Fensterlaibung neu Erstellen

28.10.2007



Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Mitglieder der Fachwerk.de,

im Februar 2004 erstand ich ein Haus, Baujahr 1840. –
1952 wurde das Fachwerk im EG durch Mauerwerk ersetzt. 1964 wurde diese Sünde per Behang aus Bitumen-Weichfaserplatte mit Klinkeroptik kaschiert.

Die geplante Freilegung des Fachwerkes ist finanziell noch nicht machbar. Neue Fenster haben Priorität.

Diese müssen von Außen eingesetzt werden. Die Demontage der alten Fensterlaibung, bestehend aus erwähnten Behang-Platten und besandelten Bleckwinkeln (siehe Foto) ist erforderlich. Nach Demontage lassen sich diese Teile aufgrund ihrer Deformierung nicht wieder verwenden.
Ergänzendes Material ist nicht mehr aufzutreiben.

Mir schwebt eine Laibung aus Lärchenholz bzw. bewittertem Zinkblech vor. Die Ausführung ist noch nicht ganz ausgereift.

Haben SIE eine Idee, wie eine optisch perfekte, zu dem Material passende Laibung herzustellen ist. – Ist ähnliches Material, zumindest die Winkel, noch zu ergattern?


Herzliche Dank im Voraus

Michael Preis


PS
Im Haus verbergen bis zu 7 Lagen Tapete sandigen Putz und bröselnden Lehm. Da sämtliche Handwerker nach der Besichtigung die Ausführung gewünschter Putzarbeiten ablehnten, zog ich den raschen Verkauf des „Traumobjektes“ in Betracht. -
Zufällig fand ich Ihr Forum!
Nun werkele ich gezwungenermaßen, jedoch erfolgreich mit Produkten von Kreidezeit, Claytec sowie Lehmdiscount.

Diesbezüglich ebenfalls mein D a n k an alle Mitglieder der Fachwerk.de.





Hallo

Ich weiß nicht ob es wirklich sinnvoll ist, nur die Fenster auszutauschen. Und dann an etwas anzubauen, was demnächst wieder entfernt werden soll. Vielleicht sollte erst ein umsetzbares Gesamtkonzept für die Fassade gefunden werden, das dann Schrittweise umgesetzt werden kann. Üblicherweise werden Fenster von innen, möglichst gegen einen Maueranschlag eingesetzt. Gibt es Gründe, dass dies nicht geht? -> bitte genauer beschreiben.
Wenn man sich jetzt um eine gute Lösung als Übergang zum Nicht-gewünschten bemüht, hat man ein Provisorium das einen wahrscheinlich überlebt, das keiner so richtig schön findet und später mal als Bausünde und Heimwerker"kunst" bezeichnet werden könnte. (Nichts ist langlebiger als ein Provisorium!)
Vielleicht ist es dann ehrlicher, die Platten wegzulassen, wo sie entfernt wurden. Dann sieht man, dass da was im Gange ist und weil es so schlimm aussieht, greift man dann eher die Probleme an der Fassade an. Sonst schiebt man es immer wieder vor sich her, weil gerade... wichtiger ist.
Ich weiß nicht, was hinter eurer Bitumenverkleidung ist - nur eine Lattung/Konterlattung oder auch evt. etwas Dämmung ? Wie dick ist die Gesamtkonstruktion, wie dick das Mauerwerk, wie breit die Fensterrahmen, gewünschte Gesamtoptik des Hauses? Jetziger Zustand? Fragen über Fragen.
Gruß
Dorothée



Hallo



hallo herr preis
danke für das nette telefonat.bezüglich der fugarbeiten werde ich ihnen die verarbeitung per e-mail zukommen lassen.
viele grüße aus oldenburg sendet peter schneider



Lösungen derer viele



Wie ich Ihnen im Telefonat bereits mitgeteilt habe, ist es für's erste doch sinnvoller, erst einmal einen vorübergehenden Wetterschutz an den Laibunmgen herzustellen.
Denn bei Ihrer Gesamtsituation wäre es doch sinnvoll, die gesamte Fassadenbeplankung einmal in Frage zu stellen und neu zu überarbeiten (neu Lösung suchen und umsetzten).
Dabei auch die Grundbestandssichtung mit vornehmen und notfalls das weitere Vorgehen analysieren, wenn es gravierende Schäden am Ständerwerk geben sollte.
Wie kann es denn überhaupt bei einer derartigen Fassadenverkleidung sein, daß eine denkmalpflegerische Einordnung noch besteht?

Was seriöse und gute Handwerkerschaft betrifft, können Sie hier in der Plattform fündig werden.

Grüße Udo Mühle



Behang ergänzen!



Sehr geehrte Frau Ziller!

Die Fassade wird erst einmal in dem jetzigen Zustand belassen und nur ergänzt, wo es nötig ist. Wie gesagt, ist ein Rückbau finanziell in absehbarer Zeit nicht möglich.

Das Fachwerk ist ca. 17 cm Dick; der Behang trägt ca. 8 cm auf.

Es war beabsichtigt, die innere Laibung samt Fensterbank zu erhalten. Deshalb die Montage von Außen. Zudem würde die äußere Laibung mit den neuen Fensterrahmen nicht mehr abschließen.
Grund:
Wunschgemäß wurden die neuen Fenster entgegen der Alten flächenbündig mit dem Fachwerk montiert, um dieses später problemlos freizulegen zu können. Diesbezüglich musste lediglich die innere Laibung ringsum ca. 2 cm eingeschnitten werden, was den Versatz der Fensterrahmen praktisch nach Innen ermöglichte.


(Der einzige Tischler mit Abneigung gegenüber PU-Schaum befestigte die Rahmen mittels 4 Stück HUS-Schrauben im Ständerwerk....... und stopfte Steinwolle.
Innen dichtete er mit Acryl. Ist diese Montage ausreichend)?

Anbei ein Foto, auf dem die (Konter-) Lattung des Behanges sowie die provisorische Fensterlaibung zu sehen ist.

Es dankt und grüßt

M. Preis

Anbei noch ein " n" zum Ausschneiden für die obige Anfrage, siehe unter > Herzliche< Dank.



Steinwolle zum Ausstopfen?



Eher nicht!!
Steinwolle hat kein hygroskopisches Verhalten und gerade im Fensteranbindungsbereich entsteht eine hohe Diffusion.
Somit wird über kurz oder lang dieses Material "absaufen".
Eine bessere Variante wäre hier Hanfstopfware oder Flachs gewesen. Dieses Material ist sorptionsfähig und daher besser.
Innenseitig Acryl?
Wie sieht der Fensteranschluß inneseitig aus?
So wie ich aus dem Foto heraus schließen kann, handelt es sich um ein Kunststofffenster, was am Holzständer eh nicht gut harmoniert.
Liegt die Acrylfuge direkt am Holzständer?
Wenn ja, wird auch dieses nicht von langer Dauer sein.
Ob Acryl oder auch Silikon, beides sind Renovierungsfugen, die früher oder später ihre Funktionsfähigkeit verlieren und abreißen.
Hier hätte eine Variante aus Spritzkork besser helfen können. Auch der Einsatz eines Kompribandes hätte hier wesentlich höhere Funktionalität geschaffen.

Bitte versuchen Sie nochmals zu überdenken und u.U. zu ändern.

Freundliche Grüße

Udo Mühle



Steinwolle; Acryl



Sehr geehrter Herr Mühle,

im Vorfeld las ich bereits, dass Steinwolle dem PU-Schaum vorzuziehen sei.
In anderen Foren wurde z. B. Glaswolle aufgrund seiner >hygroskopischen< Eigenschaften als Stopfmaterial verschmäht!
Wie ist das "Absaufen" zu verstehen?

Die Fugen zwischen Rahmen und der intakten Laibung Innen wurden Seitlich wie Oben mit Acryl versiegelt. Eine nachträglich angebracht Fensterbank aus Naturstein wird ebenfalls mit Acryl angepasst.
Ist hier auch Kork zweckmäßig, überstreichbar?

Es dankt und grüßt

M. Preis



Hoffnung für Sanierung



Sehr geehrter Herr Preis,
Da ich in den vergangenen Jahren Erfahrungen in der Denkmalsanierung sammeln konnte, kann ich Sie auf jeden Fall bei Ihrem Problem bei der Fenstersanierung unterstützen und Ihnen Fachspezifiche Auskünfte und Möglichkeiten aufzeigen die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bei Interesse setzen Sie sich einfach mit mir in Verbindung
Mit freundlichen Grüßen Rainer Ernst



Hoffnung für Sanierung



Hallo Herr Ernst,

danke für Ihr Angebot.

Wir sind nicht wesendlich weiter gekommen.
Wenn Sie mir Ihre Rufnummer übermitteln, würde ich mich direkt bei Ihnen melden.


Mit freundlichen Grüßen


M. Preis