Kellerfundament / Außendämmung und Aufbereitung.

26.05.2015 JohannesS



Hallo,

Aufgrund Dacharbeiten die in ein paar Monaten beginnen, überarbeite ich die Regenwasserführung. Ich baue daher gerade eine Zisterne.

Da ich sowieso an der Kellerwand abgraben muss, habe ich mir gedacht diesen auch gleich zu dämmen und zu sanieren.

Das Haus ist von ca. 1935 und hat kein Feuchtigkeitsprobleme (Obwohl der Vorgänger eine Styropor Innenisolierung verbaut hat)fast 50cm Fundamentbreite und an der Seite schon eine Isolierung.

Wie ist hier der Wandaufbau am Sinnvollsten?

Ich denke an 80mm Styrodur + Noppenfolie. Ob ich allerdings den Sockel noch Verputzen muss ist mir nicht ganz klar. Oder kann ich einfach mit Bitumen die Platten ankleben, und danach Noppenfolie anlegen?


Im Anhang ein Bild von der Wand. Bitte keine Witze über die vielen Haare ;-)

Grüße und Danke aus Müllheim



Kellerabdichtung



Um Witze zu machen ist die Lage zu ernst.
Sie stehen gerade in einer Art Grab, hoffentlich wird es nicht Ihres. Sie wären nicht der Erste.
Das ist zwar standfester, bindiger Boden aber man sollte seinen Schutzengel nicht zusehr auf die Probe stellen.
Es fehlt eine Saumbohle, die Schubkarre steht im lastfreien Streifen, es gibt keinerlei Verbau.
Zur Abdichtung:
Ihr Keller wurde gegen die senkrechte Baugrubenwand betoniert; das war bereits eine Abdichtung. Jetzt nicht mehr da Sie den Verbund mit dem Schachten zerstört haben. Tragen Sie nach dem Reinigen eine mineralische Dichtschlämme auf und stellen Sie eine Perimeterdämmplatte (20 mm reichen) als Anfüllschutz davor.



Nur keine Angst...



Das Bild ist etwas optisch verzerrt... So tief ist es noch nicht. Es sieht leider so aus, als wäre ich tiefer als die Schubkarre, bin ich leider nicht...Saumbole ist trotzdem gute Idee. Werde ich anfertigen.

Schubkarre ... Okay das ist richtig..

Danke für den Tipp mit der Perimeterdämmplatte und mineralische Dichtschlämme. Werde ich so machen.

Was hätte ich für andere Möglichkeiten ohne zu Schachten das Wohnklima im Innenraum zu steigern? Abwasserrohre muss ich ja auch neu verlegen...

ich habe das Bild entfernt, nicht das jemand noch auf die Idee kommt und denkt das ist gut so.





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Das liegt daran, dass sie eine perfekte Abdichtung aus Lehm haben, oder besser hatten.
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Wie wurde das wieder abgedichtet, als vor 10 Jahren Gas, Wasser und Telekommunikationsleitungen in das Haus gelegt wurden?

Klar verstehe ich das das bestimmt mal einen Sinn hatte, allerdings sind Wandtemperaturen von 11°C innen doch schon etwas gering. Mit 20mm Styrodur sind es immerhin schon 15° Mit 60mm sind es 18°C (bei 20°C Innentemperatur).



Kellerabdichtung



Ein Keller braucht nicht gedämmt werden. Die 20 mm Styrodur sind als Anfüllschutz für den freigeschachtreten Teil gedacht, der gedichtet werden muß.
Die Dämmung sollte unter die Kellerdecke.
Falls eine hochwertige Nutzung des Kellers vorgesehen ist dann mit einer Innendämmung aus wasserdichtem Dämmmaterial.





Gut mein Fehler, hier etwas Genauer:

Der gesamte Keller ist mit einer innen Isolierung versehen. Teilweise mehrere Lagen von Isolierungen und Altschichten. (Holzpaneel, Rigips, Putz, usw.) Ein Teil des Kellers (ca. 1/4) wird als hochwertiger Wohnraum genutzt. ca. 1/4 ist offenes "Treppenhaus" der Rest Heizung und Waschraum usw...
Die innen Dämmung wird irgendwann runterkommen. Laut Berechnungen kann es schon zur Kondensation kommen. Schön ist es auch nicht...

Im Winter wird dadurch das Treppenhaus extrem Kalt. (Trotz Absperrung (Keller zum hochwertigeren Wohnraum und Treppenhaus) Alle Zimmertüren müssen zu sein, damit es nicht zum ungewollten Wärmeaustausch kommt. Daher würde ich gerne den Komfort etwas erhöhen und nach und nach die Kellerwände isolieren. Boden ist im Wohnraum und Treppengang anscheinend schon länger isoliert worden. Lieder ist ein komplettes absperren des Untergeschosses hier nicht möglich oder war vom Architekten niemals angedacht. Kellerdecke Isolieren ist hier nicht sinnvoll, da ich nur 50% dämmen könnte (Höhe und Wohnraum).

An der einen Seite, wo ich gerade grabe ist ein Vollwärmeschutz von meinen Vorgänger angebracht worden. Bis Oberkante Erdreich mit 20mm Styrodur und 100mm WDS gedämmt und verputzt.


Mein Gedankengang: Im Moment habe ich nur die Zisternengröße ausgehoben. Am Fenster hat es mal Wasser reingedrückt, daher musste ich sowieso handeln... Wenn ich ca. 1/2 Von dem Keller sowieso Freilegen muss, warum dann nicht von außen dämmen? Wasserleitungen muss ich auch neu legen...

Ist da mein Gedankengang so falsch?

"ist doch eine optimale Temperatur für einen Vorratskeller."

Eine Miete im Garten wär mir lieber ;-)