Kalkputz mit Körnung 0-8?

04.09.2015



Hallo,

eine kurze Frage: Unser Maurermeister, der einen neuen Keller innen Verputzen sollte, hat das mit dem Mauermörtel (Kalk und Rheinsand) getan; Putzdicke etwa 1,5-2 cm. Die Wänder sind 24er Mauerwerk mit gebrannten Ziegeln (neu aus Polen). Ich habe es zu spät bemerkt, will aber eine glatte Wand, wo später nichts absandet. Daher habe ich über den groben Putz noch eine dünne Schicht 0-1,5 mm ziehen und mit dem Schwammbrett sorgfältig verreiben lassen. Es gab dabei zwar einige „Riefen“ durch das grobere Korn, doch die nach oben tretenden dicken Brocken wurden entfernt und die Löcher neu verrieben. So gesehen sieht jetzt alles gut aus.

Kann jemand etwas dazu sagen, ob das Probleme bereiten kann? Ist dieser grobe Putz vielleicht rißanfälliger oder kann es anderen Ärger geben? Noch könnte man das Ganze von der Wand holen und neu verputzen...



das



passt schon !



schon ok



ich schließe mich dem "Vorschreiber" an, möchte aber dazu noch ein paar Ausführungen dazu machen, damit es verstanden wird.
Putzmörtel ist nicht gleich Putzmörtel. Der Meister hat schon gewußt, was der tut. Ursprünglich gab des für den Putz auch ideale Sieblinien, die die Industrie in Vergessenheit hat treten lassen. Die Festigkeit eins richtigen Kalkputzes kommt von der Sieblinie und den darauf abgestimmten Menge an Kalk, nicht von der Menge und Härte des Bindemittels. Ich habe dazu mal was verfaßt: //forum.derhausdoktor.net/#post8. Eine kleine Sache ist da aber immern noch zu beachten. Die Putzstärke sollte immer etwas die dreifache dicke des görßten Kornes entsprechen. Da sind bei 8 mm 2 cm Dicke das absolute Minimum. Deshalb glaube ich, das dadurch die Unregelmäßigkeiten entstanden sind. Wenn er sandet, dann war es zu wenig kalk. Aber auch da kann man sich helfen, Kalksinterwasser aufstreichen.

Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Und eventuell noch mit Kalkfarbe streichen



Grüße





Vielen Dank für die Antworten. Dann bin ich beruhigt.