Bruchsteinmauerwerk - Giebelseite setzt sich

03.11.2009



In Folge eines Feuchteschadens im Bruchsteinmauerwerk hat sich ein Deckenbalkenkopf verabschiedet, was das ohnehin schon marode Bruchsteinmauerwerk zusätzlich stark beschädigt hat. Es treten risse an einer Außenwand und natürlich an der giebelseite auf. Der Mörtel ist völlig durchnässt und fehlende Steine wurden irgendwann einmal einfach nur wieder reingestapelt. Ich habe von dem Problemgiebel ein paar Fotos angeführt. Ich habe keine richtige Idee welche Kosten auf mich zukommen würden um die Giebelseite wieder aufzufangen. Mein Plan ist es das Bruchsteinmauerwerk neu aufzubauen und durch ein Betonfundament zusätzlich zu sichern. Des weiteren müssen die Deckenbalken an den Problemstellen neu angeschuht werden. Ich habe nur aus statischer Sicht kein Ahnung wie man das ganze beim Bauprozess sichern kann. Was hättet Ihr für Vorschläge das Mauerwerk zu sichern und anschließend trockenzulegen. Hat jemand eine vergleichbare Situation schon durchlebt? Da man ja immer auch auf die Brieftasche achten muss, was könnte so ein Vorhaben denn an Kosten verursachen?



Bruchsteinkeller



Hier ist es mit ein paar Reparaturen in Eigenleistung nicht getan.
Es geht um eine massive Gefährdung der Standsicherheit.
Holen Sie sich einen Statiker und/oder einen Planer mit Erfahrung im Altbau, und zwar schnell!

Viele Grüße



das Material



wird hier nicht das Problem, eher die Arbeitszeit von 2 Fachleuten, die du sicherlich unterstützen kannst. Wie zuvor geschrieben - Fachleute ran und absprechen. Reicht vielleicht auch schon ein guter Baubetrieb, der Erfahrung (!!) hat. Grob geschätzt kann das um die 5-10 T€ kosten, je nachdem, wieweit abgetragen werden muß und ob Du dabei helfen kannst. Eine genaue Schätzung ist nur vor Ort mit mengenermittlung und Leistungsabgrenzung möglich - unsere Angaben nützen Dir wenig, die genauen Zahlen bekommst Du nur von dem, der es auch macht.



Giebel muss neu gemauert werden



Ja der Bauunternehmer hat gemeint den Giebel neu zu machen. Ich werde die kommende Woche von ihm ein Angebot bekommen. Wird bestimmt nicht billig werden. Was die Statik betrifft, würden sich aber keinerlei Probleme ergeben. Ich kanns nur hoffen.

Gruß Jost



Bruchsteinkeller



Ihren Bauunternehmer in allen Ehren,
aber ohne eine Planung, ohne eine Baugenehmigung und vor allem ohne Statiker und damit eine Statik hätte ich so ein Vorhaben nicht angefasst.
Entweder der Mann spielt gern russisches Roulette oder er weiß nicht, worauf er sich da einläßt.
Ob der Giebel komplett erneuert werden muß, bezweifle ich.
Ich hoffe, Ihr famoser Unternehmer kümmert sich auch um die Decken und die anderen Wandbereiche, die ähnlich gravierende Schäden aufweisen.

Der Mann muß Ihnen ja erst einmal ein Angebot erstellen.
Da er keine Sanierungsplanung/statisches Projekt hat, muß er so etwas dann eben selber erarbeiten, um ein Leistungsverzeichnis zu erstellen.
Lassen Sie sich nicht mit einem Pauschalangebot oder einer Handvoll Einheitspreise und Abrechnung nach Aufmaß auf einen Vertrag ein!

Viele Grüße

p.s. Noch was: Falls es zu keinem Vertrag kommt, hat er das Recht, Ihnen sein Aufmaß und sein Leistungsverzeichnis als Planungsleistung in Rechnung zu stellen!