Innenwände neu verputzen

03.01.2017



Hallo zusammen,
Wir sind gerade dabei unsere Innenwände neu zu verputzen.
Hierbei handelt es sich um Fachwerkwände die mit unterschiedlichen Materialien verputzt waren/sind.

Folgende Aufbauten haben wir gefunden:

- Fachwerk Ausfachung mit Lehmstaken
- Fachwerk Ausfachung mit Steinen, Lehm und Stroh
- Fachwerk Ausfachung mit Lehm darüber Gipsputz
Fachwerk Ausfachung mit Steinen darüber Putze teilweise mit Dachziegeln um Material zu sparen.

Wir möchten möglichst viel Putz erhalten der noch fest ist und nur die losen Bereiche entfernen.
Hinzu kommt, dass denkmalgeschützte Stuckelemente vorhanden sind.
In einem Raum werden wir voraussichtlich komplett mit Rigipsplatten auf einer Holzkonstruktion arbeiten da nahezu kein Putz noch fest war.
Aber in den anderen Räumen stellt sich die Frage nach dem richtigen Aufbau des Putzes.
Nach einigem Einlesen würden wir folgenden Aufbau machen sind uns aber unschlüssig ob dies richtig ist:

- Holz mit Wellpappe o.ä. Abdecken und befestigen
- Unterputz mit Weber.mix 610 Ks (Alternative gesucht da nur als Siloware verfügbar ist Weber.dur 110 möglich?)
- Armierungsschicht mit Weber Therm 300 (?) und Glasfaserarmierungsgewebe über die gesamte Fläche
- Putzschicht

Könnt Ihr uns bitte helfen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße



Innenputz



Die Putzflächen die ich auf dem Foto sehe kann man mit einem Gipsspachtel oder einer Kalkglätte reparieren, vorher die Fehlstellen ausbessern.
Wenn Sie eine Vorsatzschale als Trockenputz stellen wollen dann bitte nicht an die Außenwand. Nehmen Sie keine Holzprofile sondern Metallprofile. Sie sind maßhaltiger und Verarbeiten sich leichter.
Was ist das für eine graugrüne Fläche rechts auf dem Foto?



Die Fläche



Die Graugrüne Fläche ist ein Stück Rigips das jemand mal eingeklebt hat um Material zu sparen.
Hier ein besseres Bild was eine Vorsatzschale bekommen wird. Das Chaos bitte ignorieren. Dies wird zuerst beseitigt



Innenputz



Ich meine nicht das Stück GRÜNEN GKI in der Mitte sondern das hellgrau-grüne Teil rechts daneben.
Die Wand auf dem zweiten Foto dürfte mit klassischem Verputz beherrschbar sein, das geht aber nur mehrlagig und mit Armierung. In diesem Fall und wenn es eine Innenwand ist kommen Sie mit einer Vorsatzschale günstiger und schneller weg- vorausgesetzt Sie greifen nicht zu Holzprofilen.
Setzen Sie Rahmenprofile, schieben Sie Ständerprofile ein, versteifen Sie die bei Bedarf mit ein paar Direktabhängern.
Halten Sie sich ans Verlegeraster dann ist die Wand an einem Tag vergessen.
Wozu brauchen Sie die Riesenmenge an Brandschutzplatten?



Brandschutzplatten



Das sind Rigips Platten für die Wände. Wo wir damals welche benötigt haben woanders im Haus, haben wir gleich eine Palette bestellt.
Die Grüngraue Fläche sind Lambrien. Diese werden geschliffen und dann lackiert.
Sehen dann am Ende so aus wie hier.



Lambrien



Den Begriff habe ich noch nie gehört; man lernt immer was dazu.
Also eine Vertäfelung. Wenn die an einer Außenwand ist empfehle ich Ihnen da mal dahinter zu schauen. Möglich das sich dort ein lebhaftes Biotop angesiedelt hat.
Mit den GK- Platten habe ich mich geirrt, auf dem Foto sehen die wie Fermacell aus.
Bei der nächsten Palette werden Sie bestimmt auch sorgfältiger stapeln, es ist Ihr Geld von dem die Ecken dauernd wegbrechen.
Verarbeiten können Sie den Gipskarton auch als reinen Trockenputz, also direkt auf die Wand geklebt. Dafür muß die Wand EBEN sein, nicht glatt. Das ist die schnellste und effektivste Methode um Wände mit Putz zu bekleiden. Wie das gemacht wird finden Sie in den Verarbeitungsrichtlinien der Trockenbauhersteller.



Die Platte



Hallo,
Die Platten waren zur zügigen Verarbeitung geplant.
Jetzt liegen sie schon seit 3 Jahren in der Wohnung und haben gelitten.
Das mit dem Kleben hatten wir uns auch überlegt aber die Wand ist nicht eben.
Hinter der Vertäfelung ist alles ok! Diese wurde Stichprobenartig geprüft.
Ein Feuchteproblem gibt es zum Glück im Haus nicht