Lagerhölzer auf EPS?

03.03.2011



Hallo,
auf Eichenbalken 25 x 25 cm , Abstand zwischen den Balken ca 90 cm, habe ich Fichtenfosten 4 cm dick verlegt.
Längs zu den Fichtenbohlen möchte ich Lagerhölzer (Fichte) verlegen, mit denen ich auch das vorhandene Gefälle - ca. 15 cm auf 5 m - ausgleichen möchte.
Zur Trittschalldämmung hatte mich mir überlegt, die Lagerhölzer auf EPS-Streifen von 2 cm Dicke zu verlegen.
Zwischen die Lagerhölzer möchte ich eine kiesschicht von 7 cm einbringen, ebenfalls aus Gründen des Schallschtuzes.

Ist ein solcher Aufbau sinnvoll? Insbesondere beim EPS habe ich Zweifel, ob dieser hält.

Dank für jedweden Hinweis.





EPS als Trittschallstreifen werden mit der Zeit durchbröseln. Alternativ wäre eine Holzfaserplatte oder Moosgummi.



und



einen Rieselschutz einbauen, damit der Sand sich nicht verdünnisiert. Auch die Statik trotzdem nachrechnen lassen, du gibt ja nicht die Spannweite der Decke an.



Moosgummi...



...hat wohl auch kein längeres Leben und ist nicht wirklich druckbelastbar.

Neben Holzweichfaserplatte kann die Entkopplung auch mit Kork- oder Bautenschutzmattenstreifen realisiert werden.

Grüße

Thomas



Deckenaufbau



1. Nehmen Sie Ihre Bohlen und schrauben Sie die an den Balken zum Höhenausgleich. Wenn Sie das beidseitig machen, haben Sie als Nebeneffekt auch eine verringerte Feldbreite (-8 cm) und damit eine geringere Spannweite der Dielung bzw. des Belages. Außerdem erhöht sich das Widerstandsmoment der Balken; wichtig bei Ihrem Plan, noch zusätzliches Gewicht einzubauen.

2. Bei der Höhendifferenz rate ich Ihnen zu einer Stufe bzw. einem Podest als Höhenausgleich. Bei einer Raumlänge von 5 Metern kann das gestalterisch ein Gewinn sein; ich kann verschiedene Funktionsbereiche damit optisch trennen. Bei der zu erwartenden niedrigen Deckenhöhe im Altbau wirken solche langen Räume sonst unproportional und bedrückend.

3. Es stellt sich mir die Frage nach dem Sinn eines Trittschallschutzes. Bei unterschiedlichen Nutzungseinheiten ist Schalldänmmung erforderlich, sollte aber wie der Brandschutz gerechnet und nachgewiesen werden. Ein paar zerbröselnde Streifen auf dem Holz reichen da nicht.
Eine Alternative wäre z.B. ein Trockenestrich auf Ausgleichsschüttung.
Innerhalb einer Nutzungseinheit gibt es keine einzuhaltenden Mindestwerte; ein verstärkter Schallschutz ist hier i.d.R. auch nicht erforderlich.

4. Was die Masseerhöhung betrifft: Wo ist die eigentliche Deckenfüllung?

Viele Grüße



Hanf-Trittschall-Matten



Nimm doch Hanf-Trittschall-Matten. Was besseres findet man nicht. Die gibts bei der Hanffaser Uckermark und sind nahezu unvergänglich.



Diese Matten...



sind für eine flächige Nutzung vorgesehen. Bei punktueller Belastung werden sie sich möglicherweise so stark komprimieren, daß vom Trittschallschutz nix übrig bleibt.

Im übrigen stimme ich Georg zu, die Erfordernis des Trittschallschutzes sollte geprüft werden, und auf jeden Fall sollte Masse zwischen die Balken kommen.

Grüße

Thomas



Danke für die vielen



Anregungen. Als Masse zwischen den Balken hatte ich eine Kiesschüttung vorgesehen, etwa 7 cm. Die Bohlen auf den Deckenbalken haben Nut und Feder und dienen als Decke im EG, daher ist ein Höhenausgleich durch seitliches Anschrauben von Brettern nicht machbar. Die Decke ist schon 3,30 m hoch, wengleich es sich um einen Albau aus dem Jahre 1756 handelt.
XPS als Trittschall unter den Lagerhölzern erschien mir sinnvoll, da er doch eine ganz ordentliche Druckbelastung aushält (130 kpa, also 13 t pro qm auf 50 Jahre). Wenn die Lagerhölzer dann 10 cm breit sind und 5 m lang, würde ein solches Lagerholz 6,5 t mit XPS darunter aushalten, das wären pro qm ca. 2,6 t Druckbelastung, wenn der Abstand zw. den Lagerhölzern 50 cm beträgt.

Reicht das?

Hier in SIebenbürgen sind manche Materialien schwer zu bekommen, wie Hanfmatten oder Moosgummi.

Volker



Deckenaufbau



Dann empfehle ich Ihnen folgenden Aufbau auf den vorhandenen Bohlen:
- Rieselschutz
- Gehwegplatten oder Betonverbundpflaster in Sandbettung,
- Ausgleichsschüttung (falls noch erforderlich)
- Trockenestrich mit aufkaschierter Trittschalldämmung.

Die zusätzliche Belastung ist statisch vorher zu überprüfen.
Ich habe Ihre Beschreibung so verstanden, das die Bohlen die jetzige Belagsebene im OG bilden und nicht den Einschub.

Viele Grüße