Kaltes Bauerhaus auch bei wärmerer Temperatur

01.06.2015 Michael Rabl



Das Haus ist ein ca. 1730 erbautes Bruchstein Bauernhaus.

Mit dem Heizen im Winter kommen haben wir im Erdgeschoss immer eine Temperatur von etwa 18 - 20 Grad. Ohne Heizung jetzt wo es wärmer wird und sie abgestellt ist haben wir es konstant 16°C, egal ob draußen 15° oder 25° sind.

die Wände fühlen sich auch kalt an wenn man die Hand auflegt. Unter dem Haus ist ein alter Bruchsteinkeller aus Schiefer der auch Feucht ist.

Gibt es Tipps oder einen Rat, wie ich die Wände wärmer bekomme und eine höhere Gesamttemperatur innen im EG herrscht?

Die Fenster sind alle 2007 neu Doppelverglast reingekommen.

Die Wand ist in einem Zimmer komplett mit Sanierputz ohne weiteres verputzt. Die Küche hat Raufasertapete....

Mehr Zimmer sind im EG nicht. Darüber ist die Schlafetage die konstant 17-18 Grad hat. Angenehm auch im Sommer zum schlafen.



Innentemperatur zu niedrig



Ohne genauere Angaben ist eine Ferndiagnose nicht möglich.
Ansonsten empfehle ich, auch außerhalb der Heizperiode zu heizen.
Eine moderate Innendämmung mit Wandheizung ist eine gute Möglichkeit ein dauerhaft angenehmes Raumklima zu erreichen.





Kenne niemanden der im Sommer die Öl Zentralheizung nutzt. VErbrauche so im Winter schon 3000 Liter Öl.....es muss doch andere Möglichkeiten hierfür geben. Welche angaben werden denn benötigt?



Wärmebeharrungsvermögen



Verlegen Sie das Haus in wärmere, trockene Gefilde. Süditalien, Spanien, Südfrankreich...
Das nützt ihnen sicher nichts.
Die zweitbeste Variante außer Heizen wäre Innendämmung.
Oder frieren.



Hauslage



Hallo

ist das Haus exponiert oder eher "eingegraben" in einem Tal; oder/und stehen Gebäude und/oder Bäume aussenrum, die es in "den Schatten stellen"?

Aussendämmung ist keine drauf?

Ist der Sockel eher "frei" dh. der Eingang etwas erhöht?

Die Materialien haben auch etwas Einfluß auf die Temperaturen.

Innendämmung empfehle ich eher nicht … dann eher eine Temperierung n.G.

Noch eine Anmerkung:
Viele haben die Zentralheizung laufen, weil sehr oft die Warmwasserbereitstellung auch über diesen Brenner / Kessel erfolgt.

Gutes Gelingen

Florian Kurz



Kälte



Hallo, ich habe einmal ein Bild angefügt, es hat schon tieferes Niveau als die Hauptstraße rechts. ist eine alte Schmiede. Aussen ist ncihts drauf, da die Wandstärke so schon 60 cm hat. Die Heizung ist im Sommerbetrieb, Wasser wird damit aufbereitet aber die Heizkörper bleiben kalt. Bäume sind keine.



Dämmung



Schade,
Das Alter und die Nutzung (Bauernhaus, Schmiede) sieht man keinem der Gebäude an.
Gesichtslos.
Aber das Jammern über vergangene Sünden nützt nichts.
Sie brauchen hier wirklich ein Gesamtkonzept, auch die Heizung muß zur Verbesserung der Wohnqualität mit einbezogen werden.
Das ist nicht mal so schnell über das Internet zu klären, dazu ist die Aufgabe zu komplex.
Das sollte bald geschehen.
Neue, dichte Fenster und niedrige Bauteiltemperaturen sind keine gute Kombination.



Kalt



Es sind eelbst innenwände kalt.mit Holzofen werden diese in dem einen raum kurz warm aber genauso schhnell wieder kalt.



Raum 2



Hier sieht man die wanddicke ein wenig



Bruchsteinwände werden nicht warm.



Wie schon gesagt wurde:
schade, daß man das Alter und die frühere Nutzung
dem Gebäude nicht mehr ansehen kann.

Außendämmung wäre kaum sinnvoll machbar.

Desweiteren Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit,
zur Vermeidung von Kondensationskälte.

Zusätzlich möglichst Holzdielenböden verlegen,
was Fußwärme bringt und den Zwischenraum dämmen,
sofern möglich auch die Kellerdecke.

Grundsätzlich wären große Fensterflächen Richtung Süden, Osten, Westen günstig zur passiven solaren Wärmegewinnung.
Das ist natürlich nur mit großem Aufwand, wenn überhaupt, machbar.

Sicheren Erfolg und warme Wände würde moderate Innendämmung und Wandflächenheizung bringen.
Wir planen dies gerade bei einem Altbau mit über 70 cm dicken Steinwänden, bei welchen ähnliche Probleme auftraten.

Ggf Fragen dazu an meine angegebene mailadresse schicken

Andreas Teich



Kalte Außenwände



"Kenne niemanden der im Sommer die Öl Zentralheizung nutzt."
Das mag ja so sein. Nur wenn es zu kalt ist, muss man heizen oder frieren.
"VErbrauche so im Winter schon 3000 Liter Öl."
Das sagt erst einmal nicht viel; es kann nur beurteilt werden, wenn der beheizte Raum und die restlichen Parameter bekannt sind.
Das Haus (welches auf dem Bild ist es denn?) besteht aus Bruchstein (wie dick sind die Außenwände?), diese haben eine große Wärmekapazität. Damit sich die Wände nicht kalt anfühlen, muss man lange, sehr lange heizen; erreicht man praktisch nie.
"Die Fenster sind alle 2007 neu Doppelverglast reingekommen."
Welchen U-Wert haben die Fenster?
Wenn die Fenster "besser" sind als die Wand, gibt's da Probleme.
Um das Haus in einen "bewohnbaren" Zustand zu versetzen sind viele Parameter in einer Gesamtplanung zu berücksichtigen; das lässt sich nicht via Frage und Antwort im Internet erledigen.
Vorläufiges Fazit:
Eine moderate Innendämmung mit Wandheizung ist eine gute Möglichkeit ein dauerhaft angenehmes Raumklima zu erreichen.