Löcher im Dielenboden spachteln oder lassen? Deckenpaneelen im Bad?

11.06.2007



Guten Abend miteinander,
ich bin gerade dabei (mit Hilfe) ein Haus zu renovieren (BJ 1922), welches mein Vater gekauft hat und welches ich mit meinen zwei Kindern (5+7) bewohnen werde. Im Großen und Ganzen besteht Einigkeit, aber in Kleinigkeiten sind wir doch eher unterschiedlicher Ansicht (mein Vater gehört halt noch einer Generation an, die eher mal abgehängt und drübergelegt hat, als zu Restaurieren oder freizulegen...)
Dach und Bad machen Fachbetriebe, die Böden haben wir uns vorgenommen, ebenso alles andere. Jetzt holen wir von verschiedenen Seiten unterschiedlichste Anregungen ein, wobei mein Vater darauf bedacht ist, fachmännische Aussagen zu erhalten. (Ich auch, aber ich zweifle weniger daran als er). Ich versuche ihn noch zu überzeugen, dass ein geölter Boden (alte Fichtendielen) das beste ist, er spricht von Lasur (es geht um Schlaf- sowie Kinderzimmer).
Ich habe mir überlegt, die Nagellöcher im Dielenboden offen zu lassen und nur die scharfen Kanten mit einem Minischleifgerät (Dremel multi o.ä.) zu glätten, so dass man nicht ständig hängen bleibt, oder sich Spreissel holt, er möchte die Löcher lieber verspachteln; ich befürchte aber, dass sich die Masse durch die Bewegung des Bodens und der Nägel wieder lösen wird, zumal nach dem letzten Schliff die Löcher wahrscheinlich nicht tiefer als allerhöchstens 2mm sein werden.
Ich würde im Bad gerne nur die Dusche und die Wand so wenig wie möglich von unten herauf Fliesen und darüber sowie die Decke verputzen, er möchte die Decke abhängen (Argument: Rohre verstecken). Ich suche noch nach einem Kompromiss (Wand verputzen, Streichen und mit Lasur wischen und gleiche Lasur auf helle Deckenpaneelen??, oder Decke mit Gipsplatten abhängen und auch verputzen?).
Um konstruktive -und womöglich noch "wissenschaftlich haltbare"(zum Zwecke der besseren Überzeugung meines Vaters, der das Ganze nämlich finanzieren muss)- Vorschläge wäre ich unendlich dankbar!!!
Grüße aus dem Kraichgau
Susanne



Die Nägel



könnten etwas tiefer versenkt werden, und dann verkittet. Besser als die selbstgemischten Fugenkitte hält ein 2K-Kitt "Ponal Duo". Das recht helle Harz kann man mit Pigmenten auf den Ton der Dielung bringen.

Zum Ölen findet sich genug im Forum, zusammengefasst meine Meinung: (Richtig) Geölte Flächen sind strapazierfähig und leicht zu pflegen; leicht zu regenerieren. Da keine Schicht auf dem Holz gebildet wird muß auch später nie wieder geschliffen werden. Schäden sind, anders als bei Lack, partiell reparierbar, Druckstellen können wieder hochquellen. Geölte Böden wirken raumfeuchteausgleichend.

Lasuren haben auf dem Boden absolut nichts zu suchen, sie sind nicht belastbar genug. Und Lack mag den einen oder anderen auf harten Hölzern erfreuen, auf Weichholz ist er fehl am Platz.

Hier ein Bild mit Lack auf Fichte, 5 oder 6 Jahre später.

Grüße

Thomas