Kellenschnitt, oder das schräge Abschneiden der Gefachkante zum Holz

01.04.2003


Eine Sache ist mir noch nicht ganz klar geworden: Um ein optimales Ablaufen des Regenwassers zu erreichen,sollte man doch beim Ausbessern der Gefachkanten an der oberen waagerechten Kante der Gefache den Kalkmörtel soweit abwinkeln, daß er etwa 5 bis 10 mm hinter der Balkenkante zurücksteht, das Wasser tropft dann von der Balkenkante auf die abgewinkelte Fläche des Gefachs und kann ablaufen. Die unteren waagerechten Kanten der Gefache sollte man jedoch anders gestalten! Hier sollte der Putz nicht so stark abgewinkelt werden, das Wasser würde sonst auf den Balken und somit zwischen Balken und Gefach geraten (Fäule).Den Putz entweder bündig mit dem Balken abschließen lassen, oder (noch besser) den Putz etwa 5 bis 10 mm vorstehen lassen, damit das Regenwasser ohne die obere Kante des Balkens zu berühren abtropfen kann.
Wäre das so richtig?



sicher



Sicher ist das denkbar im unteren Bereich die Ausfachung überstehen zu lassen, aber das sieht nicht aus und vor allem muss man eine Punkt festlegen, an dem die Ausfachung aus der Ständerflucht herausragt. Deshalb gibt es die Kissenvariante oder besser, das gerade Abschneiden im Unterbereich. Der Kellenschnitt hat darüber hinaus die Bedeutung das unkontrolierte Reissen der Fachung zu verhindern und durch die Sollbruchstelle festzulegen...



Kissenvariante?



Hallo Herr Garkisch,

bei uns wurde vom Denkmalamt "untersagt" die Kissenvariante anzuwenden, zum einen aus Pietätsgründen und zum anderen, da das statisch schlechte Auswirkungen hätte (steht so bei uns in der Baugenehmigung)... Wie auch immer... Grüße Annette Mohr



klar



das Kissen sieht nicht gut aus, diente auch nur zur Erklärung...




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