Wie Wasserleitung im Holzhaus verlegen?

10.04.2012



In unserem Ferienhaus habe ich einen Wasserschaden durch eine schwitzende Wasserleitung. Die Leitungen lagen zwischen der Bodenplatte und Dielung in Mineralwolle. Im Winter ist das Wasser abgelassen.
Nun hat sich über die Jahre soviel Wasser gesammmelt, das ich den gesamten Holzfußboden rausreißen mußte, nun stellt sich mir die Frage wie mach ich es besser?
Nun sieht es so aus: ich habe die Bodenplatte mit den blanken Metalleitungen (nur Kaltwasser) darauf und muß darüber neue Lagerhölzer und Dielen verlegen.
Was kann ich gegen das Schwitzen tun, Hinterlüften oder dämmen oder...?
Wie ist ein "normaler" Fußbodenaufbau im Holzhaus mit Wasserleitung darin?



Die Bodenplatte ...



... abkleben als Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchte/nichtdrückendes Wasser, z.B. Bitumenbahn PYE PV 200 S4 oder S5 mit Voranstrich auf Bitumenbasis, lösemittelfrei, darauf die KW-Leitung in einer LÜKCENLOSEN Rohrdämmung (Dicke der Dämmung mindestens so groß wie der Durchmesser der Leitung) -auch Bögen und andere Formstücke-, eine Dämmschüttung z.B. Estroperl von Knauf-Perlite, 10mm über Rohr + 20% Uberhöhung, vedichten, eine Lasterteilungplatte/Trittschalldämmung darauf, z.B. Fasoperl (Knauf-Perlite), darauf zem.geb. Spanplatte oder in die Schüttung eine Lattung eingelegt (40/80mm) und ein Dielenboden aufgeschraubt.

Auf die Schüttung kann auch ein schwimmender Estrich aufgebracht werden oder ein Gussasphaltestrich. Hier sind die Herstellerangaben zum Aufbau zu beachten.

Der ganze Aufbau muss entweder diffusionsoffen sein zur Rücktrocknung, da mit Feuchteeintrag aus der Raumluft zu rechnen ist, insbesondere, wenn die Bodenplatte ungedämmt gegen Erdreich oder eine belüfteten Kellerraum geht.

Oder komplett zu 100% dampfdicht abgeklebt, was aber in der Realität so nicht zu erreichen ist, außer durch einen Gussasphaltestrich oder eine in Heissbitumen verlegte Schaumglasdämmung direkt auf der Rohdecke (foamglas). Teuer, aber gut. Hier wären dann aber die aufstehenden Trennwände bzw. die Aussenwände ein Schwachpunkt (Flankendiffusion).

Wie steht´s mit der Horizontalsperre? Über die Aussenwände/ den Sockelbereich darf natürlich keine Feuchtigkeit in die gedämmte Decke eindringen.



Danke für die Beschreibung!



Welche Dämmung nehm ich für die Wasserleitung? Wie Du schon schreibst, muß die Dämmung schon komplett dicht sein, um nicht doch Kondenswasser entstehen zu lassen, an den Schnittstellen oder sogar unter der Dämmung... wie mach ich das am besten? evtl einschäumen?
ich bin relativ skeptisch,was das "einpacken" der Leitung angeht, nachdem ich gesehen habe wieviel Wasser sich bis jetzt schon gesammelt hatte. sprich es scheint mir recht unwahrscheinlich die Leitung wirklich trocken halten zu können. wenn das Wasser aber nun mal da ist, ist der Knackpunkt wohl eine schnelle Trocknung. reicht da eine diffusionsoffene Konstruktion (wie vorgeschlagen)aus oder sind die Perlite nicht zu "diffusionsträge" um zu trocknen, wenn im Winter nicht geheizt wird?
ist der beschriebene Aufbau auch für winters ungeheizte Ferienhäuser erprobt?
eine Horizontalsperre ist vorhanden, so wie die Feuchtigkeit verteilt war, ist das Problem wohl nur auf das Schwitzwasser zurückzuführen und nicht auf aufsteigende Feuchte, das Haus steht auch auf reinem Sandboden, unter dem alten Haus war es knochentrocken, fast staubig...
Hab nochmal Dank für Deine Hilfe!