Lose oder gebundene Schüttung (Zementbasis) auf ausgeglichenen Holzbalken

13.12.2019 David



Hallo liebe Community,

ich saniere gerade ein altes Bauernhaus. Nun habe ich die Holzbalken der Decke / des Fußboden ausgeglichen.

Nun möchte ich den entstandenen Zwischenraum auf den Balken mit Schüttung angleichen/ausfüllen.
Da das Haus vorher von Mäusen bewohnt war, möchte ich so wenig Luft wie möglich haben, um ein erneuten Einzug der kleinen Bewohner zu vermeiden.

Was wäre besser?
Schüttung einfach lose dazwischen oder (wie ich es mir gedacht habe) als gebundene Schüttung dazwischen? Wenn gebunden, muss dann eine Trennfolie vorher auf den Balken anbringen?

Anbei auch ein Foto.

Vielen Dank im voraus.



Sichtbare Leisten



bilden die die Deckenschalung der darunterliegenden Decke? Wie ist die beschaffen? Wie soll der Fußboden ausgebildet werden?



die alternative für gebunden



könnte vielleicht cemwood sein?
belastbar, trocken und für nager eher uninteressant.

ich denke es geht nur um den bereich auf dem balken, richtig?



Ja , richtig Micha



die Frage bezog sich nur auf den Bereich auf den Balken. Aber sollte ich ignorieren, dass da möglicherweise beabsichtigt wird, vielleicht auf die Deckenschalung ( falls sie das wirklich ist) eine Füllung einzubringen und den Einschub einfach wegzulassen. Da lieber frage ich nach. Aus meiner Sicht ist es wichtiger, die Gemäuer ringsum richtig abzudichten und Zugänge zu verschließen, evtl mit Lochblech o.ä. . Auf jeden Fall würde ich keine zementgebundene Schüttung wählen, sondern das nehmen, was verfügbar ist. Entweder eine Kalkbasis ( Luftkalkmörtel mit Perlite) oder lehmgebundene Perlite. Beides sehr preiswert herstellbar.



Schüttung für Balkendecke



Wenn es nicht primär um Schalldämmung geht und Mäusesicher sein soll kann Zellulose mit höherer Verdichtung aufgebracht werden, die aufgrund der enthaltenen Salze nicht von Nagern bewohnt wird.
Alternativ lose mineralische Schüttungen verwenden, da hierbei keine Gänge gebaut werden können.
Alternativ zB Lehmschüttung einbringen und verdichten, was eine tragfähige Schicht darunter voraussetzt.

Bei allen Schüttungen zuerst Rieselschutz auslegen und seitlich an den Balken hochziehen u. antackern, zB mit Unterspannbahnen, Luftdichtungsfolien, Geotextil o.ä.



Hallo



Wir haben in einer ähnlichen Situation Lehm eingebracht. Schließt formfüllend, bietet gute Trittschalldämmung, kostet nicht viel (Wir haben selber gemischt. Lehm-Sand 1:4 und n bissl stroh.

Grüße,
felix



Willste



das zeitnah bewerkstelligen oder später, wenn die klimatischen Bedingungen besser sind?
Wir haben dasselbe mit einer Rieselschutzfolie auf einer tragfähigen Einschubdecke und einer Lehmtrockenschüttung durchgeführt um Masse einzubringen. Gleiches geht bestimmt auch mit erdfeuchtem Lehm aus dem Bigbag (günstiger) aber dann nur wenn die Konstruktion auch zügig(sic!) trocknen kann.
Wie sieht denn die Nutzung später aus bzgl.Schallschutz, Dämmung etc.?

lg
ole



Balken



Hallo zusammen,

da es ja offensichtlich nur um die entstandenen Freiräume -AUF- den Balken geht, scheinen die letzten drei Beiträge etwas am Thema vorbei. Da sich bei mir auch grad eben exact das selbe Thema abzeichnet, klink ich mich mal hier ein.
Die Antworten von euch (Pope, MiKe) haben da schon zur Erhellung beigetragen. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich die Zwischenräume mit Kalk/Perlite auffülle, oder eben mit Cemwood. Unter anderem sind da auch ein zwei Stellen am Balken, die wohl jahrelang als Mardertoilette dienten. Da bildet sich bei feuchter Witterung ein dunkler Fleck, den ich auf hygroskopische Feuchte zurückführe....irgendein Leck im Dach konnte ich nicht entdecken.
Deswegen überlege ich, welche der beiden Alternativen die bessere wäre??? Oder noch was ganz anderes?
Es handelt sich übrigens um ein Kaltdach, die Decken werden mit Zelluloseschüttung gefüllt und mit Dielung geschlossen.

Gruß, Steven



wie groß ist der Zoo bei Dir ?



Steven, wie ist bei Dir denn jetzt die aktuelle tierische Belastung? Falls Du die Mauseinwanderung anders verhindern kannst, wären noch Streifen aus flexibler Holzfaserdämmung eine Möglichkeit. Es gibt auch Zellulose als Schüttung und wenn man Herrn Teich folgt, wird diese auch von Mäusen verschmäht. Die vorhandenen Flecken könnte man vielleicht mit Leinöl (firnis) oder Schellackgrund maskieren, das würde die hygr. Feuchte eindämmen.



Hmmm,



Wenn eh alles mit Zellulose gefüllt wird und dann Dielen drauf, warum dann auf den Balken nicht das selbe?

Schnelle Alternative wäre :
Mal eben mit erdfeuchtem lehm vollgepresst und abgezogen geht auch schnell und ist auch ruckzuck wieder trocken.

Glaub alle Varianten sind durch ;)
Gruß micha



Zoo geschlossen



Ja, das wäre natürlich auch ne Möglichkeit......:-)
Hatte mir und hier hauptsächlich die Frage gestellt wegen der feuchten Stellen.

Ratten und Mäuse dürften nicht mehr reinkommen, der Marder wurde auch lang nicht mehr gesehen, den vermutlichen Zugang habe ich geschlossen.

Das mit der Leinölfirnis werde ich auf jeden Fall tun, danke für den Tip.

Gruß, Steven



Lose Schüttung



Wir haben in der gleichen Situation alles mit einer losen Liapor-Schüttung bis wenige Millimeter unter die Dielen gefüllt. Rund um den Dielenboden haben wir die Fuge zur Wand bis Bodenoberkante aufgefüllt, um jeden Versuch eines Eindringens sofort erkennen zu können. Bisher gab es keinen einzigen Versuch.

Auf dem Dachboden selbst haben wir jedoch immer noch Mäuse. Auch nach über 4 Jahren ist es uns noch nicht gelungen, alle Zugänge zum Dachboden zu finden und zu verschließen. Mäuse kommen durch die aberwitzig kleinsten Spalten und bewegen sich auf senkrechten Wänden genauso schnell, wie auf dem Fußboden, sofern die Wand nicht völlig glatt gekalkt ist.

Ich bin gerade dabei, unsere Mausefallen mit ESP-8266 WLan-Modulen auszustatten, auf denen ein kleiner Webserver laufen wird. So kann ich die Fallen wenigstens vom PC abfragen und muss nicht täglich alle Fallen inspizieren, bis irgendwann hoffentlich alle Zugänge entdeckt und verschlossen sind.

Viele Grüße
Tilman