmehl ermittelt.
Auf der Baustelle als „Schwangerschaftstest“.
Etwas präziser im Labor.
Die Frage bleibt wozu, wir sehen sie ja.



Salze gehen....



doch nicht nur bei Hochwasser in Lösung. Bei den jetzigen Jahreszeiten (Temp. und Luftfeuchte) finden wir sie kristallin vor. In den Sommermonaten gehen Sie bei entsprechender Witterung wg. der wesentlich höheren Luftfeuchte ohnehin in Lösung über. Daher ist von einer dauerhaften trockenen Wand ohne Hochwasser nicht auszugehen. Die Idee mit dem Schwangerschaftstest hatte ich auch. Bloß die neuen Tester sind doch alle elektronisch und kosten wesentlich mehr. Ich kann mich noch an das vor Lacher verzerrte Gesicht der Apothekerin erinnern, als ich nach billigeren Testern fragte und Sie meinte, dass mir doch mein zu erwartender Nachwuchs das wohl wert sei. Als ich dann erklärte, wozu ich den Test bräuchte, amüsierten sich dann die sich zwischenzeitlich gebildete Schlange hinter mir. In der Zoohandlung war es für mich wesentliche angenehmer.

Ra





@ Ray Poschmann
"Fugenmörtel ausgekratzt und in der gleichen Menge Wasser gelöst und mit o.g. Teststreifen getestet. Ergebnis, die Belastung geht zurück"

Jetzt mal die Salzkonzentration am Boden und im Sockelbereich messen!
Irgendwo müßen sie ja geblieben sein?

Grundsätzlich funktioniert das natürlich. Nur der Aufwand ist nicht ohne. Wanne Bauen, Wasser sammeln, unmittelbar Aufsaugen und aus dem Gebäude schaffen.

Eine Alternative wäre hier z.b. das System des Kollegen Bromm.

Gruß jens





Guten Abend,

danke für all die interessanten Anregungen!

Die Abwaschmethode nach KF. wäre sicherlich ein Versuch wert. In welchen Abständen sollten die ca. 5 Waschgänge stattfinden?
--> Ziel scheint es hier wohl zu sein durch gezielten Wassereintritt die Salzbewegung in Gang zu setzen. Später das hoffentlich salzärmere Mauerwerk auskratzen und mit Opferputz für einige Zeit ruhen lassen. Wäre auch hier eine Bewässerung sinnvoll?

Der durch die Kapillarwirkung(bei Feuchte) eintretende Salztransport könnte mein Mauerwerk nach Jahren sanieren. Weshalb muss der aufgebrachte Opferputz dann abgeschlagen werden?

All dies macht allerdings nur Sinn wenn der dämmende Zementputz herunter ist. Und nachwievor ist es fraglich ob es sich um einen solchen überhaupt handelt.
Leider gibt es keine Zeitzeugen mehr. Bestünde die Möglichkeit das sich Gipsrückstände des Mörtels so stark verfestigen?

Anbei nochmals ein Bild der verdammt festen Putzoberfläche des Ziegelsteinmauerwerks.

Es grüßt

BRS



wo ist das Salz nur geblieben...



@Jens
Du hast völlig recht und ich darauf hingewiesen:
Das Waschwasser muss weg. Daher die Folie. Bei mir wurde im Anschluss der Boden des gesamten Bereiches ausgetauscht und gegen einen sinnvollen Ausbau ersetzt. Nicht weil er so salzig war, sondern weil dies ohnehin angedacht war. Ansonsten geb ich dir recht - es ist nachhaltig anstrengend - aber auch preiswert.

Die zeitliche Abfolge der Waschvorgänge ergibt sich durch die Kristallisation der Salze an der Wandfläche. Die Salze dann absaugen oder mit Handfeger und Kehrblech....
Die Wand trocknet und die Salze transportiert es an die Verdunstungsfläche. Das ist der Indikator für den nächsten Waschgang.

Ich hoffe, dass du mit dem Auskratzen die Fugen meinst. Es wäre um das Mauerwerk schade, wenn du dies auskratzen würdest.

Der Opferputz ist ein solcher, weil er eben geopfert wird! Daher das Abschlagen. Dies jedoch nur bei erhöhter Salzbelastung. Ein reiner, funktionierender Luftkalk bei niedriger Belastung und im Innenbereich dürfte jedoch auch ohne dieses Opfer funktionieren. Leg doch hierzu eine Musterachse an. Da siehst du, ob die Kristallisation an der Oberfläche stattfindet.

Ich hoffe dir geholfen zu haben. Liebe Grüße Ray

P.S. Auf dem Bild - Neu errichtete Wand mit Luftkalkmörten.





Hallo Herr Poschmann,

natürlich wird nur der mürbe Fugenbereich ausgekratzt!

Werde die Wand mit der vorgeschlagenen Waschmethode bearbeiten. Bodenbelag lege ich mit Kunstofffolie aus um ablaufendes Restwasser abzufangen. Dieses verarbeite ich mit einer Handbürste/ Putzschwamm. Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich der Wassermenge gemacht? Reicht es das Mauerwerk anzufeuchten?

Besitzt ein aus Luftkalkmörtel aufgebautes Mauerwerk im Wechsel Feucht/ Trocken eine Art Selbstheilungsverfahren? Durch die Wechselwirkung werden Salzeinlagerungen an die Aussenflächen transportiert und fällt dort ab? Entstehen nachteilige Folgen bzg. Festigkeit?

Wie sind Ziegelsteinoberflächen schonend optisch aufzuarbeiten?

Es grüßt

BRS



..... Fragen und Antworten



Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich der Wassermenge gemacht? Reicht es das Mauerwerk anzufeuchten?

- Viel Wasser auf die Wand, die Steine selber ziehen ja schon wie ein Schwamm!

Besitzt ein aus Luftkalkmörtel aufgebautes Mauerwerk im Wechsel Feucht/ Trocken eine Art Selbstheilungsverfahren?

- Heilen kannst du nur das was krank ist. Sicher geht ein Kalkmörtel angenehmer mit Raumluftfeuchte um, und sicher ist er bei Frost viel sensibler. Worauf soll die Frage abziehelen.


Mit freundlichen Grüßen
Ray

Wie sind Ziegelsteinoberflächen schonend optisch aufzuarbeiten?

Es grüßt

BRS





"Wie sind Ziegelsteinoberflächen schonend optisch aufzuarbeiten?"
Garnicht!

"Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich der Wassermenge gemacht? Reicht es das Mauerwerk anzufeuchten?"
Bei der Menge die Du brauchst kannst Du beruhigt den Gartenschlauch ausrollen. Hier muß mehr als reichlich Wasser fließen!





Salze sind trocken abzubürsten .



Feuchtigkeit



Kann ich mit Luftkalk nach vorhergehender "Entsalzungskur" auch teilweise feuchte Wände trocken bekommen? Reicht (mehrmaliges) abwaschen und anschließendes auskratzen der Fugen?

Wer kann mir ein Rezept für Luftkalkmörtel geben (bitte narrensicher)

Marco



Sonderbar und immer wieder erstaunlich....



Auf den Boden eine Folie...obwohl noch mehr Salze vorhanden sind???
Herr Schröters, erstmal Danke für den Hinweis.
Ich würde das auch nicht "nur" Verputzen sondern mit der Noppenbahn (I-Bausystem) neu erstellen.
Wenn es gelingt die Salze in Lösung zu belassen (ähnlich wie unter dem Boden) passiert doch nichts mehr.
Siehe auch:
http://www.isarbautenschutz.com/schriften/maerz2005/12_i-bau-kontra_sanierputz_neu_2.pdf