Feinverputz mit Kleister

10.03.2008



Hallo allerseits

Bei den amerikanischen Strohballen/Lehmbauern habe ich gesehen, dass dort oft im Innenbereich dem Lehm-Feinputz Mehlkleister zugegeben wird, um die Abriebbeständigkeit zu erhöhen. Sogar nur Sand/Kleister wird an die Wände geschmiert, ohne Lehm, der Kleister ist also alleiniges Bindemittel. Das ganze wird wirklich sehr hart und abriebfest.
Die Rezepte der Leimfarben sind ja schon sehr alt, dabei kann tierischer (z.B. Fisch) oder pflanzlicher Leim (Kleister) verwendet werden.
Habe vorher noch nie etwas von der Methode zur Putzherstellung gehört und möchte deshalb hier in die Runde fragen, ob jemand von Euch damit Erfahrungen hat. Weiss auch nicht, wie es sich mit der Diffusionsfähigkeit verhält.


Gruss und danke für jede Meinung.

Marc





Das ganze ist sehr mit Vorsicht zu geniessen, handelt es sich doch bei dieser Materialmischung um biologisch abbaubare "Nahrung" In feuchtwarmen Milieu kann es da schon mal eng in der Stube werden!



Methylzellulose



Ich glaube hier wird etwas durcheinander gebracht.
Kleister ist normalerweise Methylzellulose,
also eher pflanzlich.
Die heimischen Produktanbieter(z.B Kreidezeit) verwenden auch sehr oft Kleister in diversen Fertigmischungen.
Ich bin zwar kein großer Freund davon, aber es hat auch positive Eigenschaften, wie z.B. leichtere Verarbeitung.

Edgar



Kleisterei



Danke für Eure Antworten!

@Roland: Der Anteil Kleister ist zwar recht gering, aber mann solle dabei aufpassen, dass man keine zu dicken Schichten aufträgt und eine schnelle Trocknung ermöglicht, da sich der Schimmel sonst recht wohl fühlt!!!

@Edgar: Das ist ja spannend! Dann reicht die Bindekraft des Tons im Lehmputz nicht, um genügend Abriebfestigkeit zu erzielen?
Was wird durcheinander gebracht?
Warum bist Du kein Freund davon, was sind die Nachteile?
Ehrlich gesagt habe ich auch etwas Mühe damit, aber wenn's funktioniert, warum soll man auf die guten Eigenschaften verzichten?

Danke

Marc