Lehmhaus wird zur Zeit sehr warm innen

23.06.2017



Guten Tag,
Ich bewohne ein ca. 100 Jahre altes Lehmhaus in Ungarn. Im letzten Jahr habe ich das Haus umfangreich saniert. Ein neuer Fussboden mit 12 cm XPS-Platten kam rein, neue 2-fach verglaste Fenster und Türen.Die alte Holzdecke wurde mit Gipskartonplatten und 15 cm Dämmung verkleidet.
Am 60cm starken Mauerwerk wurde ausser neuen Innen-und Aussenputz nichts verändert. Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut und hat ein altes Tonziegeldach und ca. 5cm Lehmschicht auf den Holzbohlen. Die nach Süden ausgerichtete Hausfront ist ca. 17 Meter breit und liegt viele Stunden in der sehr kräftigen ungarischen Somne.

Ich überlege nun gerade, mit welcher Massnahme ich die Aufheizung des Hauses etwas verringern kann. Ich würde mich über konstruktive Vorschläge freuen.

Viele Grüsse

C.Wenzel



Sommerlicher Wärmeschutz



Das ist ein recht komplexes aber berechenbares und planbares Thema.
In Deutschland gibt es als Berechnungsgrundlage dafür die DIN 4108-2.
Grundsätzlich werden Sie das Problem wohl am besten mit einer variablen Beschattungsanlage oder über eine Lüftungs/Klimatisierungsanlage lösen können. Das kligt kompliziert und teuer kann aber im Einzelfall einfach zu lösen sein.
Beispiele:
Fensterläden
Rollläden
Dachüberstand
vorgesetzte Beschattung
Latentwärmespeicher...



...oder



oder einen Laubbaum davor pflanzen!



Wie soll ich das verstehen ?



Fussboden mit 12 cm XPS - was ist über dem XPS ? Neuer Estrich, oder etwas leichteres ?

Decke mit 15 cm Dämmung und Gipskarton ? Dämmung unter der bestehenden Decke ?

Das Mauerwerk sollte genug thermische Masse haben. Beim Fussboden und der Decke wäre ich nicht so sicher.

Die Antwort wird wahrscheinlich Beschattung und Querlüftung während der Nacht sein.