Deckenauflager für Holzbalkendecke auf Poroton - Aussenwand

11.02.2011



Hallo zusammen!
Ich habe hier wieder eine kopfzerbrechende Frage fürs Forum. Wurde wahrscheinlich auch schon viel diskutiert, bin aber trotz stundenlanger Google- und Forumssuche nicht wirklich schlauer. Ein Teil der Südwand im EG musste neu aufgebaut werden. Nun wäre es an der Zeit das Auflager für die Balken der Holzbalkendecke zu schaffen. Die neue Wand ist aus Poroton T8 in der Stärke 36,5cm gemauert. Die Wand ist im Sockelbereich mit den entsprechenden Feuchtigkeitssperren versehen.

Wie muss ein Auflager an dieser Stelle aussehen? Wie lässt sich ein Auflager in Verbindung mit einem Betongurt realisieren?
Ich bin auch hier für alle Vorschläge und Varianten dankbar. Bilder und Skizzen wären toll!

Grüße aus Hohenlohe



Balkenauflager



Der verwendete Stein hat eine Rechenfestigkeit von 1,2 MN/m². Ob das reicht, hängt erst einmal von der Auflagerfläche und von der erforderlichen Stützkraft ab.
Das sollte der Planer bzw. Statiker wissen, der da dran war.
Der kann dann auch die Gestaltung des Auflagers und die Form der Wandverankerung festlegen.
Das sollte übrigens vor dem Aufmauern geklärt werden, sonst kann man im Zweifelsfall die letzte Schicht wieder abbauen.
Die Gestaltung von Balkenauflagern in Außenwänden ist nicht ohne, sowohl in statisch-konstruktiver als auch in bauphysikalischer Sicht.

Viele Grüße





Hallo,

zunächst einmal muss ich meine allerschärfste Warnung loswerden, ohne Begleitung durch einen Tragwerksplaner so etwas Elementares zu machen.
Auf den Seiten von Ytong gibt es genügend beispiele, ausserdem kataloge "P. oder . im Wohnungsbau, P oder Y im Gewerbebau etc......
Es gibt für 36er Gasbeton gute U-Steine, die man nach Gebrauchsanweisung bewehren und ausbetonieren kann. Dadrauf ein Neopren-Lager und Sie haben ein einfaches Balkenauflager, ob das befestigt werden muß, mit Laschen oder Bolzen und mit welchen, sagt Ihnen der erwähnte Tragwerksplaner.

Grüße vom Niederrhein



Ohne Tragswerkplaner



wollt ich das nicht machen. Die Mauer endet im Moment ca. 30 cm unter den Holzbalken. Mein Statiker hat mir folgende zwei Varianten gegeben die die statischen Anforderungen erfüllen.

Variante 1:
15 cm Betongurt mit entsprechender Bewährung. Balkenköpfe in Feuchtigkeitsperre einpacken und mit dem Gurt verschrauben. Dann mit Kleinformatigen Steinen zwischen den Balken knirsch auf Balkenhöhe ausmauern. Darauf gehts dann mit den Porotonsteinen mit der OG - Wand weiter.

Variante 2:
Wie die Altforderen eine Hartholzschwelle auf eine Feuchtigkeitssperre (die ich persönlich nach allem gelesenem weglassen würde)auflegen. In die Mauer senkrechte 50mm Bohrungen in die ein Rundstahl / Gewindestange eingemörtelt wird, der dann die Schwelle mit der Mauer verbindet. Balken und Schwelle mittels "Holzdollen" verbinden. Darauf gehts dann mit den Porotonsteinen mit der OG - Wand weiter.

Gibts zu diesen Varianten irgendwelche Anregungen, Ausführunghinweise, Materialvorschläge? Muss auch hier ein Rundum - Luftspalt von ca 2cm bleiben? Bin für alles dankbar und freue mich auf Eure Antworten.

Grüße Karlheinz



Richtigstellung:



Poroton ist kein Gasbeton, wie viele meinen, sondern gebrannte Hochlochziegel. Bei der Herstellung wird in der Rohmasse Sägespäne untergemischt, die im Brennofen verbrennt und kleine Hohlräume im Stein bildet.

Nun zu Ihrer Frage Herr Schuppert.
Ich würde Variante 2 nehmen, ebenfalls ohne Pappunterlage und als Material der Schwelle würde ich Nadelholz nehmen.
Für die Befestigung der Balken reichen auch seitlich angebrachte Winkelverbinder aus (die Balkenfelder werden bestimmt verschlossen). Als Balkenauflager reicht eine Breite von 11 cm.

Viele Grüße