Vollwärmeschutz JA oder NEIN ??

18.11.2008



Liebe Fachleute,bitte um Hilfe. Es geht um eine Altbausanierung eines 40 Jahre alten Hauses. Fenster an sich eh alles klar, aber die Fassade nun doch nicht.Ich dachte an eine Aussenisolierung.Jetzt wurde mir geraten von einer solchen Abstand zu nehmen, da es sonst innen schimmeln würde. Wir haben innen Heraklith (35er)und die damals üblichen Blockziegel.Was nun??!! Danke schon im voraus für jeden fachmännischen Rat. liebe grüße erika



Wärmeschutz



Eine Verbesserung der Dämmung läuft nicht nur über die Fassade.
Und um dafür Vorschläge unterbreiten zu können, benötigen wir ein paar genauere Angaben, wie Größe des Hauses, Geschossigkeit, Genaueres zum Wandaufbau, Material der Geschossdecken, jetztige Beheizungsart.

Viele Grüße



Außendämmung und Schimmel



Ein Vollwärmeschutz von Außen kann Innen kaum Schimmel verursachen. Im Gegenteil. Die massive Mauer wird in die Wärme gestellt der Taupunkt wird nach außen verlagert. So ist die Außendämmung eine sehr gute Maßnahme gegen Schimmel auf den Innenwänden, wenn dieser durch Kondensat entstanden ist.

Wichtig ist nur die Wahl des Dämmstoffes. In Eurem Fall würde ich Mineralschaumplatten oder Holzdämmplatten wählen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



wdvs



hallo frank,---- ich sehe auch nur ein wdvs als vernünftigste lösung.in deutschland werden jährlich mehr als 6000000 qm davon in verschiedenen variationen verarbeitet.da kann ia nicht alles falsch sein. man soll nicht alles verteufeln was einem persönlich nicht gefällt.die bisherig angebotenen alternativen hinken doch.wdvs verhindert--bei richtiger verarbeitung und Planung schimmelpilzbildung,egal welcher art dämmstoff.mit abstand am häufigsten wird immer noch mit eps gedämmt.all diese experten ,wie z.b.dipl.ing.dr.bodo bücher o. michael hladik aus innsbruck u.a. konnen doch nicht ganz daneben liegen.--- gruss aus waldsassen----blacki.



Dammung mit Hanfwolle



Meines Erachtens könnte man das Haus auch mit Hanfwolle dämmen. Es gibt da in Kärnten einen relativ günstigen regionalen Anbieter.

Folgen Konstruktion hätte ich mir vorgestellt: von innen nach außen. Wand, Hanfwolle, Holzfaserplatten, Hinterlüftung, Holzverschalung.

VG

christian



Mit neuen Fenstern und...



...einer Außendämmung muß sich auch das Lüftungsverhalten ändern. Dann gibt es, bei korrekter Ausführung (Fensterlaibungen), keine Schimmelprobleme, weil die Oberflächentemperatur der Außenwände steigt und Kondensatausfall weniger begünstigt wird.
Über die Wahl des Dämmstoffes kann man streiten. Auf jeden Fall ist man bei einem massiv gebauten Haus aus meiner Sicht weniger eingeschränkt, als bei einem Haus, das Holz in den Außenwänden beinhaltet, zumindest was Bauschäden angeht und zusätzliche Risiken angeht.
Aber der Georg hat schon recht, ein paar Details wären hilfreich.

Gruß Patrick.



Ich bin auch für



dämmen. Ob es nun ein Vollwärmeschutz oder eine Dämmung mit einer hinterlüfteten Außenhaut ist Geschmacksache und sollte zum Haus passen. Auf jeden Fall ist es aber wichtig, die Massnahme vernünftig durchzuplanen. Also nicht ohne neutrale fachliche Beratung.



Vollwärme(-kälte)schutz



Hallo Frau Brandstätter,

Sie sind auf dem richtigen Weg! Meiner Meinung nach kann man getrost auf einen "Vollwärmeschutz" verzichten.

An Ihrer Stelle würde ich folgendes durchlesen (mitsamt den fortfolgenden Seiten im Inhaltsverzeichnis, aber ein bißchen Zeit mitbringen):

http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm

Viel Spaß! :)))

Marita Kerr



wdvs



hallo frau brandstätter,lassen sie sich nicht irre machen,bringen sie ein vernünftiges, von fachleuten geplantes u. verarbeitetes wdv-system an ihre aussenwand. in deutschland werden jährlich mehr als 6000000 qm wdvs erfolgreich verbaut. da kann ja wohl nicht alles falsch sein und alle ausgewiesenen experten,wie z.b. in innsbruck michael hladik(internet)o.dipl.ing.dr.bodo bücher aus wildeck können doch nicht im dämmrausch ihren verstand versoffen haben.über die ansichten der kerr-fischer-connection mit der sehnsucht nach dem mittelalter möchte ich weiter nichts mehr äussern um diesen unsinn nicht noch weiter aufzuwerten.sehen sie selbst in google unter "marita kerr". dann wissen sie alles.----gruss aus bayern blacki



Ohne das konkrete Wissen über den Wandaufbau



kann man nichts für oder wider WDVS sagen.

Ich selbst lehne EPS als Dämm-Material ab. Das hat bei mir bauphysikalische, ökologische und baubiologische Gründe.

Ich lehne auch ein WDVS ab, wenn der Aufbau einer Außenmauer stimmt. Vor allem bei der Südseite eines Hauses bin ich da gerne erst mal kritisch. Energieeinsparung durch Dämmung darf nicht auf Kosten von Lebensqualität gehen und muss sich auch finanziell rechnen lassen.

Aber wenn die Außenmauer ein Mäuerchen ist, dann ist auch Dämmung oder verstärkter Wandaufbau angesagt.

Bei Frau Brandstätter kommen noch die 35er Heraklith auf der Innenseite dazu. Wenn diese bleiben braucht es eine Maßnahme auf der Außenseite.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Na, da staune ich aber,wie rasch und kompitent die Auskünfte in diesen Forum sind. Danke Ihnen allen ganz herzlich für diese Fachinfos.Natürlich werde ich das Haus von einer Firma machen lassen, schon wegen der Altbausanierungsförderung. Die Fenster habe ich schon anbieten lassen.So zum Haus: Einfamilienhaus ca. 140m²-Kellergeschoß-Untergeschoß-Obergeschoß- 25er Hohlblock - 35er Heraklith - aussen Gummernerputz innen Feinputz - Die Zwischendecken sind damals von meinen Eltern ich glaub mit so einer Art Tellwolle isoliert worden und ein Estrich. Das Dach wurde vor 10 Jahren neu gedeckt, war aber damals schon ein Kaltdach. Das Haus ist 40 Jahre alt.Wir heizen mit Öl und Kachelofen. Sodale jetzt hab ich Denkaufgaben genug bekommen.DANKE DANKE liebe grüße erika brandstätter



wdvs



hallo erika,---sag deinem fensterbauer,wenn du eine wdvs-fassade baust,er soll die fenster aussen mauerbündig setzen.dann hast du innen eine breitere Fensterbank und aussen bilden allein die dämmstoffdicke,kleber und putzaufbau die aussenleibung.so bleibt die aussenleibunstiefe relativ grring u.der tageslichtverlust ebenso.die leibung braucht nicht extra bekleidet werden und du vermeidest wärmebrücken im fensterbereich.-------gruss----blacki



Fachplaner



Hallo Erika Brandstätter,
das Sie die Arbeiten von Fachfirmen ausführen lassen wollen ist gut. Sie sollten die Arbeiten aber auch von einem fachlich versierten Ingenieur oder Energieberater unabhängig planen und begleiten lassen. Auch hierfür gibt es Fördergelder von der KfW-Bank (wenn denn nach der Überweisung an die Lemon-Brothers noch was übrig geblieben ist ;-)) ).



wdvs --hallo erika



wenn es unbedingt sein muss und für guten schlaf sorgt-- dann soll eben ein energieberater zur gewissensberuhigung bei der u-wertberechnung des mauerwerks(,das ja scheinbar so umfassend u. fachspezifisch zu sein scheint)seine zahlen abliefern.allerdings wird das heute von jedem versierten malerbetrieb zum nulltarif erledigt.wozu ich aber dabei einen baubegleitenden,kostenproduzierenden baubegleitenden ingenieur,der wie die Erfahrung täglich zeigt sich selbst erst bei den bauberatern der hersteller(in form der architekten-u.jng.-beratung z.b. v.schwenk-putztechnik)in die geheimnisse des wdvs,dessen abz und dessen art der verarbeitung einweisen lassen muss.soll derjenige,der selbst noch keinen qm dieser spezies ausführte,notdürftig von der Bauberatung eingewiesen und mit hersteller-informationsmaterial erst mal sich mit der materie am rande vertraut machte vielleicht dann den schulmeister geben und gestandenen handwerksmeistern ,die dieses gewerk bereits mehrere jahrzehnte erfolgreich in der praxis beherrschen und umsetzen plausibel das wdvs erklären?--"der ingenieur weiss immer mehr"--!der ing.-grad.schützt nicht vor unkenntnis.ich erlebe es in der täglichen praxis,welch unsinnige Gutachten von solchen allroundkönnern u. generalisten in handwerksfachgebieten abgeliefert werden. also---schiesst nicht auf spatzen mit kanonen.ein wdvs wird nicht besser,wenn gar ein prof.dipl.ing.tu.dr.dr.dr. die massnahmei begleitet,--teuer wirds schon ---gruss nach ---kärnten--blacki



Ich werde mit Sicherheit



nicht versuchen einem Handwerker sein Handwerk beizubringen.
Allerdings habe ich sowohl schon den Gewerke übergreifend, denkenden Handwerker getroffen, wie auch den Ingenieur der in der Lage war den Handwerkern vorzuführen, wie es richtig geht.
Tatsache ist, dass Bauleute in aller Regel von Handwerkern nicht neutral beraten werden, was natürlich kein böser Wille ist. (Meine Erfahrung! Ich komme dann später hinzu, muss alles wieder gerade Rücken und der Handwerker ist sauer, weil ihm vielleicht ein Auftrag durch die Lappen ging.) Und dass eine Energieberatung mehr ist wie eine U-Wert-Berechnung für ein Wärmedämmverbundsystem sollte jedem versierten Handwerker klar sein.

Sagen wir's doch einfach so Herr Schwarzmeier, sie machen und beurteilen die Handwerkerarbeit und ich kümmere mich weiter um die Planung und die dazugehörigen Berechnungen, dann können wir gemeinsam zu wirklich guten Ergebnissen kommen.



Hallo Erika



wenn du neue Fenster einbauen lassen willst und die Fassade auch sinnvollerweise mit gemacht werden soll, ist Wärmedämmung wirklich richtig. Schimmeln kann nur etwas was hinreichend feucht ist. Richtig, neue Fenster sind dichter als die alten. Dann müsste man ggf. etwas mehr Lüften falls es zu zu hohen Feuchtigkeiten im Wohnraum kommt. Wie schon richtig gesagt, sinkt durch eine wärmere, weil gedämmte, Wand das Schimmelrisiko eigentlich.
Mit EPS kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Ich bin da auch mehr für Mineralschaum. Ob du nun einem Ing., Archi oder dem Handwerker vertraust ist deine Entscheidung. Es gibt in jeder Berufsgruppe tolle Profis und Blindgänger.
Da ist man leider vor bösen Überraschungen nie Sicher.
Wichtig ist m.E. das der Taupunkt mit beachtet wird. Ob nun berechnet oder aus Erfahrung, weil bei vergleichbaren Haus wurde das System schon berechnet und erfolgreich eingesetzt ist ziemlich egal.

Gruß Marko



wdvs



ja leute---wenn das so weiter geht,dann wird ein wdvs noch so kompliziert dargestellt,dass dafür auch noch eine Statik erforderlich wird.dann hat die ing.-arch.-seite ja unnützerweise dem kunden nochmals eine entsprechende honorar-rechnung auf`s auge gedrückt!! die herrn sollen doch erstmal dafür sorgen, dass sie mal §9/vob a-gerechte ausschreibungen fertigen.--fachgerechte richtige Ausschreibung will u.kann ich bei bauen im bestand für meine fachgewerke ja gar nicht fordern da es viel zu komplex ist.ich weiss wovon ich schreibe ,ich reiche massiv vob-beschwerden erfolgreich ein. also-jungs,kümmert euch mal intensiv um euren kernbereich,da ist noch viel zu tun..andere sind z.b.gegen dämmaterial eps--keiner hat dafür eine fachlich-sachlich fundamendierte begründung bisher abgeliefert.motto-- ""wir sind dafür,--dass wir dagegen sind"".mehr als 80 % der in der brd verarbeiteten wdv-fassaden werden mit eps gedämmt.ja,sind denn in diesem lande all diese leute nicht ganz knusper,die dieses gesundheitsbedrohende vielleicht gar toxische eps gar an ihrer aussenwand dulden ??nun lasst doch endlich die kirche im dorf!!die aussage,dass die handwerker den kunden nicht fachgerecht beraten und dann der herr ing.kommen muss um alles wieder ins lot zu hängen ist entweder als unverschämtheit oder masslose selbstvergötterung zu werten.ich vermute, bei herrn heim besteht die gefahr der genievermutung wider sich selbst !!!!



Spätestens...



...für ein KfW-Darlehen braucht man einen Mensch, der den rechnerischen Nachweis der Energieeinsparung erbringt, lieber Blacki.
Und der monetäre Vorteil, der dieser Nachweis bringt (ich kenne nicht die aktuellen KfW-Konditionen), ist der gute Mann bezahlt.

Gruß Patrick.



Förderungen sind ja für den Empfänger recht nett....



und der nutzt das dann auch aus wie es irgend geht.

Aber...

W e r bezahlt das denn am Schluß - und welche Leistungen waren dann wirklich auch ihr Geld wert.

Und wenn sie ihr Geld wert waren ... waren sie denn wirklich nötig gewesen?

Ich bekomme so meine Zweifel. Allein schon welcher Apparat nötig ist, bis so etwas entschieden, eingerichtet und verwaltet ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Hab ja...



...nicht behauptet, daß es sich lohnt. Ich wollte nur einen Grund anführen, bei dem auf jeden Fall ein Energieberater sich lohnt.
Ob es sich finanziell gesehen lohnt, eine Außendämmung anzubringen, ist ja immer so eine Sache. Meist ergeben sich bei Amortisationsrechnungen recht lange Zeiträume.

Gruß Patrick.



kfw-förderung



lieber patrick---dass bei kfw-förderung eine Energie beraterische berechnung erforderlich ist,ist selbst einem kleingeist wie mir bewusst. das ist aber nicht der kostenfaktor,der den kunden das blut gerinnen lässt.-----aber,-- seit wann fördert eigentlich die kfw energetische sanierungsmassnahmen in kärnten???? sollte ich da etwas verpasst haben und es gibt ohne dass ich es mitbekam wieder eine deutsche ostmark.............................?????? quatsch,--glaub ich einfach mal nicht!!!



OK,



Kärnten hatte ich überlesen und von mir aus kann auch jeder Handwerker, wenn er denn kann den U-Wert berechnen. Ich bleibe aber dabei, dass eine Energieberatung die das gesamte Objekt im Blick hat, bei großen Investitionen Sinn macht. Und für mich ist ein WDVS auch ohne neue Fenster schon eine große Investition. (Im übrigen gibt es auch Energieberater aus der Handwerkerschaft, die eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Wenn diese denn vertrauenswürdiger sein sollten als die Nichtkönner am Schreibtisch - OK.)



Kärnten habe ich auch überlesen.



Soweit ich weiß, ist ein Zusammengehen mit Deutschland in der österreichischen Verfassung ausgeschlossen, ich glaube auch zu wissen, warum :-).
Also fällt der Grund weg, sofern es in Österreich nichts analoges zur KfW oder anderen Förderprogrammen gibt.
Trotzdem bin ich bei den anderen Kollegen, die eine Beratung für sinnvoll halten.

Gruß Patrick.



OK



bei dem zitat "nichtkönner am schreibtisch"--höre ich da im unterton den "beleidigten"heraus??meine meinung dazu ist,man muss nicht für jeden nagel,der am bau eingeschlagen wird den architekten o.ing. dabei haben,der prüft u. beaufsichtigt, ob der gelernte handwerker,der i.d.r. nur sein gewerk erlernte u.seit jahren erfolgreich praktiziert das auch richtig macht.wer weniger in meinem fach wissen kann als ich, der sollte eben nicht richter o.schulmeister sein wollen.das kann oft blamabel enden.---nichts für ungut--gruss blacki



Beleidigt nicht



aber schon ein wenig entsetzt, wie groß bei einigen immer noch die Berührungsängste zwischen Handwerker und Planer sind, obwohl beide das gleiche Ziel verfolgen.



Sag mal Blacki...



...ich beobachte bei deinen Beiträgen, auch bei anderen Fragen, daß sie meist recht konstruktiv anfangen, daß aber bei Widerspruch sie leicht in eine, sagen wir mal, unwirsche Richtung abgleiten.
Bleib doch locker.

Gruß Patrick.





melde mich zu wort..äh zu schrift...also bei uns kann bis zu 60% der kosten vom land rückvergütet werden...je nach ausmaß der sanierung...der energienachweis wird auch vom land bezahlt, wenn dann eine Sanierung stattfindet...wer soll das bezahlen..!!??...das frage ich mich schon lange und nicht nur in diesem falle...das übersoziale wird dann unseren kindern und enkelkindern ganz gewaltig auf den kopf donnern, dessen bin ich mir sehr bewusst..aber das ist ja eine andere geschichte...nichts desto trotz wird das haus saniert...hab mir die für mich wichtigen infos herausgepickt und bedanke nochmals ganz herzlich für eure anteilnahme...;-)...freue mich schon auf das neuerstrahlen des hause....winke winke in die runde....:-)