Optimaler Bodenaufbau

01.02.2006



Hallo,

so langsam wird es ernst in meinem neu erworbenen Heim (Ca.1870). Der einzige Raum der noch eine "Trockenschüttung" auf blanken Lehmboden hatte, ist von fauligen Gebälk und Dielen befreit´. Da durch den Lehm die feuchtigekeit natürlich nach oben zieht, frage ch mich nun, wie der optimale Aufbau des Boden auszusehen hat.

Ich spiele mit dem Gedanken ein Betonbett einzugiessen, bin mir aber nicht sicher ob ich so der fFeuchtigkeit Herr werde. In der Wah des Bodenbelags bin ich noch total offen.

Gruss

Nils



Lehm und Holz



Ist eigentlich die beste Symbiose die es gibt, da der Lehm dem Holz stets die Feuchtigkeit entzieht und einen natürlichen Holzschutz herstellt.
Die Schädigungen in Ihrer Holzkonstruktion rühren bestimmt von größeren Wassereinträgen über längere Zeit in die Gesamtkonstruktion her, aber nicht durch die natürlich wirkende Diffussion, die Sie ansprachen.
Die optimale Aufbauvariante wird es nie geben, doch sollte eben auf diffussionsoffen, schallschutztechnisch vernünftig, wärmedämmend und nachhaltig geachtet werden.
Dies wird Ihnen meistens nur durch den Einsatz von Naturbaustoffen gelingen und da eben mit einer gewissen Masse an Lehmbefüllung und den dazu passenden Dämmstoffen.

Grüße



was mein vurredner meint...



...lehm



Empfehlung für guten Fußbodenaufbau



daß die Lagerbalken eines Dielenbodens,welche früher direkt in den feuchten Lehm gelegt wurde mit den Jahren zusammenfaulen ist normal. Wenn nun noch eine Wärmedämmschüttung bis Unterkante Dielenboden eingebracht wurde wird der Holzfäulnisprozeß extrem verstärkt.
Falls Sie einen Terracotta-Fliesenbelag Verlegen wollen empfehle ich folgenden Aufbau:
a) 10-15 cm kapillar brechende Schotterschicht einbauen + gut verdichten.
b) Darauf einen Kork-Kalkestrich in Stärke von ca 15 cm in einem Guß einbringen.
c) Nach Trocknung können darauf die Tonfliesen ins Kalkmörtelbett gelegt werden. Alternativ kann ein Holzdielenboden auf Lagerbrett fixiert werden.
Lassen Sie die Finger weg vom Beton eingießen. Dann sperren Sie den natürlichen Weg der Erdfeuchte ab,sie wandert in Richtung Sockel-Außenwand-Fachwerkschwelle. Eine schnelle Folgeerscheinung sind abgeplatzte Aueßn-oder Innnenputze,die Fußschwelle fault unsichtbar von innen heraus zusammen.
Wichtig ist,daß die Tonplatten nicht versiegelt werden,einölen mit Naturharzöl reicht aus,dasselbe gilt für die Dielenböden.
weitere Infos finden Sie unter www.texbis.de



tex-bis, huch,



was für dreiste behauptungen wagen sie hier aufzustellen:
lehm... zusammenfaulen ... normal

sie haben entweder absolut keine ahnung oder sind so dreist, wie ihre peinlich vordergründige werbung für ihr produkt es vermuten lässt...

pfui



@jürgen müller: Standard-Bauschäden bei hist.Fußbodenaufbauten



Ihren unqualifizierten Kommentaren muß ich entnehmen,daß Sie in Sachen Fußbodenaufbauten bei Altbauten direkt auf Erdreich/Lehmboden keine Ahnung haben.
Deshalb hier einige laienhafte Erklärungen:
Unsere Vorfahren verlegten auf den (erdfeuchten) Lehmboden (meist ein Gemisch aus Lehm und Bauschutt) Lagerbalken H=ca 10-15cm ohne Feuchteschutz am Holzbalken. Danach wurde auf die Lagerbalken -ohne zusätzliche Wärmedämmung-der Dielenboden genagelt.
Die natürliche Erdfeuchte hat im Holzgebälk eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt und so für Holzschädlinge einen angenehmen Lebensraum geschaffen.Jahre später waren dann die Holzbalken zerfressen.
Mit der Zusatzdämmung bis UK Dielenboden wurde dieser Prozeß stark intensiviert,der Feuchtestau hat dann die Dielenböden angegriffen.
Es gab auch früher manch clevere Handwerker,die als vorbeugenden Holzschutz die Lagerbalken angeflammt haben und diese in ein Sandbett (geglühten Sand) verlegt haben.

Ich hoffe nun,daß ich Sie, Herr Müller zukünftig zu den cleveren Handwerkern zählen darf.
Zur weiterbildung darf ich wahlweise mein Fachbuch: Bauen und Sanieren mit Lehm....dritte Auflage erschienen im AT-Verlag /CH-Aarau/Stuttgart oder den Besuch eines Lehmbauseminars empfehlen.
Zu finden unter www.texbis.de





hallo,

von einer Betondecke würde ich aus baubiologischer sicht abraten. es gibt hier die möglichkeit (praxis) mit foamglas (schaumglas) den Bodenaufbau vor feucht zu schützen, ergo wasserdicht zu machen.
gruss
alexander
beratung unter www.naturbaudirekt.de