Erhöhung der Wandtemperatur innen




Hallo Zusammen,

wir sind gerade dabei, die Renovierung eines 1950 gebauten Hauses zu planen. Die Wände sind aus Bruchsteinen und ca. 50cm dick.

Es ist schon klar, dass wir außen eine dicke Wärmedämmung anbringen werden.

Innen ist das Haus momentan noch komplett eingerichtet. Es sieht aus als wäre die Zeit stehen geblieben. Die vormalige Besitzerin ist mit 86 Jahren ins Altenheim gekommen.

Das Haus steht jetzt 1,5 Jahre leer (ungeheizt). Als wir es besichtigt haben, war dort kein muffiger Geruch erkennbar.

Die meisten Wände sind tapeziert. Ein paar Wandflächen auch vertäfelt.

Wir möchten das Haus nun ausräumen und die alten Tapeten entfernen. Jetzt stellen wir uns die Frage: Was machen wir mit den Wänden in den Räumen? Ich habe gelesen, dass es sinnvoll ist an den Wänden möglichst hohe Temperaturen zu haben um den Raum behaglich zu machen. Außerdem sollen die Wandbekleidungen feuchteausgleichende Eigenschaften haben...

Welche Möglichkeiten haben wir da: Tapeten? Holzvertäfelung? Leichtlehmputz? Stofftapeten?

Könnt Ihr mir Tips geben?

Viele Grüße,
Jörg



Wenn Sie außen eine Wärmedämmung anbringen



brauchen sie nichts weiter unternehmen, die Wände werden innen "von alleine" warm.



Warme Farben



Meine Erfahrung ist, dass warme Farben auch ein warmes Gefühl geben - also orange und rot. Aber sparsam einsetzen!

Grüsse
stt





HalloJörg,

Wandheizung (z.B.WEM http://www.wandheizung.de/) in Lehmputz würde ich vorschlagen. Ich glaube Sie sind der Jörg, dem ich an anderer Stelle schon ausführlich geantwortet habe. Wenn Sie doch innen alles anfassen wollen, würde ich das mit der Innendämmung nochmal gründlich in die Betrachtungen mit einbeziehen! Holzweichfaserplatten werden auch vielfach hier im forum gerühmt.
Viele Grüße Andrea



Sanierung, Neubau



Lieber Herr Negtra,

das Sie wie jeder andere Fragesteller sich an das Forum wenden, ist Ihr gutes Recht, auch, sich mit den Antworten auseinanderzusetzen.
Was mir gewaltig aufstößt, ist das mittlerweile 3. oder 4. Objekt, zu dem Sie hier Fragen stellen. Für einen Selbstbauer ist das ein bisschen viel auf einmal. Bei einem Objekt sind ein Haufen Fragen normal, aber aus den Fragestellungen selber geht hervor, das Sie wohl eine tragende Rolle in der Planung und/oder Ausführung der Bauleistungen dieser verschiedenen Objekte spielen.
Wer so etwas in dem Maße und Umfang macht sollte Profi sein.
Ich hoffe nicht, das Sie als Laie (was Ihre Fragestellungen unzweifelhaft erkennen lassen) unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als Fachmann Sanierungen betreuen bzw. leiten und sich die fehlenden fachlichen Entscheidungen kostengünstig durch uns hier im Forum zuarbeiten lassen.
Ich habe keine Lust, an solchen Spielchen, die nur zum Nachteil der eigentlichen Bauherren ausgehen können mitzuwirken.
Falls meine Vermutung nicht stimmen sollte, bitte ich Sie um Verständnis, aber meine berufliche Reputation setze ich dafür nicht aufs Spiel.



Kein Grund zur Sorge.



Hallo Herr Böttcher,

kein Grund zur Sorge.

Ich bin interessierter Laie und habe beruflich nichts mit Bau zu tun.

Zur Klärung: Die (zwei) verschiedenen Objekte resultieren aus verschiedenen Möglichkeiten, die meine Frau und ich im Laufe des letzten Jahres ins Auge gefasst hatten. Wir wollten ein Haus in Strohballenbauweise bauen. Ich habe da viel geplant (Außenwände Strohballen, Innenwände Lehm o.ä.), dieses Bauvorhaben ist aber nicht zustande gekommen, weil: Kürzlich ist uns ein anderes Haus (um das es auch in diesem Beitrag geht) über den Weg gelaufen, für das wir uns jetzt entschieden haben. Wir haben es gekauft und möchten jetzt anfangen zu renovieren bevor wir einziehen. Da tauchen natürlich eine Menge fragen auf.

Ich mache mir viele Gedanken über die Wärmedämmung (mit Strohballen / anderen Materialien / außen / innen). Mir macht es einfach Spaß die verschiedenen Möglichkeiten durchzuspielen und zu diskutieren und mir macht es Spaß, die Zusammenhänge zu verstehen.

Sie haben mir mehrfach auf meine Fragen geantwortet. Dafür bedanke ich mich. Ich habe die Antworten zum Teil nicht sofort verstanden, habe dann aber versucht mich weiter einzuarbeiten und dann weitere Fragen gestellt.

Viele Grüße,
Jörg



Innen und Außen



Hallo Andrea,

meinen Sie: Leichtlehmputz innen und Holzweichfaser außen?



Auch eine Möglichkeit



Hallo Jörg,

dass ist natürlich auch eine Möglichkeit (zumal außen leichter frei von Wärmebrücken zu bekommen). Ich dachte allerdings eher an Holzweichfaser innen und darauf die Wandheizung (keine Leiste, WEM oder ägnliches), da Sie dann mit der Wandheizung nicht die ganze Wand mit heizen. Die Dämmung sitz ja dann davor. Gucken Sie doch mal bei Claytec unter Produkte. Die haben seh ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Methoden. Wenn sie das alles gelesen haben, sind Sie schon ein ganzes Stück schlauer.

Viele Grüße
Andrea



Innendämmung mit Leichtlehm



Hallo Andrea,

vielen Dank für den Hinweis auf Claytec. Ich bin begeistert.

Nachdem sich nun herauskristallisiert, dass wir doch nicht so sicher eine Außendämmung machen werden, könnte eine Innendämmung der Außenwände aus Leichtlehm eine Lösung sein. Die Anleitung bei Claytec finde ich sehr anschaulich.
Bei Holzfaserplatten bin ich eher kritisch. Weil dahinter ja eine richtig massive Wand kommt die nicht so diffusionsoffen ist. Da stelle ich mir vor, dass es mit der Holzfaser schneller zu Feuchteschäden kommen könnte. Leichtlehm könnte da besser geeignet sein.

Ich habe mich auch mal etwas über Wandheizungen und Sockelheizleisten informiert. Beide Systeme finde ich nicht schlecht, wobei ich mich doch noch eher zur Sockelleistenheizung hingezogen fühle. Die ganze Sache habe ich dann auch mal mit meiner Frau besprochen, die dann meinte, das beides für uns nicht so geeignet sei. Bei uns stehen nämlich an den meisten freien Wänden hohe Schränke oder Regale. Und da kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Strahlung da so durchkommt.

Besser wäre es für uns doch wenn die Wärme-Strahlungsquelle "mitten" im Raum steht und so die Oberflächen der Möbel anstrahlen kann.
Ein Teil der Lösung steht damit schon im Haus: Ein Holz-/Kohleöfen. Die Vorbesitzerin hat ihn wahrscheinlich lange nicht gebraucht, denn sie hat mit Nachtspeicheröfen geheizt. Aber er sieht optisch noch ganz gut aus. Meine Oma, die in einem 100 Jahre alten Haus wohnt hat noch einen "sehr guten Allesbrenner mit schöner Sichtscheibe" im ehemaligen Hühnerstall stehen. Der könnte bei uns im Wohnzimmer weiterleben. Briketts und Holz sind noch einige bei uns im Keller.

Wie dick darf eine solche Innendämmung aus Leichtlehm denn maximal sein bzw. welchen Dämmwert (U) darf sie maximal haben, damit an der Innenseite der eigentlichen Außenwand (50 bzw. 30 cm Bruchstein) kein Tauwasser entsteht?

Wie könnte die Leichtlehmwand "beschichtet" werden, damit möglichst viel von der Wärmestrahlung in den Raum zurückgeworfen wird? Wie die Decke des Raumes?

Bei den Fußböden denke ich an Kork. Ist der gesundheitlich unbedenklich (Kleber etc.)? Welche Materialien sind sonst noch schön Fußwarm?

Viele Grüße,
Jörg



Wenn Dämmung außen möglich



dann immer von außen, innen ist und bleibt eine Notlösung



Noch einige Vorschläge



Hallo Jörg,

ich habe mal was von maximal 16 cm max Dicke bei Leichtlehm gehört, aber da muss ein Fachmann ran und genau berechnen wo der Taupunkt liegen wird und soll.

Alle Möbel vor den Außenwänden finde ich keine wirklich gute Idee. Denn ohne Dämmung ist es dort tendentiell ja kalt und hinter großen Möbeln sammelt sich Feuchtigkeit besonders gut. Vielleicht sollten Sie überlegen, ob Ihre Möbel nicht auch an den Innenwänden Stellfläche finden. Dann haben sie auch kein Problem mit der Wandheizung. (Die übrigens hervorragend für niedrige Vorlauftemperaturen und somit Solar und Erdwärme geeignet ist) Das angenehme an einer Wandheizung ist wohl auch, dass sie die Kälte dort stoppt, wo sie herkommt, also von draußen. Wichtig ist, die Wandheizung nicht auf die ungedämmte Wand zu packen, da Sie sonst die ganze Wand mitheizen. Weiteres an Aufbau/Reflektierfläche benötigen Sie nicht. Also: Wand, Dämmung, Heizung in Lehmputz.

Für Fußbodenbeläge mal einige meiner Lieblings-Links. Auch ein Link mit Holzfußböden, die recht bezahlbar sind und der neulich hier im Forum diskutiert wurde.

Bei den "kalten Böden" käme auch eine Fußbodenheizung in Frage und Teppich ist natürlich ein Klassiker (Aber da habe ich keine Links)!

Enkaustik Böden
http://www.carreauxmosaic.com/
Via:
http://www.zementmosaikplatten.de/de/reproduktionen/repro_1/index.html

Bezahlbare Landhaus-Dielen
http://www.landhausdielen.nl/Duits/index.htm

Terrazzo
http://www.terrazzo-miromentwerk.at/main.htm#

Neue "alte" Holzfußböden
http://www.ardecointerior.com/

Antike Böden
http://www.geokurs.de/kb/index.php?f=a&id=13&l=de
http://www.geokurs.de/kb/index.php?f=a&id=40&l=de

Aus einem Hotel. Hatten die im Badezimmer. Sah toll aus, muß man aber glaube ich live sehen. Weiß leider nicht mehr welche Farbe es war. Aber eher ein grauer Ton.
http://www.casalgrandepadana.it/serie_colori.asp?id_serie=9&id_linea=1&serie=colori#

Viele Grüße
Andrea





Hallo
Von Außen dämmen z.B. mit Schilf von innen eine Wandheizung aus Kupfer in Lehm die ist schnell ;dadurch regelbar. Das Raumklima wird toll und man spart eine Menge Energie.

Gruß Amon Lehmhaus-Nordhessen.de



Wandheizung



Hallo Andrea,

die Bodenbeläge sind wirklich wunderschön und eine gute Anregung.

Herr Keutler, wie würden Sie denn die Wand aufbauen? Verstehe ich Sie richtig: Schilf von außen?



Außendämmung mit Schilf



Schilf ist ein sehr guter Dämmstoff auch für Außen.Gerade in Verbindung mit Wandheizung.Sage nichts zu Gebäuden die du nicht gesehen hast,habe ich schon zuviel gesagt ?
Steht das Haus trocken oder naß. Welcher Bruchstein ist es u.s.w.
Gruß Amon Keutler Lehmhaus-Nordhessen.de



Handwarm? Was ist die ideale Wandoberfläche?



Ich habe mir die Bruchsteinwand mit einem Maurer hier aus der Gegend angesehen, der in seiner Lehrzeit noch eine Menge Bruchsteine verbaut hat. Nach einer Hammerprobe sagte er mir, dass es sich um einen sehr harten Stein handelt, der in seiner Lehrzeit als "Buchenstein" bezeichnet wurde. Als er mit dem Hammer gegen einen Stein haute, flogen Funken.

Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass eine Innendämmung das richtige wäre. Da sind mir nun von verschiedenen Seite her Schilfrohrmatten empfohlen worden.

Eine "leichte" Innendämmung ist auf den Innenseiten der Außenwände auch schon drauf: Eine ca. 1 cm dicke Schicht Styropor, darüber Tapete. Ich bin zwar kein Freund dieses Materials aber der Effekt ist beeindruckend: Wenn man die Handfläche drauf hält, hört das Kältegefühl an der Hand nach ca. 5 Sekunden auf. Und das wohlgemerkt in einem kalten, ungeheizten Raum auf der Nordseite. Ich habe das gleiche Experiment auf einer Holzverkleidung gemacht (diesemal in einem warmen Raum). Hier hört das Kältegefühl an der Hand nicht auf, auch nicht nach 20 Sekunden. Länger habe ichs nicht versucht.

Zurück zur Innendämmung, die ich möglichst nicht mit Styropor ausführen möchte. Schilfrohrmatten wären an sich schon gut. Aber welche Oberfläche bekommen die Matten? Normalerweise werden sie verputzt. Aber Putz wäre wieder nicht Handwarm.

Die ideale Oberfläche einer Innenwand hätte meiner Meinung nach folgende Eigenschaften:

- Handwarm
- Die Fähigkeit, auf sie auftreffende Wärmestrahlung möglichst vollständig zurückzuwerfen.

Wenn man alle sonstigen Anforderungen weglässt stelle ich mir eine 5cm dicke Styroporplatte beschichtet mit einer hauchdünnen Metallfolie vor.

Wie kann ich diese Eigenschaften mit natürlichen Materialien erreichen?



Natursteinhaus



Hallo,
wir raten dringend von Styropor ab.Wo steht Ihr Haus wir können uns es einmal anschauen und Sie fachlich beraten.Ferndiagnosen bringen wenig.

Dachüberstand ? Aufsteigende Feuchtigkeit ? Unterkellert ? Wandvertäflung ? Erhaltenswerte Außenfassade ? u.s.w.
Mit freundlichem Gruß
Amon Keutler Rüdiger Groß
www.Lehmhaus-Nordhessen.de



Styroporkügelchen



Hallo,

mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die Ost- und Südwand zweischalig gemauert sind (7cm Luftspalt). Wir möchten da Styroporkügelchen einblasen.

Die Nordwand werden wir wahrscheinlich mit Styropor von außen dämmen. Die Westwand ist momentan Nebensache, da sich an der Seite wahrscheinlich nur ein Gästezimmer befinden wird.

Auf den Dachboden oben legen wir Strohballen mit einer dünnen OSB Platte darüber. Ich habe das mit unserer Versicherung abgeklärt. Ist kein Problem - brandschutztechnisch gesehen.

Die Dachschrägen von denen wir reichlich haben sind folgendermaßen aufgebaut:
- Innenputz
- Heraklith Platte ca. 2 cm
- Luftspalt ca. 10 cm zwischen den Sparren unten und mittig
- Heraklith Platte 2 cm oben zwischen den Sparren
Die 10 cm Zwischenraum möchten wir mit Glaswolle ausstopfen.

An der Kellerdecke ebenfalls Styropor 10 cm.

Grüße,
Jörg



Styropr???



Hallo Jörg,

den Wandel von Stroh zu Styropor finde ich ja gewaltig... Bitte dran denken, dass Styropor praktisch nicht dampfdiffusionsfähig ist. Von der kapilaren Leitfähigkeit mal ganz abgesehen. Feuchtigkeit die da rein geht, kommt also praktisch nicht mehr raus. Hat das zudem mal jemand berechnet? Guck Dir doch mal folgendes an:
http://www.holz-lehmhaus.de/
Vielleicht ist das ja geeignet.

Viele Grüße
Andrea



Wandel



Hallo Andrea,

ja, ich habe mich auch gewundert. Ich hatte zwei Architektinnen im Haus und beide haben mir zu Styropor / Glaswolle geraten.

Das Haus hat einen ziemlich geringen Dachüberstand (12cm Nord und Süd; 7 cm Ost und West). Da ich Selbstbauer bin und mit meinen Kräften haushalten möchte, habe ich mich entschlossen diesen erstmal nicht zu vergrößern. Mit einem sehr geringen Dachüberstand ist eine hinterlüftete Holzverschalung schwierig. Damit brauche ich ein Dämmaterial, dass wasserfest ist - und da müssen viele Naturmaterialien passen.

Die Hohlräume in Ost und Südwand kommen mir wie gerufen. Und das preisgünstigste Material mit hohem Dämmwert und leicht von mir als Selbstbauer einzubringen sind nun mal Styroporkügelchen. Ich bin mir nicht sicher ob das auch mit lehmüberzogenen Holzspänen geht. Einen Zwangsmischer habe ich. Lehm und Holzspäne können ebenfalls besorgt werden. Das könnte ich ja zwischen den Dachsparren mal probieren.

Heiztechnisch werden wir zunächst mal bei den vorhandenen Kohle- und Holzöfen bleiben. Der alte Dauerbrenner im Wohnzimmer heizt die ganze untere Wohnung schön bullig warm und ist sehr gemütlich. Ich fülle morgens und abends Eierkohlen nach und bringe einmal täglich die Asche raus. Uns ist auch aufgefallen, dass in der Mietswohnung, aus der wir gerade ausziehen auch ständig Geräusche von der Heizung zu hören sind (rauschen der Pumpe, Wasser in den Heizkörpern). Das ist eine ganz andere Ruhe im Haus wenn man das nicht hört. Außerdem habe ich gelesen, dass eine wasserbasierte Heizung immer auch eine Menge Strom verbraucht (über die Pumpe).

Bis jetzt habe ich noch kein Material besorgt und bin für Anregungen offen. Momentan sind haben wir in der oberen Wohnung die Elektroleitungen gelegt (Schlitze, Dosen, Kabel - die Steckdosen kommen bald).

Viele Grüße,
Jörg



Glaswolle Feuchtigkeitsresistent???



Hallo Jörg,
irgendwie machen Deine Architekten auf mich keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Die Sache mit der Feuchtigkeitsstabilität verstehe ich. Und habe keine Ahnung ob "Jasmin" dafür geeignet ist. Man kann es auch glaube ich nicht selbst einbringen. Kannst ja aber mal bei der Firma nachfragen. Ein Architekt, der sich in diesem Fall für Glaswolle ausspricht, erscheint mir aber nicht so mordskompetent, denn die ist nun wirklich alles andere als feuchtigkeitsstabil. Da ich aber auch kein Architekt bin und Dein Haus ja auch nur aus Erzählungen kenne, kann ich Dir keinen kompetenten Rat geben. Aber guck doch nochmal hier im verzeichnis nach und such Dir einen Arhitekten bei Dir in den Nähe heraus, der hier im Forum patente Kommentare von sich gibt. Ist sicherer. Bringt Dir ja nicht, wenn Du es selbst einbringen kannst und der Schaden hinterher X-fach größer ist, als der Nutzen...
Viele Grüße
Andrea



Wenn



eine Wärmedämmung von aussen gemacht wird, könnt ihr euch das ganze Gefummel auf der Innenseite sparen. Der Nutzen ist minimal, aber die Risiken, langfristige Feuchtigkeitsprobleme einzubauen, ist recht hoch. Und Styropor ist als Wärmedämmung unbrauchbar.
MfG
dasMaurer



Keine Innendämmung



Hallo Maurer,

es geht nicht um eine Innendämmung, sondern darum den Luftspalt zwischen der inneren und der äußeren Außenmauer zu füllen.



Ja,



das hab ich auch so verstanden.
lasst den Luftspalt einfach in Ruhe. Bei einer Aussendämmung nach neuem Standard bringt das so gut wie keine Verbesserung, aber ein paar Risiken.
MfG
dasMaurer



Vorsicht ist besser als Nachsicht.



Hallo Herr Negtra,

mehrmals zusammenzuckend habe ich mir den Beitrag nochmals durchgelesen. Styropor bringt Ihnen hier nichts als Feuchteprobleme und Ärger ein. Selbst beim Lehm bin ich in Ihrem Falle sehr skeptisch. Lehm ist schon sagenhaft, aber kein Wunder- oder Allheilmittel. Ohne die Bruchsteinwand gesehen zu haben würde ich Ihnen keinesfalls hierzu raten. Der Grundsatz der sich nach außen verbessernden Diffusionsoffenheit gilt auch bei Mauerwerk.

Ich bin mir sehr sicher, dass Sie dringend jemanden benötigen, der auf der Partitur der von Ihnen angedachten Materialien zu spielen versteht. Mir selbst ist es zu weit weg, weshalb ich mich auch nicht zu der vermutlich in fünf Jahren anstehenden Sanierung bewerben werde.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer


P.S.: Ich bitte den Anflug von Polemik zu verzeihen :-))



Um es etwas unvorsichtiger



zu sagen: Wenn ich das hier lese, rollen sich die Fußnägel auf. Die Dämmtipps sind geeignet für ein Lehrbuch: Wie verdämme ich ein Haus.

Meine Meinung: Zusatzdämmung lohnt sich nicht, und zwar aus

- technischen,
- wirtschaftlichen,
- ökologischen und
- gesundheitlichen Gründen.

Ich will das hier nicht detaillieren, steht eh alles im Web. Das WDVS-Bildchen zeigt, wo's langgeht. Den Schimmelbefall innen muß ich hier (aus technischen Gründen) weglassen.

Viel Glück

Konrad Fischer



Dämmung wir auf unbestimmte Zeit verschoben



Also ich muss sagen, dass ich auch kein gutes Gefühl mit dem Styropor habe. Ende letzter Woche bin ich dann mal zu einer Baufirma gefahren, um mir einen Sack Lehmputz für Testzwecke zu holen. Ich kam mit dem Inhaber ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass die Firma auf Denkmalpflege und Altbausanierung spezialisiert ist.

Fazit: Styropor außen macht das Haus langsam aber sicher mürbe. Eine Dämmung innerhalb der Luftschicht zwischen den Mauerschalen bringt auch nicht viel - außer Arbeit und Ärger.

An den Innenseiten der Außenwände war, als wir das Haus Anfang Januar gekauft haben, Styropor ("Thermotapete") geklebt. Nachdem das Styropor weg war, sah man überall eine gelbe Schicht Styroporkleber. Ich habe die Wand auf dem Kleber nass gemacht. Die Wassertropfen sind nicht eingezogen. Der Herr von der Denkmalpflege meinte: Die Wand ist abgesperrt, der Kleber muss runter. Das gleiche hat mir vor vier Wochen übrigens schon ein Stukkateur gesagt, der ebenfalls Denkmalpflege macht und den ich hier im Haus hatte. Aber da wollte ich das noch nicht glauben.

Gestern habe ich mir einen Betonschleifer ausgeliehen und alles abgefräst. Das war eine Riesenarbeit, aber jetzt ist alles weg.

Ich werde die Dämmung weglassen sowohl an der Ost- und Südseite (zweischaliges Mauerwerk) als auch an der Nord- und Westseite (Bruchsteine). Der Herr von der Denkmalpflege meinte, dass eine stehende Luftschicht schon ganz gut dämmt. Das Haus ist ohnehin so aufgebaut, dass Nord und Westwand nur wenig Berührflächen mit den intensiv bewohnten Räumen haben. Gestern und heute hatte ich Gelegenheit mit zwei Leuten zu sprechen, die entweder selbst oder deren Bekannte nachträglich gedämmt haben. Eine große Begeisterung über das gedämmte Haus konnte ich in beiden Fällen nicht feststellen.

Was die Innenseiten der Außenwände betrifft: Ich kann mir schon vorstellen, dass Lehmputz hier ein geeignetes Material ist. Ich möchte ja nur einen Lehmoberputz (0,5 bis 1cm Schichtdicke) auf den bereits vorhandenen Putz aufziehen.

Momentan sind die Innenwände wirklich "offen": Ich habe letzte Woche auch Schlitze für die Elektroinstallation gezogen und hoffe diese bald wieder schließen zu können.

Auf die Innenwände die nicht mit Lehm verputzt werden, kommt eine Tapete: Variovlies M160 (PVC-frei) von Erfurt. Die ist mir von der Firma Kreidezeit empfohlen worden bei der ich die Wandfarbe (Vega weiß) ebenfalls in der letzten Woche gekauft habe. Da freue ich mich schon drauf das alles anzubringen.

Außerdem bin ich darauf gekommen, dass die Fenster auch erhaltenswert sind. Ich habe einiges über Kunststoffenster, U-Wert, Lüftungssysteme und so weiter gelesen. Als ich gelesen habe, dass bei den neuesten Fenstern Lüftungsschlitze installiert werden oder bewusst die Dichtungslippe weggelassen wird damit sie nicht so dicht sind, bin ich aus dem schmunzeln nicht mehr herausgekommen. So etwas können meine alten Fenster doch auch! Die sind von Natur aus nicht so dicht - obwohl sie wirklich noch gut schließen. Ich habe mir einen Deltaschleifer besorgt und bin mal gespannt wie sie sich bearbeiten lassen.

Nachdem ich in den letzten Wochen viel Zeit hatte mich mit dem Haus auseinander zu setzen wird mir immer klarer, dass das ganze Gebäude sehr durchdacht ist und deshalb auch noch nach 58 Jahren so gut funktioniert.

Zu den Styroporkügelchen ist mir auch noch eingefallen, dass meine Nachfahren, sollte das Haus in ferner Zukunft einmal abgerissen werden, ganz schön fluchen würden. Und vor allem die Nachbarn würden sich über die vom Wind verteilten Plastikschneeflöckchen ärgern. Das möchte ich irgendwie auch nicht verantworten.





Hallo Herr Negtra,

ich glaube Sie sind nun auf dem besseren Weg. Zu den alten Fenstern möchte ich noch anmerken, dass sich der Weg zu einem Glaser in der Nähe lohnen könnte. Alte Fenster lassen sich oft mit einfachen Mitteln renovieren und "in eine neuere Zeit" bringen ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Doch keine Tapete



Von der Tapete bin ich mittlerweile wieder abgekommen. Ich habe mich mal informiert was so alles im Kleister ist. Das möchte ich lieber nicht an der Wand haben. Jetzt experimentiere ich mit Luftkalkputz und Kalkschlämme. Mal sehen was daraus wird.



Risse, Risse, Risse



Ich beschäftige mich immer noch mit den Innenwänden. Seitdem mir klar ist, dass ich keine Tapete möchte, hat sich die Frage gestellt was ich mit den Leimfarben auf den Wänden anstelle. Nachdem ich kurz versucht hatte, diese mit der Hand abzuwaschen wurde mir schnell bewusst: Das halte ich keine 200 m2 Wandfläche durch.

Jetzt habe ich eine Möglichkeit gefunden mit der ich mittlerweile die Leimfarbe (und noch andere Substanzen wie Styroporkleber) von 6 Räumen inkl. Decke in entfernen konnte: Mit einem Hochdruckreiniger. Auf den Dielenböden habe ich vorher eine reißfeste Folie so angebracht, dass diese eine Wanne bildet (Hilfskonstruktion aus Holz, Abdichtung mit Acryl zur Wand), dann Decke und Wände abstrahlen. Anschließend das Wasser abpumpen. Dazu habe ich zunächst eine Pumpe benutzt, die man vorne an die Bohrmaschine schrauben kann. Nachdem diese nicht mehr funktioniert, habe ich einen alten Nassauger benutzt. Damit ging es am besten.

Nun habe ich die "nackten" Wände vor mir. Die Wände riechen nach dem abstrahlen übrigens wie frisch verputzt. Nur das sie nicht frisch verputzt aussehen - es gibt nämlich eine Menge Risse.

Zum Thema:
Da ich keine Tapete möchte, muss ich die Risse irgendwie anders überbrücken. Eigentlich habe ich mit drei Arten von Rissen zu tun:

1. Feine Haarisse, die über den Deckenputz verteilt sind. Die Decken bei mir sehen aus wie alte Fresken - nur das eben keine Bilder drauf sind.
Aufbau der Decken: Holzbalken, darunter Heraklithplatten an die Balken genagelt, die dann verputzt sind. Die Risse finden sich vornehmlich an den Plattenstößen.

2. Risse ca. 1-5mm breit in allen Möglichen Ecken (Anschluss Wand - Decke, Anschluss Wand - Wand)

3. Klaffende Risse bis ca. 10mm breit (wenige) z.B. dort wo Holzständer (Stiele) in der Wand sind.

Im Endeffekt möchte ich die Wände nicht neu verputzen.

Was mir vorschwebt ist ein Anstrich mit Kalkfarbe. Doch dazu müsssten die Wände erstmal glatt und die Risse geschlossen werden. Ich habe gehört, dass man Risse mit Japanpapier "armieren" kann. Weiß jemand wie ich da vorgehen könnte?

Grüße,
Jörg



Hier mal ein Bild



Hier noch ein Bild zu den Rissen. Die Wand hat noch Leimfarbe drauf, die mittlerweile runter ist. Aber die Risse sehen noch genauso aus. Rechts ist ein Schlit zu erkennen in den bald ein Kabel gelegt wird (Elektroinstallation).



Japanpapier...



...für Risse? Der Beitrag betraf mit Sicherheit keine Putzrisse, oder er kam von einem Bautheoretiker.

Leimfarbe lässt sich nach dem Anfeuchten recht gut abspachteln, übermäßiger Wassereintrag bringt zusätzliche Probleme. Sollte hinterher geputzt werden, gehts mit einer Sanierfräse auch ganz ohne Wasser.

Da ohnehin schon die Elektrik die Wände perforiert, wäre doch ein 2-lagiger armierter Lehmoberputz eine schöne Variante? Alles andere bleibt doch sichtbares Flickwerk.

Grüße

Thomas



Viel Wasser bei Heraklith!



Na dann gute Fuhre!
Wer kommt denn nur auf so eine Idee, mit diesem Aufwand Wände abzustrahlen?
Hier hätte es wirklich einfachere und trockenere Lösungen gegeben.
Und wie verhält sich nun der enorme Feuchtigkeitseintrag in der Heraklithplattenebene?
Lange Austrocknungszeiten und dann u.U. noch die Rostflecken von den alten Befestigungsmaterialien.

Eine Überarbeitung der Flächen bei Rissbildungen sollte präzise vorgenommen werden.
Durch Klopfen an den Rissbereichen erkennen, wo Hohlstellen sind und diese komplett abnehmen. Diese Fehlstellen nun mit einem Kalkgrundputz ausfüllen und oberflächenbündig anarbeiten (gut anfeuchten!).
Nunmehr die gesamte Wand mit einem Kalkspachtel komplett überarbeiten und eine Gewebeeinlage mit einbetten.
Nachher eine Kalkglätte auftragen und gestalten.
Die restlichen Bereiche nur überarbeiten mit gewebe und Oberfläche so wie voran beschrieben.
Dies betrifft auch die gesamten Kabelschlitze von Elektrik und anderem.

Handwerklicher Gruß

Udo Mühle



Ups



Das war wohl ein dicker Fehler mit dem Wasser. Ich hoffe die Decken trocknen wieder. Kann ich da jetzt irgendwas machen? Heizen?

Udo, was für eine Gewebeeinlage meinst Du? Glasfaser? Vollflächig oder nur die Bereiche mit Rissen?

Noch eine Frage: Ich habe noch drei Räume in denen eine Tapete ohne Leimfarbe darunter geklebt ist. Diese Räume sind angebaut, weniger Risse. Der Putz ist in einem besseren Zustand. Wenn ich darauf mit Kalkfarbe arbeiten möchte: Muss ich den Kleister abwaschen oder kann der drauf bleiben?



Nix Kleista,



Kalk braucht einen mineralischen Untergrund. Gerade, wenn's mit Kalk weitergehen soll, muß die Leimfabe gründlich abgewaschen werden.

Alternative: Abwaschen, Silikatgrund, und dann ein Reinsilikatanstrich. Füllt auch besser als Kalk.

Grüße

Thomas



Nach ein paar Tagen Sonne



Bis gestern schien hier ein paar Tage richtig die Sonne und ich habe gut durchgelüftet. Alles ist wieder trocken. Aber das ist mir eine Lehre.

Heute haben wir in einem weiteren Raum die Tapeten und dann, danke für Deinen Hinweis - Thomas, auch den Kleister entfernt. Der Hochdruckreiniger war dabei wieder sehr hilfreich - allerdings im abgeschalteten Zustand, mit gezogenem Stecker ohne Motor. Sehr hilfreich ist, dass die "Dreckfräse" vorne an der Lanze das Wasser sehr schön verwirbelt, so dass man sehr komfortabel die Wände befeuchten kann. Bis dahin haben wir das immer mit einer Gärtnerspritze gemacht, die einen Sprühnebel erzeugt. Die neue Technik ist da wesentlich schneller und viel komfortabler.

Mit einem Schwamm ließ sich bei uns der Kleister dann aber nicht entfernen. Das war ein einziges Geschmiere. Wir haben das dann mit einer "Gummiflitsche" (sieht aus wie ein einzelner Scheibenwischer unten am Besenstiel) gemacht. Das ging ganz prima. Mit dieser Technik werden wir auch versuchen die Leimfarben abzubekommen.

Im Keller sumpfe ich jetzt seit einer Woche Kalk ein und habe auch schon ein paar Streichexperimte an der Kellerwand gemacht. Ergibt eine sehr schöne fast leuchtende weiße Farbe. Einen Tag nach dem Anstrich war sie trocken aber nicht sehr wischfest. Ich habe die Fläche dann einfach nochmal mit Wasser angefeuchtet und am nächsten Tag nochmal. Jetzt ist sie so wischfest, dass man sich richtig Mühe geben muss wenn man etwas davon in einen Stofflappen abreiben möchte.

Heizungstechnisch kommen wir immer mehr zur Wandheizung. Die Entscheidung muss jetzt aber auch fallen, da alle Schlitze für die Elektroinstallation gezogen sind und bald darauf warten wieder geschlossen zu werden. Ich tendiere Zur Wandheizung wegen der niedrigen Vorlauftemperaturen.

Bezüglich der Risse in den Wänden bin ich noch nicht so richtig weitergekommen. Hatte noch keine Zeit, die Anleitung von Udo zu testen. Ich bin mir aber auch noch nicht so richtig im klaren darüber ob das Gewebe vollflächig oder nur in den Rissbereichen eingearbeitet werden soll. Mein Anspruch bezüglich der Innenenwände ist aber auch nicht die 100% perfekte glatte Wand. Mir reichen 80% aus. Da ich kein Handwerker bin und mir die Erfahrung fehlt sind 80% wohl auch realistischer.

Grüße,
Jörg



Zu viel Wasser?



Wenn die Farbe mit der Gartenspritze angefeuchtet wird, lässt sich da nicht mit einer Spachtel das Allermeiste abnehmen?

Grüße

Thomas



Bis jetzt war nur der Kleister dran



Gestern und heute hat meine Frau den Kleister in einem Raum entfernt. Ich habe das mit wenig Wasser per Gartenspritze und abspachteln versucht, da blieb aber kaum etwas am Spachtel hängen. Der meiste Teil der Kleisterschmiere blieb auf der Wand. Mit der Gummiflitsche ging es viel besser. Die Wand fühlt sich danach auch ganz anders an.

In den nächsten Tagen gehts an die restliche Leimfarbe. Bin gespannt ob es das mit dem Spachtel klappt. Ich habe mir extra einen 20cm breiten Spachtel besorgt. Mal sehen obs funktioniert.



Resume Leimfarbe, Kleister und Styroporkleber entfernen



Wir haben die Leimfarbe jetzt komplett runter. Beim Kleister 95%. Es fehlt nur noch eine Wand.

Resume:

Mit dem Schwamm: Ein einziges Geschmiere. Bei uns absolut nicht möglich.

Mit dem Spachtel ging es bei uns nicht. Weder mit viel noch mit wenig Wasser.

Der Hochdruckreiniger (nicht eingeschaltet) ging am besten. Das gilt sowohl für das Entferenen von Leimfarbe wie auch Kleister. Wand vornässen, einwirken lassen, nachnässen und mit der "Flitsche" die Suppe runterziehen. Das ganze evtl. wiederholen. In die Ecke Wand-Fußboden haben wir dabei "aufgerollte" Laken gelegt, die das an der Wand herunterlaufende Wasser aufnehmen.

Das Wasser mit der Gartenspritze aufzubringen dauert vergleichsweise lang, nicht sehr komfortabel. Diese Methode hat sich bei uns nicht durchgesetzt.

Hochdruckreiniger eingeschaltet ist sehr effektiv aber mit hohen Risiken verbunden (Wassereintrag in den Fußboden und in Holzteile).

Da ich ein paar Räume mit dem eingeschalteten Hochdruckreiniger gemacht habe, hier noch meine Erfahrungen und Gedanken dazu:

Was den Wassereintrag in den Putz anbelangt, sehe ich das mittlerweile sehr entspannt. Der Putz kommt nur vergleichsweise kurz mit dem Wasser in Berührung und ist bei uns innerhalb 2 Tagen (sonniges Wetter) wieder komplett abgetrocknet. Zum Vergleich bezüglich Wassereintrag: Wenn ich auf den bereits vorhandenen Kalkputz eine weitere Putzschicht aufziehen möchte, muss ich den Putz wesentlich intensiver vornässen als das mit dem Hochdruckreiniger beim Abwaschen der Leimfarbe der Fall ist.

Positiv ist auch, dass die Farbe wirklich vollständig entfernt werden kann. Auch Styroporkleber, der teilweise vollständig auf den Innenseiten der Außenflächen festsaß, konnte so entfernt werden. Dazu habe ich bei einigen Räumen, die ich schon vor Wochen bearbeitet habe, einen Betonschleifer genommen. Beim Styroporkleber scheint es mir aber auch unterschiedliche Qualitäten zu geben. Solche die sich abspachteln lassen und solche, die man wirklich nur abschleifen kann und solche die von der Festigkeit irgendwo dazwischen liegen. Ich hatte alle drei Qualitäten hier im Haus.

Weniger schön wenn man mit dem eingeschalteten Hochdruckreiniger arbeitet:
- Man braucht eine dichte Wanne aus Folie, die den Fussboden 100% schützt. Ich habe diese Wanne aus einer Holzlattenkonstruktion und einer reißfesten, wasserdichten Folie hergestellt. Den Spalt zur Wand habe ich (vorübergehend) mit Acryl abgespritzt (1€ pro Kartusche aus dem Baumarkt), dass ich direkt nach der Aktion wieder entfernt habe. Auch Holzteile an / in der Wand (Türzargen etc.) müssen vorm Wasser geschützt werden.

- Es sammelt sich ganz schön viel Wasser in der Wanne und man braucht eine Pumpe um das Wieder abzusaugen. Ich habe das erst mit einer Pumpe gemacht, die vorn an die Bohrmaschiene angeschlossen wird. Das ging ganz OK, nach einer Weile saß die Pumpe aber zu wegen der Leimfarben- und Styroporkleberreste. Anschließend habe ich mit einem Naßsauger gearbeitet. Das ging wirklich gut und war eine riesen Arbeitserleichterung.

- Man muss alles wieder abbauen.

- In einem Raum ist mir Wasser oben in die Türzarge gelaufen, die daraufhin gequollen ist. Der Lack ist gerissen.

Für einen kompletten Raum ca. 4 x 4 m2 Wände und Decken von Leimfarbe und Styroporkleber befreien habe ich inkl. Herstellen und Abbauen der Auffangwanne und Aufräumen etc. einen Tag gebraucht.

Grüße,
Jörg



Resume Leimfarbe, Kleister und Styroporkleber entfernen



Wir haben die Leimfarbe jetzt komplett runter. Beim Kleister 95%. Es fehlt nur noch eine Wand.

Resume:

Mit dem Schwamm: Ein einziges Geschmiere. Bei uns absolut nicht möglich.

Mit dem Spachtel ging es bei uns nicht. Weder mit viel noch mit wenig Wasser.

Der Hochdruckreiniger (nicht eingeschaltet) ging am besten. Das gilt sowohl für das Entferenen von Leimfarbe wie auch Kleister. Wand vornässen, einwirken lassen, nachnässen und mit der "Flitsche" die Suppe runterziehen. Das ganze evtl. wiederholen. In die Ecke Wand-Fußboden haben wir dabei "aufgerollte" Laken gelegt, die das an der Wand herunterlaufende Wasser aufnehmen.

Das Wasser mit der Gartenspritze aufzubringen dauert vergleichsweise lang, nicht sehr komfortabel. Diese Methode hat sich bei uns nicht durchgesetzt.

Hochdruckreiniger eingeschaltet ist sehr effektiv aber mit hohen Risiken verbunden (Wassereintrag in den Fußboden und in Holzteile).

Da ich ein paar Räume mit dem eingeschalteten Hochdruckreiniger gemacht habe, hier noch meine Erfahrungen und Gedanken dazu:

Was den Wassereintrag in den Putz anbelangt, sehe ich das mittlerweile sehr entspannt. Der Putz kommt nur vergleichsweise kurz mit dem Wasser in Berührung und ist bei uns innerhalb 2 Tagen (sonniges Wetter) wieder komplett abgetrocknet. Zum Vergleich bezüglich Wassereintrag: Wenn ich auf den bereits vorhandenen Kalkputz eine weitere Putzschicht aufziehen möchte, muss ich den Putz wesentlich intensiver vornässen als das mit dem Hochdruckreiniger beim Abwaschen der Leimfarbe der Fall ist.

Positiv ist auch, dass die Farbe wirklich vollständig entfernt werden kann. Auch Styroporkleber, der teilweise vollständig auf den Innenseiten der Außenflächen festsaß, konnte so entfernt werden. Dazu habe ich bei einigen Räumen, die ich schon vor Wochen bearbeitet habe, einen Betonschleifer genommen. Beim Styroporkleber scheint es mir aber auch unterschiedliche Qualitäten zu geben. Solche die sich abspachteln lassen und solche, die man wirklich nur abschleifen kann und solche die von der Festigkeit irgendwo dazwischen liegen. Ich hatte alle drei Qualitäten hier im Haus.

Weniger schön wenn man mit dem eingeschalteten Hochdruckreiniger arbeitet:
- Man braucht eine dichte Wanne aus Folie, die den Fussboden 100% schützt. Ich habe diese Wanne aus einer Holzlattenkonstruktion und einer reißfesten, wasserdichten Folie hergestellt. Den Spalt zur Wand habe ich (vorübergehend) mit Acryl abgespritzt (1€ pro Kartusche aus dem Baumarkt), dass ich direkt nach der Aktion wieder entfernt habe. Auch Holzteile an / in der Wand (Türzargen etc.) müssen vorm Wasser geschützt werden.

- Es sammelt sich ganz schön viel Wasser in der Wanne und man braucht eine Pumpe um das Wieder abzusaugen. Ich habe das erst mit einer Pumpe gemacht, die vorn an die Bohrmaschiene angeschlossen wird. Das ging ganz OK, nach einer Weile saß die Pumpe aber zu wegen der Leimfarben- und Styroporkleberreste. Anschließend habe ich mit einem Naßsauger gearbeitet. Das ging wirklich gut und war eine riesen Arbeitserleichterung.

- Man muss alles wieder abbauen.

- In einem Raum ist mir Wasser oben in die Türzarge gelaufen, die daraufhin gequollen ist. Der Lack ist gerissen.

Für einen kompletten Raum ca. 4 x 4 m2 Wände und Decken von Leimfarbe und Styroporkleber befreien habe ich inkl. Herstellen und Abbauen der Auffangwanne und Aufräumen etc. einen Tag gebraucht.

Grüße,
Jörg



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