Kellerboden Naturkeller

20.12.2019 Robbe86



Guten Tag zusammen,

Ich bin gerade dabei unseren Kellerboden zu sanieren.
Momentan sind wir dabei den Erdboden Abzugraben.
Es soll ein Heizraum für eine Pelletheizung entstehen.
Da wir auf unserer Terrasse Waschbetonplatten haben, wollte ich diese als Kellerboden wiederverwenden.
Ist das eine Alternative zum Betonboden?
Wie muss der Aufbau sein?
Ich würde die Waschbetonplatten dann noch mit Nivellierung spachteln uns streichen.
Wäre mein Vorhaben so umsetzbar?

Viele Grüße
Robbe86



Lesestoff



Hallo!

Mal oben auf der HP unter "Lesestoff" die Unterlagen von Herrn Böttcher durchstöbern.
Passt zum Thema.

Gruß
Sebastian



vorsicht mit dem Abgraben



wieviel cm holt Ihr denn raus. Wenn man nicht genau weiß, wie das Fundamtent ausgeführt ist, fehlt dann plötzlich der Gegendruck von innen...



Kellerboden Naturkeller



Wir müssen ca.30 cm abgraben um auf das Bodenniveau vom Nachbarraum zu kommen.
Der Boden hatte ein starkes Gefälle.
Sprich auf der einen Seite eine Deckenhöhe von 1,90m auf der anderen nur 1,60m
Für die Heizung brauche ich eine Deckenhöhe von 2,20m
Die Idee mit den Waschbetonplatten entstand dadurch, dass meine Heizung in 3 Wochen eingebaut wird und mir ein gegossener Betonboden nicht rechtzeitig trocknet.



Vorsicht!!



Wenn Sie tatsächlich 30cm abgraben müssen, ist ein Statiker sowie eine zuvor sorgfältig und fachkundig durchgeführte Untersuchung des Fundamentes zwingend notwendig.

Andernfalls riskieren Sie die Standsicherheit ihres Gebäudes.



Grundbruch droht!



Bei 30cm droht tatsächlich Grundbruch!! Stets nur kleine Abschnitte von ca. 1m abgraben und mit Betonfundament nachlaufend rundum erneuern.



Keller als Pelletlagerraum tieferlegen



Wenn das umliegende Niveau in etwa dem des tiefergelegten entspricht und das Fundamentmauerwerk stabil ist sollten kaum Probleme auftreten.
Grundbruch ist extrem selten und nur bei sehr besonderen Verhältnissen zu befürchten.

Ein Pelletlagerraum muß allerdings komplett trocken sein,
da Pellets bei Feuchtigkeit stark aufquellen und sich auflösen-
anschließend werden sie kaum noch von der Schnecke transportiert-
oder wie funktioniert die Zuführung bei dir?
Normalerweise wird ein Trichter zur Schnecke gebaut.

Sofern nicht besondere Gegebenheiten dagegen sprechen ist es möglich
Betonplatten auf nivellierter Sand- oder Feinsplittbett und zu verlegen,
darunter zB EPDM- Folie als Abdichtung
alternativ auf den Betonplatten
zB Geotextil als Schutzschicht verlegen
dann zB Katja Sprint v. Knauf oder Erika v. Bauder als Feuchtigkeitssperre
Darüber zB zementgebundene Platten oder Siebdruckplatten als Schutz der Abdichtung
darauf den Pellettrichter mit den Pellets.
(wir haben auch eine Pelletheizung)



heizraum



es ist doch wohl von einem heizraum mit pelletheizung die Rede ? Von Pelletlager lese ich nichts. Für einen Lagerraum halte ich viel bessere Feuchtigkeitssperren bzw. Pellettanks für nötig.



Vielen Dank



Für alle Antworten.
Ich müsste auch das Pelletlager (Sacksilo)
in diesem Raum stellen.
Die Wände sind feucht, wird aber im Laufe des nächsten Jahres gemacht.
Der Raum hat eine natürliche Belüftung,die auch bleiben soll.
Das Problem ist, dass in diesem Raum der Schornstein beginnt.
Wie hoch wird den der Bodenaufbau werden.
Wie stark muss die Schotterschicht sein?

Viele Grüße



Kellerraum für Pelletheizung



Warum Schotterschicht?
Wie sollen die Wände trockengelegt werden?
Statt Belüftung für den ganzen Raum wäre es evt günstiger die für den Kessel benötigte Zuluft direkt hierhin zu verlegen, da anderenfalls im Sommer Kondensatausfall an kühlen Kellerwänden möglich ist, wenn warme Außenluft an die Kellerwände geleitet wird.

Ausbildung des Schornsteinfundaments hängt vom Gewicht des Schornsteins und der Belastbarkeit des Bodens ab.

Bei Innenabdichtungen, zB mit MB 2K würde die Feuchtigkeit schneller abnehmen, nur wird dabei die Steinstruktur abgedeckt.



Betonplatten mit EPDM



Wir haben das in unserem Keller auch nach Andreas Teich Vorschlag gemacht. Bis 10cm über Fundament ausgegraben, begradigt und verfestigt (Handstampfer). EPDM-Teichfolie auf der ganzen Fläche. Bettungssand und dann die Betonplatten. Für die Lüftung habe ich zwei Rohrventilatoren in die Fenster gebaut und schalten sie per Taupunktsteuerung.
Funktioniert soweit ganz gut. Die Wände werden merklich trockener und die leeren Bierflaschen schimmeln nicht sofort.
Aber 80% Luftfeuchtigkeit haben wir nach einem halben Jahr immer noch. Pellets würde ich da nicht reinlegen.



Aufbau



Also wie muss der Bodenaufbau nun sein?
Teichfolie direkt auf die Erde, dann eine Schicht Sand (wie stark muss diese sein?) , Waschbetonplatten , Nivellierung und Anstrich.
Habe Mal Fotos vom betreffenden Raum angehängt.



Aufbau



Wir haben die Teichfolie direkt auf den gestampften Boden gelegt. Wenn viele Steine drin sind könnte ein Geotextil als Schutz sinnvoll sein.
Dann ist die Empfehlung 3-5 cm Sand zu nehmen. Wir waren eher bei 2-4 cm.
Darauf dann die Platten.
Einen weiteren Aufbau haben wir nicht.

@Andreas: Die Werte werden alle auf einem Raspberry aufgezeichnet. Nach 6 Monaten sieht man bis jetzt eher die Jahreszeiten und wie oft der Lüfter Lüften kann bzw. wie weit die Taupunkte auseinander liegen. Wenn kein Lüftungswetter ist, steigt die Feuchtigkeit innerhalb von 3-4 Tagen von 80% wieder auf 90%. Das wird also wirklich noch etwas länger dauern.



Kellerboden mit Betonplatten



Zuerst den gewachsenen Boden nivellieren ohne ihn aufzulockern, bzw. anschließend wieder feststampfen.
Anschließen wie erwähnt bei steinigem Untergrund. Geotextil o.ä. auflegen,
darauf eine durchgehende EPDM- Folie (Teichfolie genügt, Flachdachfolie ist zusätzlich gegen Funkenflug geschützt) Bei Teichfolienlieferanten gibt‘s vergünstigte Reststücke.

Dann zB über in 1,5 bis 2 m Abstand in Sand gelegte und nivellierte Rohre oder gerade Latten den scharfen Sand oder Feinsplitt abziehen (Sand ist leichter zum Abziehen).

Die Sandschicht sollte nicht zu unterschiedlich dick sein, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden.

XPS oder andere Platten zum darüberlaufen verlegen,
Latten entfernen und diese Stellen mit Sand auffüllen.

Platten am besten mit Plattenheber verlegen und Fugen mit feinem Sand ausstreuen und abkehren (evt etwas Zement oder hydraulischen Kalk zur besseren Bindung zugeben)

Wenn bei der Plattenverlegung Kreuzfugen vermieden werden ist der Belag gegen Verschiebungen besser gesichert.