Kerndämmung bei Feldsteinmauer

30.04.2015


hallo,
unser Häuschen hat auf einer Seite eine Feldstein-Außenmauer, die teilweise von innen mit einer (hochkant) gemauerten Innenschale versehen ist.
Demnächst soll das Dach neu gedeckt werden und das wäre die eine Gelegenheit, an den Spalt ranzukommen und zu dämmen.
Ich habe mir ein Angebot machen lassen und das klingt auch ganz zivil (das Dach wird uns schon genug bluten lassen...).
Allerdings fand ich das Material (graphitummantelte Styroporkügelchen) nicht gar so prickeln.
Jetzt habe ich mich noch mit jemandem vom Fach drüber unterhalten und der meinte, er würde kein Haus kerndämmen, wo die Außenhaut einen hohen Dampfwiderstand hat. Da läge der neue Taupunkt im Dämmstoff und das ist böse.
Das hat mich jetzt doch sehr verunsichert, zumal wir uns von der Dämmmaßnahme einiges versprochen hatten, denn die Wand mit den Feldsteinen ist wirklich schlimm kalt, winters wie sommers. Das liegt u.a. daran, daß es zwar die Südwand ist, diese aber von hohen Bäumen (nicht unsere) beschattet wird, d.h. bei uns geht im April die Sonne unter und sie geht erst im Oktober wieder auf.
Zweite Frage: hat der Denkmalschützer zu einer unsichtbaren Dämmmaßnahme was zu sagen?
Bin reichlich ratlos momentan.
Reni



Kerndämmung



Möglich das Sie sich Gedanken über Sachstände machen die gar nicht vorhanden sind.
Eine hochkant gemauerte Vorsatzschale aus Langlochziegeln? muß verankert sein; der Spalt ist sicher mit vermauert bzw. mit Mörtel und Steinabschlägen verfüllt. Wenn nicht gibt es so viele Durchbinder das der Einbau und die Wirkungsweise einer Kerndämmung fraglich ist.
Falls die Wand nachträglich und nicht während des Neubaues gesetzt wurde dann reicht sie nur bis zur Höhe Unterkante Zimmerdecke.
Besser ist es sich Gedanken über eine angepasste Innendämmung zu machen, abgestimmt mit weiteren geplanten Sanierungsmaßnahmen am restlichen Bauwerk und der Haustechnik.



Vorsatzschale vor Feldsteinmauer



ist wahrscheinlich nachträglich eingebaut worden und nicht verankert (die Feldsteinmauer war zuerst da) und auch nur minimal verdreckt (was halt im Laufe von 100 Jahren von oben runterfällt, wir haben nachgesehen). Und sie geht tatsächlich nur hoch bis zur Decke, aber das tun doch Wände in einem Geschoß in der Regel, oder?
Und für Innendämmung ist es zu spät, Renovierung ist schon zu weit fortgeschritten. Mal abgesehen davon, daß es wegen der Form der Fenster (Stichbogen) und einer Abschrägung an der Außenwand extrem aufwändig gewesen wäre. Und das hätte wegen der Schräge dann auch nicht gut ausgesehen.



Innendämmung



Außenwände sind im Altbau immer bis zum Dach bzw. der Traufe durchgemauert, die Deckenbalken liegen in den Wänden auf.
Wie soll eine viertelsteinige Wand ohne Verankerung (wenn man mal von der Einspannung an den Seiten und unten absieht) denn halten? Es gibt dort Durchbinder falls denn ein Hohlraum existieren sollte.
Was Innendämmung betrifft: Solange noch nicht gemalert wurde und die Schalter und Steckdosen sowie die Heizkörper gesetzt sind geht das problemlos, auch bei Schrägen und Bögen.
Man muß nur wissen welches der erhältlichen Systeme dazu passt, wie die Dämmwirkung/Stärke bemessen wird und wie man es verarbeitet. Hier ist Detailwissen gefragt.



hochkant gemauerte Wände



Herr Böttcher, sie unterschätzen die Fähigkeiten der Maurer vor 100 Jahren, wir haben auch andere Wände im Haus, die hochkant gemauert sind und die irgendwie halten. Ohne Stützen.



Hohlwand dämmen



Die Styropor-Kügelchen könnt ihr auch selber einfüllen-
die verteilen sich von selbst.
Eigentlich sollen die keine Feuchtigkeit aufnehmen-
am Besten Freigabe vom Hersteller für euren Wandaufbaus holen.
Das Problem mit Taupunktunterschreitung in der Wand besteht bei feuchteempfindlicher Dämmstoffen.
Wie breit ist denn der Hohlraum?
Ihr könnt ja einfach an mehreren Stellen kleine Löcher in die Wand bohren- ggf den Hohlraum mit Endoskop untersuchen oder von oben eine Lampe herunterlassen-dann läßt sichs genauer beurteilen.

Andreas Teich



Hallo Reni,



Fusch am Bau ist keine Erfindung des 21. Jahrhundert, vgl.
hierzu Baukonstruktionslehre Frick/Knöll I Dreizehnte Auflage.

Gruß Olaf



Hohlwanddämmung



Hallo Reni

Wenn die Hohlwand eine entsprechende Breite hat, kann es Sinn machen, sie mit Dämmstoff aus zu blasen. Sicher wird es hier Schachstellen durch Einbindungen und Mörtelresten in der Hohlwand geben.

Es kann aber preiswert zu einer Verbesserung der Wärmedämmung führen.

Voraussetzung ist, dass die Wand dicht ist. Sollten Fenster getauscht werden, muss es vorher erfolgen.

Ich habe vor 8 Jahren bei einem Gebäude die Hohlwand mit Styroporkugeln ausgeblasen. Die Entscheidung von damals war für mich richtig.

Ich hab Recycling-Styroporkugeln in großen Säcken über meinen Baustoffhändler gekauft und mit einen Laubbläser in die Hohlwand geblasen. (Der Stutzen der sonst das Laub in einen Sack einfüllt, wurde reduziert und mit einem PVC-Schlauch verlängert. Damit konnte, durch die im Abstand von 3m gebohrten Löcher, das Material eingeblasen werden. Wegen statischer Aufladung aber den Schlauch unbedingt erden.)

Viel Erfolg
Heinz-Josef



Vorsatzschale



Ich bin selber Maurer und kenne mich zudem recht gut mit historischem Mauerwerk und historischen Bauvorschriften aus.
Eine freistehende viertelsteinige Wand vorzubauen auf die Idee wäre auch vor 100 Jahren kein Maurer gekommen.
Wie wärs wenn Sie mal ein paar Fotos einstellen?
Wie dick ist die Wand im Erdgeschoss?



Der Effekt,



den Sie mit einer Kerndämmung erreichen können, ist vermutlich eher bescheiden. Eine warme Wand bekommen Sie davon bestimmt nicht.

Desweiteren: Auch Styropor kann schimmeln, besonders in unbelüfteten Hohlräumen. Wenn Sie nicht alle Hohlräume "erwischen", kann das ein Problem sein, die Wand wäre dann unterschiedlich kalt und würde partiell auffeuchten. Sie könnten mineralisch dämmen, und Liapor bzw. Maxit Clay (kein gebrochenes Korn) einrieseln lassen. Aufgrund der etwas höheren Masse dürfte der Drang in alle Ritzen deutlich höher sein.

Ich habe selbst vor geraumer Zeit die Nordfassade meines Sandstein/Ziegel - Hauses mit Mineralwolle auspusten lassen. Ein umwerfender Erfolg war das nicht, die alten Schimmelecken sind auch die neuen Schimmelecken. Ich würde das nicht mehr machen.

Eine moderate Innendämmung ergänzt durch eine Wandheizung wäre tatsächlich eine ganz andere Qualität...

Grüße

Thomas



hochkant



ich weiß ja nicht, warum mir das keiner glauben will. Siehe Bild.



Detail hochkant



und der Spalt war ca. 10 cm breit. Ich konnte mit dem Arm reingreifen und Zeugs rausholen...



Bögen



leider nicht besonders gut zu erkennen: Stichbogenfenster und so eine Schräge. Das sähe mit Innendämmung nur noch halb so gut aus...



Wieso genau...



...soll eine Innendämmung nicht dem schönen Stichbogen folgen können?

Die Schräge könnte man auch wieder ziehen, wenn die Dämmung fertig wäre. Eine echte Kehle wäre aber eleganter...

Grüße

Thomas



Vorsatzschale



Leider keine Fotos, nur Handybilder.
Die Details muss ich mir nun erfragen.
Was ich sehen kann ist erst einmal eine seltsame Baumaßnahme, das Einlegen einer Folie in den Zwischenraum. Hat das irgendeinen Grund? Falls die Vorsatzschale unten in einem Stück über die gesamte Länge geöffnet wurde war das leichtfertig, ist aber ein Indiz dafür das es Durchbinder zur Außenwand gibt.
Ist die Vormauerung aus Langlochziegeln oder aus Vollziegeln?
Wie dick ist die Außenwand insgesamt?
War die Innenseite der "Feldsteinwand" verputzt?
Diesen Bogen im SZ über dem (nachträglich eingebauten) Fenster bei einer Innendämmung nachzumodellieren sollte kein Problem sein. Wieso hat die Decke am X-el so eine Schräge, eine Art große Fase zwischen Wand und Decke?
ist die Decke nachträglich abgehängt worden?
Sie können mich auch anrufen, dann kann man im persönlichen Gespräch eine Menge Schreiberei einsparen.



Folie



hallo Herr Böttcher, et. al.
die Steine der Vorsatzschale wurden selbstverständlich Stück für Stück rausgenommen und wieder eingemauert als der Fußboden in dem Raum ausgetauscht wurde. Bei der Gelegenheit wurde eine Folie gegen das Erdreich unter den Boden gelegt und weil wir verhindern wollten, daß sich die Feuchtigkeit nunmehr ihren Weg nach oben in der Wand sucht, wurde der Rand der Folie als Sperrschicht mit eingemauert. Aber natürlich extrem vorsichtig und der Erfolg sollte mir recht geben, denn die Wand steht ja noch.
Ich bezweifle die Binder immer noch, denn das hätte bedeutet, daß jemand ein Loch in die Feldsteinwand geschlagen hat, um den Ziegel darin zu verankern. Allerdings wird sich das vor dem Dachdecken nicht klären lassen, da man nicht in den Spalt reinschauen kann.
Die Ziegel sind ganz normale (weiche) Ziegel ohne Loch (sollte man auf dem einen Bild sehen können)
Die Feldsteinwand ist ca. 60 cm dick. Falls sie mal verputzt war, dann ist der Putz schon lange versandet und runtergefallen (beim Ausräumen des Hohlraumes war Sand dabei, aber eigentlich nicht genug für eine ganze runtergefallene Fläche.)
ZUm Thema Innendämmung: zweifellos läßt sich mit entsprechendem zeitlichen Mehraufwand ein ansprechendes Ergebnis erzielen (wir haben das schon mal durchgespielt, aber wieder verworfen), allerdings ist der Zug bei den meisten sowieso Räumen abgefahren (sie sind schon fertig) und bei den verbleibenen könnte man mal drüber nachdenken, aber ich scheue mich ehrlich gesagt davor, die Renovierung zu verkomplizieren. Deswegen wird es auch nichts mehr mit Wandheizung, obwohl ich durchaus einsehe, daß diese mit einem Schlag alle unsere Probleme beseitigen würde (heute wissen wir eben mehr als vor 15 Jahren, als wir mit der Renovierung begonnen haben).
Bezüglich der Kerndämmung sehe ich meine Bedenken eher bestätigt und denke, wir werden das Geld lieber in ein paar Heizlüfter investieren und ein paar Windräder für uns drehen lassen. Wir möchten den Haus ungern etwas "antun", was seinen Zustand verschlechtern könnte, da lassen wir lieber alles beim Alten.



Kerndämmung



Warum denn nun keine Kerndämmung möglich sein sollte erschließt sich mir nicht.
Es gibt auch Kortkgranulat und alle möglichen anderen Dämmstoffe für solche Vorhaben.

Wenn schon ein derart breiter Hohlraum vorhanden ist und der auch noch feuchtigkeitsgeschützt ist würde ich den in jedem Fall dämmen.
Bei der Außenwand kann auch sicher von Schlagregenschutz ausgegangen werden.

Bei 10 cm Dämmstärke wird das auf jeden Fall einen Effekt haben.

Es wäre natürlich etwas günstiger gewesen als erste Steinschicht der Vorsatzschale einen Dämmstein zu nehmen.

Ohnehin wäre die Dämmung kein Risiko, da sie jederzeit durch Öffnungen unten wierder entnommen werden könnte und wenn bei einer Thermografie Lücken entdeckt würden können diese auch durch Wandöffnungen nachträglich ausgeblasen werden.

Bei einem solchen Hohlraum ließen sich auch jederzeit evt eingebundenen Steine entdecken- allerdings wären auch Drahtanker möglich gewesen, wie bei vorgesetzten Klinkerfassaden.

Das Dämmen des Hohlraums ist bedeutend einfacher und günstiger als eine Innendämmung vorzunehmen- die ohnehin später noch ergänzt werden könnte falls ein höherer Dämmstandard gewünscht würde.

Andreas Teich



Prima!



"Kortkgranulat", also organische Substanz" in unbelüftete Hohlräume vor einer Bruchsteinwand!

Mensch Herr Teich, Sie sind ja ein Bauschaden mit Ohren. Wobei - bei den Ohren bin ich mir nicht ganz sicher, ich kenne Sie ja nicht persönlich.

Aber immerhin, Sie haben einen "Plan B": "Ohnehin wäre die Dämmung kein Risiko, da sie jederzeit durch Öffnungen unten wierder entnommen werden könnte" Wenn ein Mycel alles zusammenhält, ganz gewiss nicht mehr...

Echt klasse.

@ Reni

Zu kurz geschlossen. Euere Bruchsteinwand sieht innen gewiss nicht so schön glatt aus wie außen. Da bekommt man bestimmt Binder 'rein.

Viel Erfolg

Thomas

P.S. Vor den gleich auflaufenden links von "Doktor Google". Die unbesteitbare Tatsache, daß eine Kerndämmung mit Korkschrot angeboten wird, ist noch kein Hinweis darauf, daß das Ganze auch empfohlen werden kann. Alle organischen Substanzen unterliegen der Verrottung. Ich denke da nur an das leise weinende Verschwinden der "revolutionären" und ultraökologischen "Ceratith" - Dämmung.



Drahtanker



Das wird es sein. Hab noch ein Bild von einem Raum gefunden, wo der Putz ganz runter ist und sehe dort keine Binder-Steine.
Es handelt sich um die linke Wand.



Feldsteinwand innen



Hier ein Bild von einem Zimmer, wo es keine Vorsatzschale gibt. Die Feldsteinwand ist von innen eigentlich genauso "glatt" wie von außen (war ja mal eine Mauer).
In den zwei Räume, wo es so aussieht, haben wir erst mit Lehm verputzt und dann 6cm Holzweichfaser drauf gemacht. Ob sich das bewährt, ist noch nicht klar, ist noch nicht so lange her.
In diesen Räumen gibt es keine komplizierten Fenster und keine Abschrägung, das machte die Entscheidung zur Innendämmung einfacher...



Kerndämmung



Mit den weiteren Bildern kann ich ein wenig anfangen.
Zur Ausgangslage:
Die Innenschale wurde mit Durchbindern gesetzt, das ist am Verband erkennbar.
Die Feldsteinwand selber ist zweischalig gemauert; auch innen sind gespaltene Feldsteine gesetzt. Eine andere Variante wäre Mischmauerwerk, also außen Naturstein und innen Ziegel aber ohne Luftschicht. Die ist hier anscheinend nicht vorhanden.
Der Sockelbereich der Außenwand ist in den Fugen ziemlich abgewittert, jedenfalls auf dem Foto. Bei dieser Art Steinverband kommt es zwangsläufig zu großen Fugen, hier kann Wasser in die Wand eindringen.
Gefördert wird es auf dem abgebildeten Wandabschnitt noch durch die niedrige Traufe ohne Dachrinne.
Das ist jedenfalls das was ich mir anhand der wenigen Informationen zusammenreimen kann.
Zur geplanten Kerndämmung:
Machbar und möglich ja, aber keine Premiumlösung.
Warum?
Innendämmung sollte kapillaraktiv sein. Ich kenne keine anorganischen Dämmstoffe die das schaffen und eingeblasen bzw. geschüttet werden können. Kondensatausfall durch eindiffundierende Luftfeuchte an der Innenseite der Außenwand ist also theoretisch möglich. Was an Feuchte hineinkommt- auch von außen über undichte Fugen im Spritzwasserbereich- kann nicht wieder heraus und akkumuliert sich in flüssiger Form irgendwann am Fußpunkt der Wand.
Das Egebnis ist dann eine erhöhte Durchfeuchtung der inneren Vorsatzschale- verringerte Dämmwirkung- Kondensatausfall-noch mehr Feuchte- noch weniger Dämmwirkung usw. Ergebnis wie gehabt.
So der theoretische Ansatz.
Was heißt das für die Praxis:
Ich glaube das eindiffundierende Raumfeuchte eine untergeordnete Rolle spielt, egal ob mit oder ohne Kerndämmung und egal was der Glaser- Rechner sagt. Sie wird, im Gegensatz zur realen Gefahr durch Konvektion, maßlos überschätzt. Bei einer luftdichten Innenschale (das sollte der Putz sichern) und vernünftigem Heizungs- und Lüftungsverhalten (Kondenswasserfreiheit!!!) dürfte Wasser in der Kerndämmung keine Rolle spielen. Problematischer und WAHRSCHEINLICHER! sehe ich die Möglichkeit das Spritzwasser über den undichten Sockel ins Mauerwerk eindringt und über die gemeinsame Aufstandsfuge der Außenmauer und der Vorsatzschale zu inneren Feuchteschäden führt. Die eingelegte Folie wird das noch verstärken, auf ihr kann eindringendes Wasser praktisch verlustlos bis zur inneren Aufstandsfuge laufen.

Was kann man machen:
Innendämmung ist immer noch die Vorzugsvariante für diese Wand. Es gibt mehrere Systeme die einfach auf den Innenputz aufgeklebt werden und wenig Dreck verursachen. Die Bauteilinnentemperatur wird angehoben, die thermische Trägheit der Innenwandfläche drastisch reduziert, der Kondensatausfall minimiert.

Einen oben offenen Spalt über den Dämmschüttung eingeblasen oder eingefüllt werden kann wird es wahrscheinlich nicht geben (siehe Foto Außenwand mit Ziegelabschluß im Traufbereich). Man kann mineralische Dämmung auch von innen über Öffnungen in der Vorsatzschale einblasen. Was das wärme- und feuchtetechnisch bringt bleibt abzuwarten. Billiger wie eine Innendämmung wird das wohl auch nicht, weniger Dreck ebenfalls nicht.
Beide Varianten setzen eines voraus: Eine dichte, vor Spritz- und Regenwasser geschützte Außenwand. Eine ordentliche Traufe mit Dachentwässerung bringt das neue Dach mit sich, fehlt nur noch eine ordentliche Sockelausbildung.
Was geht noch:
Die Wand in Ruhe lassen. Die Maßnahmen im Zuge der Dachsanierung, dazu Dämmung von Decke und Fußboden und-was ganz wichtig ist- angepasstes Heizungs- und Lüftungsverhalten sollten wenigstens den Wandfuß in Zukunft trockener halten.
Ist Ihr Fußbodenaufbau schon fertig oder noch in Arbeit?



Fugen im Feldstein



sind eneuert worden, aber in der Tat gibt es keine Regenrinne und es wird auch nie eine geben (Denkmalschutz). (Und ja, wir haben gefragt)
Außerdem ist das Erdreich außen höher als der Fußboden innen (Humus von den vermaledeiten Bäumen), woran sich auch nichts ändern läßt, denn die Grundstücksgrenze liegt unterhalb der Feldsteinmauer und deswegen können wir außerhalb nichts tun.
Insgesamt schätze ich, daß es besser ist, die Situation so zu lassen, wie sie ist.
Leider ist das Haus nicht bewohnt und wird nur alle 2 Wochen besucht, d.h. auch nur dann belüftet.
Die Fußböden sind fertig. Über der Folie kommen ca 20 cm mineralischer Dämmstoff und dann Kieferdielung.



Abdichtung



Der Sockelbereich reicht auch ca. 30 cm UNTER die Erdoberfläche, auch hier muß neu verfugt werden, am besten mit speziellen Dichtmörteln oder einem mehrlagigen Putzsystem.
Ich hoffe unter der Dielung liegt eine Abdichtung und es gibt keinen Hohlraum!