außenwärmedämmung eines verklinkerten hausanbaus




hallo liebe mitglieder. auch wenn ich (leider) kein Fachwerkhaus besitze, so hoffe ich dennoch, dass ich hier den einen oder anderen rat von euch erhalten kann. seit jahren schaue ich hier immer wieder "rein" und verfolge interessiert eure gespräche. habe mich jetzt endlich auch angemeldet. meine ersten konkreten fragen an euch:unser haus besitzt einen verklinkerten ( hartbranntklinker) anbau.außenwandfläche ca.100m2. leider existiert aber lediglich eine 12er Wand und darauf ist der 11er Klinker gesetzt ( also ca.24cm zusammen).
1.der klinker ist optisch nicht mehr schön und
2.entspricht der Wandaufbau sicher nicht den heutigen wärmedämmmaßstäben.
meine fragen dazu:macht hier eine Außendämmung (wärmeverbundsystem) wirklich sinn?(es gibt ja hier einige, die das für völlig unsinnig halten ). ich könnte mir sowohl eine holz- als auch eine putzfassade vorstellen.
gibt es sonst andere möglichkeiten, den klinker optisch auzuwerten ( z.B.hält Fassadenfarbe an solchen klinkern).
ich danke im voraus und freue mich auch über konkrete ansprechpartner aus der region( braunschweig). herzlichst annett





Als erste wäre eine Energieberatung sinnvoll, die aufzeigt, was Sie an Ihrem Haus energetisch zu tun haben.
Anhand dieser Beratung können Sie sytematisch zuerst ein Sanierungskonzept erstellen und dann mit der Sanierung beginnen.

Grüsse



WDVS



Hallo,

wenn die Klinker nicht mehr schön sind, spricht doch
nichts gegen ein Wärmedämmverbundsystem, oder?

Ob verputzt oder Holz, ist Geschmackssache.

Grüße, Hajo



Wie wäre es...



... mit einem Architekten?

Suchen Sie sich doch einen aus:

http://www.aknds.de/architekten.php

Ein bei der Kammer angegebener Schwerpunkt "Denkmalpflege" lässt zumindest auf etwas Altbauerfahrung schliessen.

Es muss ja nicht gleich ein kompletter Planungsauftrag sein. Mit einem Kurzgutachten haben Sie schon mal einen Überblick über die erforderlichen/sinnvollen Maßnahmen an Ihrem Haus.

Beste Grüße aus der Pfalz



Fassade dämmen und



selbst gestalten, ist alles möglich.

Diese Fassade wurde gedämmt und vom Bauherrn selbst gestaltet.

Hier Stulpschalung kombiniert mit Alucobond, drunter kein WDVS

Grüsse Thomas



ein dankeschön



hallo, zunächst erst mal ein dankeschön an euch für eure antworten. mir ging es vor allem um drei dinge- kann man auf diese Klinker überhaupt ein WDVS setzen (wegen der "luftdichtigkeit"), aber das scheint ja ohne probleme möglich zu sein. zweitens ging es um die generelle "sinnhaftigkeit" einer Dämmung ( ich hatte da z.B. an herrn fischer gedacht und diverser kontroverser meinungen seit jahren auf dem gebiet). drittens ging es um einige "optische" anregungen/möglichkeiten. danke an thomas k. für das foto. wo kann man so etwas bestellen bzw. mit wem besprechen/planen (architekt? spezielle firma?)gerade zusammen mit diesem "alucobond" ( was ist das genau? ). ein hinweis noch dazu wäre nett. herzl grüße annett sch.



Es spricht zuviel gegen ein WDVS



Als erstes spricht die Unwirtschaftlichkeit dagegegen: Die Investitionskosten und Instandsetzungskosten sind in den nächsten Jahrzehnten bei so einem System viel höher als bei einem verklinkerten Haus.
Zweitens, gibt es dann nicht mehr!
Wertsteigerung ist Erhaltung und nicht "Zudämmen".
Einfach Zudämmen, warum?
Ich hoffe bei Suche nach der "Sinnhaftigkeit" behilflich gewesen zu sein.
Ein Foto von Ihrer optisch schlechten Fassade zusehen wäre nicht schlecht.
Anbei ein Foto aus dem Leinebergland. Das Haus ist ca. 140 Jahre alt, das Schild am Giebel zeigt es.
Ob, für Instandsetzungsarbeiten der Fugen, jemals ein Gerüst vor dem Haus stand bezweifele ich!
Viele Frühlingsgrüße
Christoph



Heizkosten?



Hallo Christoph,

und wie hoch sind die Heizkosten für dieses schöne
Haus? Was schlägst du vor, wenn sie zu hoch sind,
weil zuviel Wärme durch die Außenwände weggeht?

Grüße, Hajo



Geringe Instandsetzungskosten der Fassade



Das Haus sollte lediglich ein Beispiel dafür sein, wie wenig Geld in Instandsetzungsmaßnahmen der Außenwand in den vergangenen ca. 140 Jahre ausgegeben wurde. Deswegen verstehe ich die Frage nicht! Deine Frage stellt sich da nicht. Woher willst Du wissen, dass zuviel Wärme durch die Außenwand geht?
Grüsse Christoph



Wärmedämmung alte Ziegelaußenwand



Hallo Christoph,

nun, ich habe ein Haus mit ähnlicher Fassade, es
sind 1,5 Steine Ziegelmauerwerk, und die Fassade
sieht zwar nicht mehr ganz so gut aus wie auf dem
Foto, aber ich möchte sie auch nicht mit einem
WDVS verkleistern. Wie groß der Wärmedurchgang durch
die Außenwände ist, ist leicht zu berechnen. Er ist
so hoch, daß ich die Heizkosten nicht bezahlen kann
und will. Ich muß mir also etwas einfallen lassen.
Zur Zeit nutze ich das Haus nur im Sommer, aber das
ist auch keine Dauerlösung.

M.E. paßt die Frage schon ins Thema, weil zum
WDVS oft keine Alternative gesehen wird, und der
ursprüngliche Frager wollte ein WDVS, das aber
kritisiert wurde.

Deshalb nochmal die Frage: Wie würdest Du eine
Wärmedämmung nach heutigen Maßstäben z.B. bei dem
Haus auf dem Foto einbauen? Hast Du eine Idee?

Grüße, Hajo



Wärmedämmung nach heutigen Maßstäben?



Wärmedämmung nach heutigen Maßstäben gelten für mich nicht.
Als erstes kommt die Wirtschaftlichkeit einer solchen Maßnahme. Dadurch hat ein WDVS auf einer Außenwand nichts zu suchen! Punkt aus Ende! Eine schadensfreie Außenwandkonstruktion besteht immer noch aus einer einschaligen gemauerten massiven Wand aus kleinformatigen Steinen. Die Außenwand (Foto) ist etwa 40 cm dick und völlig ausreichend, wenn man den U-Wert effektiv berücksichtigt.
Das ist natürlich nicht "heutiger Maßstab", sondern Wissen um die Sonneneinstrahlung in massives Mauerwerk.
Bei zu hohen Heizkosten sollte man an der Heizung drehen.
Zm Beispiel Konvektorheizung auf Strahlungsheizung umstellen, bzw. umbauen. Ganz einfach, nicht teuer, gesünder, sauberer. Das ist wirtschaftlich!
Alles andere ist Geldvernichtung!
Wie ist der U-Wert der Wand Deines Hauses.
Grüße Christoph



Alucobond ist eine Aluminium-Verbundplatte



Hallo zusammen,

nachdem hier die Frage aufgetaucht ist, was denn ALUCOBOND ist: es handelt sich um eine Verbundplatte mit zwei Aluminium-Deckblechen und einem Kunststoff- oder mineralischen Kern. Das Produkt ist seit 40 Jahren erfolgreich. Mehr Informationen auch unter www.alucobond.de



danke für die info



hallo, hätte gar nicht gedacht, dass ich hier noch eine reaktion auf meinen beitrag erhalte. werde mir dass auf der entsprechenden internetseite mal anschauen, ob diese art der Verkleidung für unseren Anbau passt. leider hat sich der herr, der mir vor einigen monaten mal ein foto dazu schickte, bis heute nicht dazu geäußert.schade. dir herzlichen dank dafür. mit frdl. grüßen annett schoppnies