Wärmebedarf

23.11.2009



Hallo Forum,
wir haben ein altes Haus, zur Zeit noch mit Ofenheizung. Jetzt stellt sich uns die Frage, wie hoch ist der Energiebedarf um (vor Angebotserstellung) einen Richtwert zu haben, welche Kosten auf uns zu kommen.

Paar Angaben:
Doppelverglasung später werden die Äußeren durch Thermophen 1,2 ersetzt.

5cm Schilfrohr im ganzen Haus auf 70cm Stein.

Dach noch nicht neu, es werden wohl ca 20 cm Zellulose.

Keller nicht isoliert.

Im ganzen Haus Wandheizung und unter den Dielen Fußbodenheizung im Nutzbereich, also unter den Sitzgelegenheiten.

Deckenhöhe von 2,8-3,8m

Wo sehe ich den Verbrauch etwa? 50W/qm??


Danke für das tolle Forum

Grüße



Hallo Mark,



50W/m² wären schonsehr wenig. Nach Deinen groben Angaben würde ich eher 90 W/m² schätzen.

Zur Schilfrohrplatten gibt es Altenativen wie z.B. die Weichholzfaserplatte die bei geleicher Stärke eine deutlich besser Wärmedämmung bietet.

Grüße aus Koblenz





Wärmebedarf.......

Wichtiger ist erstmal die Frage welche Art Heizung schwebt euch vor ?
Denkt ihr an Gas /Öl .. oder erneuerbare Energie ?
Welche Gegebenheiten treffen bei euern Haus zu ... Einzelhaus / Einzelgehöft oder irgend wie Wind geschützter in einen Ortskern ..... ?
Welche Betriebskosten oder besser gesagt welche Muskelhypothek seit ihr bereit selbst jedes Jahr auf zubringen ?
Welche Möglichkeiten bestehen für den Aufbau einer Heizungsanlage ? Bei zb. Holzvergaser oder Solaranteilen ist die größe des Pufferspeichers entscheident.
Denn erst ein großer Puffer macht das Heizen / Warmwasser bequem.
Evt. Lagermöglichkeit oder Aussiedelung in ein Nebengebäude .... Kein Dreck im Wohnhaus !!
Dies waren auf jeden Fall erst mal meine Grundsätzlichen Gedanken ..... bevor ich mich infomiert habe und entschieden habe für meine Heizung.
Auch sollte man sich vorab auch mal über die verschiedenen Förderprogramme informieren.

LG
Joachim Pfeiff
P.s können ja mal telefonieren .



Wärme



Hallo,
90W/m² ist eine Schlagzahl, damit kann ich was anfangen.

Jetzt zur 2ten Antwort:
Most vor least!!, kann auch dauern.
Wir haben z.zt. einen Grundofen und elektr.Duschwasser.
Angeschaft haben wir uns eine Röhren- Solar, klein für den Einstieg, die...schrittweise über die Jahre erweitert werden soll. 6qm Speicher 300 l zusätzlich ein zuschaltbarer für Parallelbetrieb mit 650 l. Im Keller können problemlos 1000de Liter dazu, was meine Gedanken in Richtung Permasolar lenkt. Da aber der Dukatenesel in den Keller der Nachbarn geflüchtet ist... das dauert. Bis jetzt kommen wir mit dem Ofen + einem Kücherherd so lala hin, Komfort sieht sicher anders aus aber es liegen noch viele andere Arbeiten vor uns.
Da es also an vielen Ecken Arbeit gibt, kommt eine vollständige, umweltbewuste, richtige Heizanlage erst nicht in Frage. Ein Provisorium jedoch auch nicht.

Stadtkern,
4Seitenhof
Wohnhaus 250qm Fläche
Scheunen, Keller...
Fast alles durch Eigenleistung



Moin Mark,



was auch immer du vorhast - das "Geröhr" kommt zuerst in und durch die Wand. Wenn du alles nach und nach "anstrickst" hast du schnell einen U-Boot-Maschinenraum im Haus und 5 Pumpen, die miteinander geregelt werden wollen.....

Ich hab zusammen mit einem befreundeten Klempner und der Installationsfirma erstmal alle Möglichkeiten gewälzt und tagelang über die Rohrwege gegrübelt.

Zu den 50W/qm fehlen meiner Meinung nach noch die Dämmung zum Keller und ein wenig mehr auf die Wand.

Und dort wo dein Puffer steht ist in Zukunft "geheizt" - 1000l geben trotz Dämmung ordentlich Wärme ab - nix mehr für Wein oder Vorräte......

Grüsse, Boris



Schön warm hier...



Hi Boris,
darum frieren wir seit 5 Jahre... :-)
Was ich nicht alles einbauen wollte. Von Gas mit Tank bis Wärmetiefenbohrung... (dafür sind schon 30 Ämter nötig). Ein Freund erzählte von einer Siedlung, in der es hip ist eine Tiefenbohrung zu haben...Schade. Jetzt frieren alle mit Wärmepumpe.
Manufactum hatte eine prima Beilage. www.Permasolar.de
Der tausende Lieter Wasserspeicher hat tatsächlich min 4Qm
unisoliert, da nur bis 20° gespeichert werden. Nix Sauna im Keller und blubbernder Wein.
Speicher aus IBC Container... Permasolar bietet sogar Hilfe bei Eigenkreationen.



Grundofen



ist doch klasse - kannst du da nicht noch nen Wärmetauscher reinstricken?

Mit der solaren Heizungsunterstützung bin ich ja noch skeptisch: Im Sommer kannst du alle Nachbarn zum Duschen einladen, im Frühjahr/Herbst bringts aber wohl nur ein bis 2 Wochen reale Einsparung.....

Und was Tiefenwärmebohrung angeht gucken wir doch alle erstmal nach Staufen....

Gruss, Boris

P.S.: Renovieren macht auch warm....;-)



Arbeit macht warm



Hallo Boris,
sie mal auf die Seite. Die Wärmepumpe arbeitet mit der Zisterne und damit nur mit dem bischen Wärme aus der Solaranlage.



Hört sich nicht doof an....



40m³ Zisterne is natürlich auch nich nix...was kost denn der Spaß übern Daumen?

Gruss, Boris



Dieses Heizproblem



ist komplex. Was werden die Bauherren auch überschüttet mit dollen Ideen der Heizbranche. Ach ja, die Dämmbranche macht da auch mit. Den Spruch zum Dukatenesel versteh ich.

Mein Tipp: Auch mal über elektrische Heizsystem nachdenken. Dabei läßt sich Geld sparen. Vor allem, wenn optimal bemessen und betrieben.

Aber wie gesagt: Komplexe Fragestellung. Die eiermilchlegende Wollmichsau gibt es nicht, auch wenn es manche andeuten. Man muß das Ganze dabei sehen.



Mit



Strom heizen?

Nicht schon wieder!



Hat halt jeder



seine Perspektive. Und als reiner Planer bin ich da (pflichtgemäß) neutral. Wobei es genug Planer geben mag, die auch an einem System kleben.

In Schloß Veitshöchheim haben wir parallel WW (EG) und Elektro (OG) laufen. Und wir kennen auch Verbräuche von gelungenen el. Wärmestrahlungsheizungen. Da kann man dann schon Aussagen wagen, die dem Mainstream widersprechen.

Verallgemeinern will ich aber prinzipell nicht. Es kommt auf das Einzelobjekt und den Nutzer an.