Welches ist der ideale Wandaufbau?

05.02.2006



hallo,
bin durch Zufall auf diese Seite gestossen und erhoffe mir evtl. einen Rat für den Wandaufbau oder die richtige Wahl der Dämmung der Aussenwände, wir haben ein 250 Jahre altes Haus mit aufgesetztem Fachwerk, unten ca. 36er Aussenwände und oben 15er Fachwerk aus Eiche ausgefacht mit Backsteinen ca. 13 cm breit, darauf ein bis zu 5 cm Kalkputz, natürlich möchten wir einen etwas stärkeren Wandaufbau haben der zugleich mehr dämmt, die Backsteinausfachung sollte nach Möglichkeit bleiben, doch wie baue ich die Wand am besten weiter auf, könnte ich zum Beispiel auf das Mauerwerk des Untergeschosses einfach eine Wandschale aus Lehmsteinen aufsetzen, welche dann sozusagen vor der Fachwerkaussenwand oben steht und die Hohlräume mit Leichtlehm verfüllen, bin für jede Antwort und Anregung sehr dankbar.



Fassadendämmung wäre zu empfehlen



Hallo Jan,
in Deinen Falle wäre eine sog.Außendämmung empfehlenswert. Dabei können die Backsteinausfachung und der Kalkputz bleiben. Es gibt hierzu viele Varianten. Die einfachste wäre eine 5cm dicke Schilfplatte evtl. mit Montageholz-Zwischendämmung aus Hanfmatten.Die Schilfplatte wird abschließend mit Kalk verputzt. Alternativ wäre eine hinterlüftete Holzschalung mit Hanfdämmung.Viele Detailbeispiele findest Du im Internet unter www.texbis.de





hallo Klaus,
danke für den Vorschlag, leider habe ich das Problem wohl etwas falsch dargestellt, das Fachwerk soll(muss) von aussen zur Sicht bleiben und ich wollte die Wand aus Lehmsteinen einfach innen davorsetzen, da es zum Mauerwerk des Erdgeschosses einen Absatz gibt von ca.8 cm wenn man die Decke aufmacht, meine Frage ist eigentlich die ob es so funktioniert oder ob es vielleicht auch eine einfachere Lösung von innen gibt, trotzdem vielen Dank Jan



Lehm-Vorsatzschale ist okay



hallo Jan,
eine Vorsatzmauer aus Lehmsteinen oder LehmLeichtbauplatte Stärke 6cm mit Leichtlehm-Zwischenfüllung (z.B. Hanf-leichtlehm oder LeichtMörtel, erdfeucht verdichtet) ist bauphysikalisch die optimale Lösung. Falls es am Fachwerk Wetterseiten mit Schlagregengefahr gibt, wäre dort eine Verkleidung z.B. mit hinterlüfteter Holzschalung ,Schiefer bzw. Holzschindeln zu empfehlen.
Wenn Du beabsichtigst,das Haus mit einem Wandheizsystem zu beheizen,muß die Außenwand eine Innendämmung erhalten (5cm Schilfplatte vollflächig in Lehmputz oder Leichtlehm-Wärmedämmputz eingebettet).
Weitere Detailbeispiele findest Du unter www.texbis.de





vielen dank Klaus,
muss ich den Kalkputz von der Fachwerkwand entfernen wenn ich z.B. mit Leichtbauplatte arbeite oder könnte er dran bleiben???, was würde passieren wenn man statt Lehm eine Vorsatzschale z.B. aus Porotonstein mauert, vielen Dank für Ihr bemühen, J. Krause



Kalkputz kann dranbleiben



Hallo Jan,
den vhd. Kalkputz kannst Du dranlassen. Wenn Du alternativ eine Wand aus gebrannten Ziegelsteinen vormauerst,sollte die Zwischenfüllung aus schwundsicherem Leichtlehm mindestens 6cm dick sein. Ich würde wg. schlechterem Feuchteausgleichverhalten jedoch keine Porotonsteine verwenden,sondern normale Hochlochziegel(HLZ) mit Rohdichten von ca 1000-1200kg/cbm.