Gründerzeitkeller unter Treppenansatz innen feucht




Hallo zusammen,

haben kürzlich ein Gründerzeithaus (ca. 1890), freistehend, voll unterkellert, erworben. Sandsteinsockel, Keller wurde mal saniert, innen verputzt (an einigen Stellen Natursteine, an einigen Steillen Ziegel zu erahnen), Fenster durch Vorbesitzter überall erneuert. Hat an einigen Stellen offensichtliche Feuchtigkeitsschäden (Ausblühungen etc.). Wird u. a. als Wellnessbereich, Waschküche und Hobbyraum genutzt. Eine Altbausanierungsfirma hat ein Angebot mit komplettem Ausgraben, Abdämmen und Injizieren angeboten. Hierzu hätte ich folgende Fragen:
1. Gibt es sinnvolle Alternativen zu der "großen" Lösung?
2. Speziell an dem Teil der Kellerwand, die hinter dem Ansatz der Außentreppe liegt, ist es besonders feucht. Hat hier jemand eine Idee?
3. Ist bei einer Nutzung als Wellnessbereich (ein Teil des Kellers) wg. der hohen Temperaturunterschiede etwas gesondert zu beachten?
4. Wenn der Sandsteinsockel außen schadhaft ist, kann das ein Grund für Feuchtigkeit sein?

Bin für jeden Hinweis dankbar.
VG
Peer



Keller feucht



Ich denke eine sinnvolle Alternative wäre die Firma mit Ihrem Angebot erst einmal dankend hinaus zu komplimentieren.
Die Feuchteerscheinungen an der Treppe hängen sicher mit der Treppe selber zusammen, hier dringt wahrscheinlich Wasser über die Stufen bzw. die Fugen zum Haus ein. Da hilft kein Aufgraben und kein Injizieren sondern ein punktuelles Nacharbeiten der Anschlußfugen und am besten ein Vordach.
Was die paar Ausblühungen betrifft: So etwas ist immer ein Zeichen das Bauteile austrocknen. Wenn Sie ein paar Fotos der Schäden einstellen kann man dazu vielleicht etwas mehr sagen.
Waschküche, Wellnessbereich, neue Fenster:
Bei ungenügender Lüftung ist diese Kombination eine sichere Quelle für Feuchte Wandteile!

Viele Grüße

p.s. Gab es denn von den eifrigen Trockenlegern eine Feuchteermittlung samt Ursachenfeststellung die dem Angebot zugrunde liegt und wie sah diese Feuchteermittlung aus?



so alte Keller …



wurden damals nicht so aufwändig ausgestattet an gutem Putz.

Meist wurde nur "verbandelt" und gekalkt.

Danach wurde meist mit Dispersionen gestrichen und "gute" "moderne" Baustoffe verwendet, die "dicht" sind und m.E. mehr Schaden anrichten als nachhaltig für das Bauwerk sind …

Der Lösungsansatz der "grossen" ist m.E. nur wieder "modern" und teuer und wenig nachhaltig und schädlich auf Dauer.

Auch bei Kellersanierungen sollte ein Konzept stehen, das die gewünschte Nutzung beinhaltet, die Konstruktion verbessert und nachhaltig in Ordnung ist.

Ich bin ein freund von einfachen und tradierten Baustoffen und würde im Keller mit Luftkalk arbeiten (mehrlagig) und den Begebenheiten und der Nutzung entsprechend ausgeführt und gestrichen …

Die Feuchte sollte ursächlich ergründet werden, was man von hier schlecht machen kann … meist sind die Schäden auf die "guten modernen" Baustoffe zurückzuführen …

Wie schon Georg dargelegt hat sind weitere Parameter zu beachten: Lüftung, Fenster, Umnutzung, Sockelbereich, Vordach?, etc. - ergo: Konzept - und da braucht man mehr Infos als hier beschrieben werden kann!

Florian Kurz
www.slow-house.de