Bodenbelag/Laminat

11.05.2012



Mein Sohn hat einen Altbau , Bj. 1901, erworben, in dem einiges an Renovierungen durchgeführt werden muss. Die Geschossdecke zum Obergeschoss ist eine Holzbalkendecke auf der im OG Bodendielen verlegt sind. Auf diese Bodendielen möchten wir nun Laminat verlegen. Die Bodendielen sind noch in Ordnung, aber soweit ich das sehe, lassen sie sich nicht soweit abziehen/auffrischen, dass wir sie als Bodenbelag so lassen möchten, daher eben Laminat. Nun habe ich in diesem Forum kaum positives zur Verlegung von Laminat auf einer Holzbalkendecke gefunden. Laminat ist nicht diffusionsofen, sodass darunter in kürzester Zeit das Holz vergammelen würde. Dies ruft natürlich Bedenken bei mir auf, allerdings musste ich feststellen, das der alte Bodenbelag (von oben nach unten) Textilteppichboden -> Kork -> Balatum -> Holzdielen so auch schon bestimmt 20 Jahre lagen, insbesonders der Balatumbelag (Teerpappenähnlicher Belag, kenne ich noch aus den fünfziger Jahren), der bestimmt schon mehr als 40 Jahre da liegt, welcher auch nicht diffusionsoffen ist, trotzdem sind die Bodendielen nicht vergammelt/durch.
Unsere Vorgehensweise wäre wie folgt:
Von der unteren Raumseite zwischen die Holzbalken Holzfaserplatten zur Trittschalldämmung, darunter eine Dampfbremsfolie von Isover VARIO KM Duplex und als Deckenverkleidung mit Querlattung Holzpanele.
Wäre dies eine Möglichkeit ??
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Moin Heinz,



hast du Fotos vom Dielenboden?

Würde mich stark wundern, wenn der nicht hinzukriegen wäre.

Im übrigen wird er nicht Plan sein, einfach Laminat drauf könnt ihr also vergessen - das gibt nur Geknarze.

Über die Forumssuche findest du jede Menge sinnvolle Vorschläge für solcherlei Aufbauten.

Gruss, Boris



Bodenbelag/Laminat



Fotos habe ich z.Zt. leider keine und ja, wie Du schon angemerkt hast, plan ist der Dielenboden auch nicht, da müsste ausgeglichen werden, auch da die Frage wie und womit. Insbesondere liegt da auch quer ein Balken zwischen, der etwas höher als der umliegende Dielenboden ist.



Ihre Versuche...



eine Trittschalldämmung einzubauen, sind ebenso wirkungslos wie das Laminat auf einem ausgetretenen Dielenboden dauerhaft. L., über das ich tatsächlich nicht viel Posites zusammenscharren kann, braucht einen perfekt ebenen Unterboden. Wenn Sie also Spachtelarbeiten und die Verlegung einer OSB 18mm mit einrechnen, lohnt sich entweder die Mühe des Dielenschleifens, oder die Neuverlegung einer Dielung.

Man sollte sich nicht ohne Not den Abfall anderer Leute als Fußboden in's eigene Haus legen.

Grüße

Thomas



um



Denkfehler auszuschließen: das befürchtete Problem ". Laminat ist nicht diffusionsofen, sodass darunter in kürzester Zeit das Holz vergammelen" wäre nur wirklich vorhanden, wenn der Raum oberhalb des Laminates nicht beheizt wird. So wie ich es aber verstehe, wird das ein Wohnraum. Damit würde ich diese Bedenken mal zur Zeite legen. Das andere wäre weiter zu bereden ...



Bodenbelag/Laminat



Hallo Olaf,
so ist es, der Raum im OG, in dem der Boden zuerst gemacht werden soll, ist ein Wohnraum und wird auch beheizt, ich denke mal min 20° (mein Junior ist ein Frierpitter). Darunter befindet sich die Küche mit Dunstabzug nach aussen und Fenster natürlich. Unter den anderen Räumen im OG (Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Diele) die ebenfalls gemacht werden sollen, befinden sich Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Diele, kleine Dusche (mit Abzug/Ventilator nach aussen) alle ebenfalls beheizt wie oben. Habe mich heute auch mal wieder im Baumarkt umgesehen. Alternativ gäbe es da auch Fertigparkett mit Öl und Wachsfinish. Aber wäre das dann noch diffusinsoffen?



Solange...



...sie keinen geeigneten Unterbau haben, ist das Diffusionsthema sowieso unwichtig.

Grüße

Thomas



Unterbau



Das verstehe ich jetzt nicht mit dem Unterbau. Es soll doch auf den alten Dielen verlegt werden, und klar sollen die Unebenheiten ausgeglichen werden bevor das Laminat draufkommt.

Gruß
Heinz



Es war...



bisher aber noch nicht klar, daß Ihnen das klar ist :-)

Die erforderlichen Arbeiten dazu habe ich oben schon erwähnt (Spachteln+OSB). Ein nicht unerheblicher Aufwand für einen eher unschönen Billigbelag, und gleichzeitig eine nicht unerhebliche Bauhöhe. Damit ein Problem in Sachen Türen und Treppenanbindungen.

Wenn Ihre Dielen nicht von Schädlingen zerfressen sind, sind sie auch schleifbar und somit als Sichtfläche nutzbar. Sind sie aber zerfressen, taugen sie nicht mehr als Unterbau.

Ich rate also nochmals, von zweifelhaften Bodenbelägen wie Laminat abzusehen. Das passt auch nicht zu einem Gründerzeithaus.

Grüße

Thomas